Wasserball: Länderspiel in Warendorf
Deutlicher Sieg unter SVO-Beobachtung

Borghorst -

Die Deutschen Wasserballer gewannen nach zehn Monaten Pause in Warendorf ihr erstes Länderspiel – unter strenger Beobachtung eines Borghorster Schiedsrichters.

Donnerstag, 21.01.2021, 14:56 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 16:05 Uhr
Wasserball: Länderspiel in Warendorf: Deutlicher Sieg unter SVO-Beobachtung
Foto: DSV

Deutsche Pokalendrunde, nationaler Supercup, Test-Länderspiele: Wasserball-Schiedsrichter Henning Schürmann vom SV Olympia Borghorst hat am Beckenrand schon einiges erlebt, doch das jüngste Szenario dürfte einmalig bleiben. Der 32-Jährige leitete jetzt in Warendorf das Länderspiel zwischen Deutschland und Georgien, das ohne Zuschauer und unter strengen Corona-Auflagen zur Austragung kam. Die Partie endete mit einem spektakulären 18:9-Erfolg der Hausherren und war für die Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) der erste Auftritt nach zehnmonatiger Spielpause.

Deutschlands beste Wasserballer haben sich dieser Tage bei der Vorbereitung auf das Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam (14. bis 21. Februar) in der Sportschule der Bundeswehr regelrecht verschanzt: „Wir wollen auf dem Weg nach Rotterdam kein Risiko eingehen“, sagt Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin), dessen Team sogar in den dortigen Kasernengebäuden übernachtet. Alle Anwesenden werden regelmäßig getestet; wobei Henning Schürmann und sein Duisburger Schiedsrichterkollege Mirko Arntzen aus Sicherheitsgründen die einzigen externen Gäste der Partie waren.

Nicht nur der Bundestrainer fand Gefallen an der Spielfreude der deutschen Mannschaft: „Ein professionelle Leistung mit tollem Wasserball, die Lust auf mehr macht“, genoss Schürmann trotz des geradezu surrealen Szenarios in der großen Bundeswehrschwimmhalle die Rückkehr an den Beckenrand. In Sachen Wasserball ist der Borghorster ansonsten schon seit Monaten zur Untätigkeit verdammt, nachdem der DSV wie auch der Schwimmverband Nordrhein-Westfalen Ende Oktober kurz vor dem Saisonstart den Spielbetrieb bis in den März ausgesetzt hatten. Auch der heimische SV Olympia Borghorst kann wie fast alle Vereine im Bundesgebiet derzeit nicht trainieren.

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