Serie: „Unsere Fanclubs“
Blau und Weiss wie lieb ich Dich

Borghorst -

516 Mitglieder hat der Schalke-Fanclub Blau-Weiss Borghorst. Die Sportredaktion stellt ihn vor und erklärt auch, warum das Weiss mit Doppel-S geschrieben wird.

Dienstag, 26.01.2021, 13:54 Uhr aktualisiert: 29.01.2021, 15:19 Uhr
G
G

Thorsten Oldach legt Wert auf die exakte Schreibweise. „Wir schreiben uns mit Doppel s und nicht mit ß“, erklärt der Vorsitzende des Schalke Fanclubs „Blau-Weiss Borghorst“. Und den Grund für das bisschen rechtsschreiberische Freiheit fügt er gleich mit an: „In unserem Logo würde ein ß einfach nicht aussehen.“

Mit ihren 516 Mitgliedern bündeln die Borghorster schon geballte königsblaue Power. „Damit gehören wir im Fanclubbezirk ins obere Mittelfeld“, berichtet Oldach. Sieben von ihnen gründeten am 7. April 2005 den Fanclub, legten sich auf die Verteilung der Vorstandsposten fest und luden drei Wochen später ins Preußen-Stübel ein, um weitere Anhänger der Knappen von ihrer Idee zu begeistern. „An jenem Abend sind wir dann auf 45 Mitglieder gewachsen“, erinnert sich Oldach gerne zurück.

Am 7. August 2005 wurde die erste organisierte Busfahrt in Angriff genommen. Es gab einen 2:1-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern. Mittlerweile steuern die Borghorster Königsblauen in Nicht-Corona-Tagen jedes Heimspiel an und setzen dafür einen Bus mit 65 Sitzplätzen ein. Der harte Kern fährt zudem noch drei Viertel der Auswärtsspiele an. Zudem wird einmal im Jahr eine mehrtägige Auswärtstour angeboten. Unvergessen bleibt für Oldach die Tour im März 2015 nach Madrid, als die Gelsenkirchener 4:3 bei Real gewannen und die Königlichen beinahe aus der Champions League geworfen hätten. „Kurz vor Schluss verpasst Benedikt Höwedes das 5:3. Damit wären wir dann weiter gewesen“, hat der Vorsitzende noch genau vor Augen.

Aber auch abseits des Rasenrechtecks formieren sich die Blau-Weissen aus Borghorst häufig. Im Wechsel finden Familien- und Sommerfeste statt, zudem locken die Blau-Weisse Nacht für Erwachsene und das beliebte „S04-Rudelgucken“. Location ist vielfach die Gaststätte Börger, der Stammsitz des Fanclubs. Und aktiv sind die Borghorster auch. Montags wird in der Soccerworld Borghorst gekickt. Und das soll auch so bleiben, wenn es die Corona-Lage wieder erlaubt.

Bei Blau-Weiss Borghorst nehmen die weiblichen Mitglieder eine tragende Rolle ein. Sie firmieren unter „Erwins Töchter“ und treffen sich alle acht Wochen zum Plaudern. Das Hauptthema ist natürlich S04.

Was sich Thorsten Oldach für die Zukunft wünscht, das ist ganz klar: den Klassenerhalt in der Bundesliga. „Und dass bei uns im Fanclub alles so läuft wie bisher und dass weiterhin so viele aktiv bleiben. Aber da gibt es echt nix zu meckern“, erklärt der Vorsitzende.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7784831?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F
Nachrichten-Ticker