Fußball: Emsdettener Fraktion ist beim Borghorster FC gesetzt
Grand mit Vieren

Borghorst -

Zwei gehörten bereits zum Inventar, zwei sind neu im Team: Der Zuwachs aus Emsdetten, Paul Teupe und Ma Rengers, haben den Borghorster FC sportlich nach vorne gebracht.

Donnerstag, 04.02.2021, 12:57 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 15:26 Uhr
Nils Schemann (o.l.), Ben Hermeling (o.r.), Max Rengers (u.l.) und Paul Teupe (u.r.) bilden die vierköpfige Emsdettener Fraktion beim Bezirksligisten Borghorster FC.
Nils Schemann (o.l.), Ben Hermeling (o.r.), Max Rengers (u.l.) und Paul Teupe (u.r.) bilden die vierköpfige Emsdettener Fraktion beim Bezirksligisten Borghorster FC. Foto: Thomas Strack

Der Borghorster FC hat bislang eine prima Rolle in der Fußball-Bezirksliga gespielt. Platz zwei hinter Spitzenreiter Greven 09 – das kann sich für den Fusionsverein sehen lassen. Hinter dem Erfolg steckt auch ein großes Stück Emsdetten, denn vier Leistungsträger des aktuellen BFC-Kaders kommen aus der Jutestadt.

Die beiden Außenverteidiger Nils Schemann und Ben Hermeling gehören schon zum Inventar, spielten sie doch bereits vorher beim BFC-Vorgängerverein SV Wilmsberg. Max Rengers und Paul Teupe sind hingegen echte Neuzugänge. Was alle vier eint, das sind ihre sportlichen Wurzeln bei Borussia Emsdetten.

„Wir hatten eine echte Nummer neun gesucht, und Paul stand bei uns ganz oben auf dem Zettel. Der hat gegen uns fast immer Tore gemacht. Und von Max wussten wir, dass er sich sportlich verändern wollte. Da haben wir einfach mal unseren Hut in den Ring geworfen“, erklärt Michael Straube, der zusammen mit Florian Gerke das BFC-Trainertandem bildet.

Rengers war bei der ersten Mannschaft der Borussen in der Westfalenliga nicht mehr glücklich. Seitdem er die Meisterschule für Kunststoff- und Kautschuktechnik besucht, war Training nur eingeschränkt möglich, was unter anderem dazu führte, dass sich seine Einsatzzeiten reduzierten. „Es ergab für mich keinen Sinn mehr, die langen Fahrten in der Westfalenliga inkauf zu nehmen, um dann nur zehn Minuten aufzulaufen. Ich wollte wieder mehr spielen“, erklärt der Verfahrensmechaniker, der drei Jahre lang in der Nachwuchsabteilung des VfL Osnabrück aktiv war.

Ähnlich erging es fünf Jahren zuvor Schemann und Hermeling, die der Borussia den Rücken kehrten, weil sie in Wilmsberg für sich eine bessere Perspektive sahen. Eine Entscheidung, die sie nie bereut haben. „Das Team ist einfach überragend“, schwärmt Schemann, während Hermeling die fußballerische Qualität lobt und davon spricht, dass das Zusammenspiel von Erfolg und Chemie stimmt.

Das kann Mittelstürmer Teupe nur unterstreichen. Ihm wäre im September beinahe das Kunststück gelungen, den Ex-Verein aus dem Kreispokal zu werfen. Zwei Tore gelangen ihm, als der Borghorster FC erst im Elfmeterschießen den Kürzeren zog. „Da hätten mir über WhatsApp beinahe sogar einige Leute aus dem Borussia-Umfeld die Freundschaft gekündigt“, schmunzelt Teupe. Und für Rengers war die Partie ein Fingerzeig, „dass mit unserer Mannschaft zu rechnen ist“.

„Mit den vier Jungs haben wir einen super Fang gemacht. Das sind alles absolute Teamplayer, die permanent gute Stimmung verbreiten und nach jedem Training mit am längsten in der Kabine bleiben“, weiß Trainer Straube, was er an seinem Emsdettener „Grand mit Vieren“ hat.

In der regulären Saison trainiert der BFC drei Mal in der Woche, hinzu kommen die Spiele. Das heißt, dass die Emsdettener Fahrgemeinschaft auch genug Zeit miteinander im Auto verbringt: Das zentrale Thema ist da natürlich Fußball: Von der Bezirksliga über die Bundesliga bis hin zur Champions League wird alles durchgequatscht. „Da wird dann auch mal geflachst“, berichtet Linksverteidiger Hermeling, seines Zeichens genau wie Schemann und Teupe waschechter Schalker, während Rengers‘ Herz für den FC Bayern München schlägt.

Da die Saison frühestens Anfang April wieder beginnt, muss sich das Quartett individuell fit halten. Alternativ zu den Läufen bietet die Mannschaft montags ein Online-Training an, über das sich die Mitspieler über Zoom zuschalten können. In der Regel leitet Marius Wies die Einheiten, die sich im Wesentlichen aus Stabilisationsübungen zusammen setzen. Und auch Paul Teupe gab mal den „Vorturner“, schließlich ist er als angehender Sportlehrer vom Fach.

Sollte die Saison fortgesetzt werden, blicken die vier Emsdettener der Restspielzeit durchaus optimistisch entgegen. Chancen, Greven noch abzufangen, gibt es schließlich. „Ich wäre kein guter Sportler, wenn ich nicht daran glauben würde, dass da noch was geht“, positioniert sich Schemann, der aber auch klarstellt, dass der Aufstieg kein Muss ist. Darin sind sich die vier Emsdettener einig.

Genauso einig wie darin, dass der Borghorster FC für sie genau der richtige Verein ist. Die Zusagen für einen Verbleib in der Saison 2021/22 liegen vor – von allen vieren.

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