Biathlon-Bundestrainer
Nach Mixed-Drama: Hönig mahnt Regelpräzisierung an

Pyeongchang (dpa) - Nach dem abgewiesenen Protest im Mixed-Staffel-Rennen hat Biathlon-Bundestrainer Gerald Hönig eine Präzisierung der Regeln vom Weltverband IBU gefordert.

Mittwoch, 21.02.2018, 11:36 Uhr aktualisiert: 21.02.2018, 11:38 Uhr
Gerald Hönig ist von der Richtigkeit des Protests überzeugt.
Gerald Hönig ist von der Richtigkeit des Protests überzeugt. Foto: Michael Kappeler

«Diese Entscheidung lag doch sehr einem Kaugummi-Paragrafen zugrunde», sagte der 59-Jährige am Donnerstag. Tags zuvor hatte ein Protest der Deutschen nach dem Zielsprint zwischen Arnd Peiffer und dem Italiener Dominik Windisch um Bronze keinen Erfolg. Windisch hatte nach Sicht der Deutschen Peiffer im Zielkorridor den Weg abgeschnitten.

Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Peiffer hatten nach dem Rennen mit der Regel argumentiert, dass ein Spurwechsel im Zielkorridor nicht erlaubt sei. Das Problem: Bei Einführung der Zielkorridore vor einigen Jahren wurde diese Auslegung zwar so kommuniziert und auch schon danach geahndet. Nur in den IBU-Regeln exakt schriftlich festgehalten wurde es nie.

«Wir haben nach langem Studium unseres Regelwerkes festgestellt, dass eine klarere Definition des Verhaltens im Korridor erfolgen muss», mahnte Hönig an. So wie die Regel jetzt formuliert sei, sei eine Entscheidung in die eine wie andere Entscheidung möglich. Die Deutschen hatten lange auf Goldkurs gelegen. Peiffer patzte aber am Schießstand und gab dann sogar noch eine Medaille aus der Hand.

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