Fußball: Wie kommt die Binde an den Oberarm?
Lucas Bahlmann bleibt der Kapitän

burgsteinfurt -

Der alte Käptn ist auch der neue: Lucas Bahlmann trägt beim SV Burgsteinfurt in dieser Saison wieder die Binde. Doch wie soll das Angriffsproblem gelöst werden, wenn Alex Hollermann sechs Wochen fehlt?

Mittwoch, 16.09.2020, 16:26 Uhr
Lucas Bahlmann (l., hier mal ohne Kapitänsbinde) war in der vorigen Saison der Mannschaftskapitän des SV Burgsteinfurt und ist es in der aktuellen ebenfalls. Seine Stellvertreter sind Thomas Artmann und Yannik Grabbe
Lucas Bahlmann (l., hier mal ohne Kapitänsbinde) war in der vorigen Saison der Mannschaftskapitän des SV Burgsteinfurt und ist es in der aktuellen ebenfalls. Seine Stellvertreter sind Thomas Artmann und Yannik Grabbe Foto: Thomas Strack

Verlängerter Arm des Trainers, Führungsspieler, Lautsprecher – für den Kapitän einer Mannschaft gibt es einige Umschreibungen. Mal wird er vom Trainer bestimmt, mal wird er von den Mitspielern gewählt, ähnlich wie ein Klassensprecher in der Schule. Oftmals ist der Kapitän ein altgedienter Recke mit Erfahrung, einer, der dem Verein schon in der Jugend angehörte – oder einer der Leistungsträger/Führungsspieler. Dass ein Neuling von auswärts die Kapitänsbinde trägt, kommt eher selten vor, ist aus taktischen Gründen aber nicht völlig ausgeschlossen. „Vielleicht um einen Reiz zu setzen, vor allem wenn ein Spieler aus einer höheren Liga kommt“, sagt Klein-Reesink.

Beim SV Burgsteinfurt kommt die Ehre des Mannschaftskapitäns in dieser Spielzeit Lucas Bahlmann zu – wie schon in der vergangenen Saison bis zu seiner Verletzung. Sein Stellvertreter ist Thomas Artmann. Sollten beide fehlen, muss sich Yannik Grabbe die Binde um den Arm klemmen. „Lucas war auch schon in der vorigen Saison unser Kapitän. Er ist Burgsteinfurter, und er ist ein Leistungsträger. Sein Wort hat auch abseits des Platzes Gewicht“, erklärt Trainer Christoph Klein-Reesink. Bahlmann wurde in der Spielzeit 2019/20 von der Mannschaft gewählt. „In der jetzigen Saison haben wir als Trainerteam ihn zum Kapitän bestimmt. Das stand auch gar nicht groß zur Debatte, weil er es ja schon war. Er ist in der Mannschaft absolut anerkannt. Und mit Thomas Artmann haben wir noch einen zweiten guten Mann dahinter“, erklärt „Reese“, dass er, sein Co Jens Kormann, Marc Steinfeldt als Torwarttrainer und Betreuer Claus Klipp zu den Entscheidern gehörten. „Teile der Mannschaft gehörten auch dazu“, ergänzt Klein-Reesink, der in der Aufstiegssaison zur Landesliga unter Trainer Wolfgang Schütte selbst von diesem zum Kapitän bestimmt worden war.

Im ersten Spiel gegen Grün-Weiß Gelmer trug Yannik Grabbe die Binde, da Bahlmann auf der Bank saß und erst später ins Spiel kam. Thomas Artmann war verletzt und konnte gar nicht mitspielen. Grabbe als zen­traler Mittelfeldspieler aus einer höheren Liga (Ober- zuletzt Westfalenliga in Neuenkirchen) verfügt allein deshalb über ein gewisses Standing in der Mannschaft.

Doch was „Reese“ aktuell viel mehr umtreibt als das Thema Kapitän ist – seit Alex Hollermann ausfällt – das Thema Angreifer und Tore. „Holli ist ein Torjäger, wie er im Buche steht. Seine Meniskus-OP ist aber gut verlaufen, zudem hat er gutes Heilfleisch. Doch vier bis sechs Wochen wird es wohl dauern, bis er wieder spielen kann“, sagt der Stemmerter Trainer. Die Offensivkonstellation vom Spiel gegen Blau-Weiß Aasee hat ihn jedenfalls nicht überzeugt, zumal auch nur ein Tor für den SVB geschossen wurde. Für den nächsten Sonntag, wenn Germania Hauenhorst ins Stadion, hofft Klein-Reesink auf die Rückkehrer.

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