Fußball: Maik Menke kickt jetzt bei Wacker Mecklenbeck III
Ausbildung lähmt Torjägerquote

Borghorst -

Maik Menke gehörte bei Preußen Borghorst früher zu den Angreifern, die in der Kreisliga A verlässlich trafen und pro Saison um die 20 Treffer zum Erfolg ihrer Mannschaft beisteuerten. In der Kreisstadt ist es ruhig um ihn geworden. Warum eigentlich?

Mittwoch, 21.10.2020, 17:25 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 15:28 Uhr
Maik Menke (r.) aus Borghorst gehörte bis 2017 zu den besten Torjägern, die der Fußballkreis Steinfurt zu bieten hatte. Mittlerweile kickt er in der B-Liga, hat seinen Ehrgeiz aber noch nicht verloren.
Maik Menke (r.) aus Borghorst gehörte bis 2017 zu den besten Torjägern, die der Fußballkreis Steinfurt zu bieten hatte. Mittlerweile kickt er in der B-Liga, hat seinen Ehrgeiz aber noch nicht verloren. Foto: Strack

Maik Menke gehört neben Christian Holtmann, Alex Hesener und Marvin Bingold zu den besten Torjägern, die die Fußball-Kreisliga A Steinfurt in den letzten Jahren zu bieten hatte. Die drei letztgenannten sind bei ihren Clubs weiterhin aktiv und donnern regelmäßig das Runde ins Eckige. Menke indes hat den Preußen nach der Saison 2018/19 den Rücken gekehrt und sich – zunächst – dem ASC Schöppingen angeschlossen.

Dort spielte er unter Trainer Rafael Figueiredo eine Spielzeit lang und schoss „nur“ vier Tore. Sein letztes datiert vom 20. Spieltag und was das 2:3 in der Partie gegen den SC Südlohn. Unter Michael Straube und Florian Gerke als Coaches kickte Menke 2018/19 zuletzt in Borghorst. Seine Bilanz damals: drei Saisontore. Und nun? Menke hat sich Wacker Mecklenbeck angeschlossen, jagt dem runden Leder jedoch nicht – wie es seinem Leistungsvermögen angemessen wäre – in der ersten Mannschaft in der A-Liga hintehinerher, sondern in der Dritten. „Ich wohne jetzt in Münster. Sven Berghaus hat mich seinerzeit nach Mecklenbeck gelockt, außerdem kannte ich dort auch andere Leute. Eigentlich sollte ich in der Ersten spielen, aber da ich an der Abendschule meinen Techniker gemacht habe, war für regelmäßiges Training keine Zeit. In der Dritten läuft es aber auch ganz gut. Wir können sogar Tabellenführer werden“, versucht der 27-Jährige seinen „Abstieg“ in die B-Liga zu erklären.

Sein Wechsel zum ASC Schöppingen ist Trainer Figueiredo zu verdanken: „Er hatte schon zwei Mal angefragt, und nach 15 Jahren Preußen Borghorst, wo ich fast immer mit den gleichen Leute gespielt habe, dachte ich mir, ich schaue mir den ASC mal an.“ Bei Nicht-Gefallen hätte er sogar wieder gehen können. Aber es gefiel ihm, auch wenn er ganz vorne an „Figu“ als Stürmer nicht vorbei kam. „Der Mann hat Regionalliga gespielt. Ich bin ins linke Mittelfeld gewechselt und habe natürlich weniger Tore geschossen“, erklärt Menke die vier Tore in 15 Spielen – wobei er oftmals nur Kurzeinsätze hatte.

„Nein, verletzt war ich nicht. Das war früher, in 2012, da habe ich mir die Schulter ausgekugelt“, hat auch der Neu-Münsteraner eine Leidensgeschichte zu bieten. In der Halbzeitpause hat er sich bei einem Seitfallzieher die Schulter ausgekugelt. „Das war bei meinem ersten Seniorenspiel. Die anschließende Arthroskopie hat nicht viel gebracht, sodass das immer wieder passiert ist. Michael Straube hat mir die Schulter dann wieder eingerenkt. Hinterher konnte ich das sogar selbst. 2014 war dann eine richtige OP fällig, die dann auch geholfen hat“, hatte Menke zwei Jahre lang Stress mit diesem Gelenk.

Im Gegensatz zur lädierten Schulter ist sein sportlicher Ehrgeiz ungebrochen. Angebote aus Wettringen oder Horstmar hat der Borghorster vor Jahren ausgeschlagen, „weil ich in Borghorst zugesagt“ hatte. Gerne hätte er unter Roland Westers in der Landesliga gespielt, aber das hat sich aus bekannten Gründen zerschlagen. Nun will es Menke in der nächsten Saison bei Costa Fetsch versuchen. „Die Vorbereitung mache ich mit – und dann schauen wir mal, was daraus wird“, lässt er es locker auf sich zukommen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7642096?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F
Nachrichten-Ticker