Kreisschiedsrichterobmann
Drei Fragen an Jürgen Lütkehaus

Dienstag, 13.10.2020, 14:51 Uhr
Jürgen Lütkehaus
Jürgen Lütkehaus Foto: Marc Brenzel

Herr Lütkehaus, Spielabbrüche hat es im Fußballkreis Steinfurt schon des Öfteren gegeben, oftmals wegen eines Unwetters. War der Vorfall am Sonntag in Elte, wo der Schiedsrichter die Partie wegen Handgreiflichkeiten und weil Zuschauer den Platz gestürmt haben, abgebrochen hat, der erste in dieser Art?

Lütkehaus: Sicher nicht. Wir haben diese Vorfälle in jeder Saison mehrmals. Aber es wird deswegen nicht gleich das Spiel abgebrochen. Das ist eher selten.

Wenn Zuschauer auf den Platz laufen, führt dies dann zwangsläufig zu einem Abbruch?

Lütkehaus: Nein. Wenn Platzordner vor Ort sind, müssen die das regeln. Dann wird nicht abgebrochen. Die Zuschauer werden vom Platz heruntergeholt, und dann geht es weiter. Aber oftmals ist es ja so: Bis die Ordner reagieren, haben schon einige Leute drei blaue Augen.

Stellen Sie in jüngster Zeit fest, dass es im Fußballkreis Steinfurt vermehrt zu ungebührlichem Verhalten gegenüber den Unparteiischen kommt?

Lütkehaus: Ja, mehr und mehr. Das ist ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet. Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: Ich war als Begleiter mit einem Neu-Schiedsrichter bei einem Spiel der D-Junioren in der Kreisliga D dabei. Das ist die unterste Spielklasse in dem Bereich. Der Junge wurde von der ersten bis zur letzten Spielminute von außen angegangen. -gs-

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