Laufen: Orga-Team des TB Burgsteinfurt hat sich was einfallen lassen
Steinhart500 – die virtuelle Variante

burgsteinfurt -

Am Sonntag hätte der neunte Steinhart500 stattgefunden. Im Corona-Jahr fällt er allerdings aus und kann auch nicht wie Olympia nachgeholt werden. Aber virtuell können die Laufwilligen mitmachen und ihren neunten Klinker an Land ziehen.

Freitag, 06.11.2020, 16:19 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 16:08 Uhr
Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer (l.) und Claus Muchow vom TB Burgsteinfurt werben für den virtuellen Steinhart500, der als Belohnung einen Stein „Corona Edition“ auf Lager hat.
Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer (l.) und Claus Muchow vom TB Burgsteinfurt werben für den virtuellen Steinhart500, der als Belohnung einen Stein „Corona Edition“ auf Lager hat. Foto: Günter Saborowski

Morgen um 9 Uhr fällt der erste Startschuss zum 9. Steinhart500. Pardon, er könnte fallen, wenn er denn stattfinden würde. Corona und ihre Entwicklung hat Läufern wie auch Organisatoren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Abgesagt!

Dennoch wollen sich Claus Muchow, Dörte Michels und die vielen anderen Mitstreiter beim TB Burgsteinfurt dem Virus nicht komplett geschlagen geben – zumal die Steine der Corona-Edition schon eingekauft waren – und haben eine virtuelle Ausgabe ins Leben gerufen.

Von heute bis zum 29. November gilt das Zeitfenster, in dem jeder Läufer mindestens eine Runde, also 14 Kilometer, absolvieren muss, um einen der Klinker zu bekommen. Mit „Steinhart500 – Jetzt erst recht!“ wollen die TBler dem Virus trotzen und diejenigen, die am Sonntag auf die Strecke gegangen wären, zum Mitmachen animieren. „Wir haben jede Menge Anfragen bekommen, wie das genau ablaufen soll, wie man an den Stein kommen kann und und und“, sagt Dörte Michels, die Vorsitzende des TB Burgsteinfurt und verweist auf die Internetseite www.steinhart500.de, auf der alle möglichen (und unmöglichen) Fragen aufgegriffen und beantwortet werden. Die Originalstrecke muss dabei von den Laufwilligen nicht unter die Sohlen genommen werden, einen Nachweis, dass er oder sie die 14 km gelaufen ist, müssen er oder sie aber schon erbringen, und das sogar ohne Startplatz. Zur Belohnung bekommt jeder Teilnehmer gegen ein kleines Entgelt einen der Corona-Klinker zugesandt.

Und damit das Ganze einen richtigen Schub bekommt, wurde auch gleich die Bürgermeisterin der Stadt Steinfurt als Zugpferd vor den Karren gespannt. Claudia Bögel-Hoyer hat im Vorjahr den Startschuss gegeben, als Markus Scheller in 2:50 Stunden über Stock und Stein schneller war als auf Asphalt und als Sieger durchs Ziel ging. Sie hätte auch morgen wieder zur Startpistole gegriffen – wie es aussieht erneut bei Sonnenschein – und die Teilnehmer des Bagno-Buchenberg-Marathon auf die Runde geschickt. Bei dem avisierten Bombenwetter wäre es (wahrscheinlich) ein neuer Teilnehmerrekord geworden, wenn nicht Corona die halbe Welt in ihrem Griff hätte.

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