Cottbus gewinnt 2:1 gegen Preußen Münster
Kein Stadion der Freundschaft

Münster/Cottbus - Preußen Münster hat das letzte Spiel des Jahres in der 3. Liga mit 1:2 (0:1) bei Energie Cottbus verloren. Es reichte nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Benjamin Siegert vor 6848 Zuschauern im Stadion der Freundschaft. Münster überwintert dennoch auf einem Aufstiegsrang als Zweiter.

Samstag, 20.12.2014, 14:19 Uhr aktualisiert: 21.12.2014, 12:49 Uhr
Fußball Symbolfoto dpa Preußen Münster gegen Energie Cottbus
Kein guter Tag für die Preußen. Im Stadion der Freundschaft mussten sie sich gegen Energie Cottbus mit 2:1 geschlagen geben. Foto: Jürgen Peperhowe

Ende der Serie ausgerechnet im letzten Spiel vor der Winterpause. Preußen Münster unterlag bei Energie Cottbus vor 6848 Zuschauern mit 1:2 (0:1). Die Führung durch Zybnek Pospech (12.) glich Benjamin Siegert (47.) aus, ehe Tim Kleindienst (79.) dem ehemaligen Bundesligisten das 2:1 bescherte. Das Team von Trainer Ralf Loose geht dennoch als Tabellenzweiter und damit auf einem Aufstiegsrang in das neue Jahr.

Münster in Cottbus , neue Namen fehlten dabei in der Preußen-Aufstellung. Der Einsatz von Rogier Krohne (6 Saisontore) beendete die einzige Personalsituation rund um die SCP-Startelf, der Niederländer hatte gegenüber Marcel Reichwein die Nase vorn. Der siebenfache Torschütze hatte unlängst einen Monat verletzungsbedingt pausieren müssen. Ansonsten gab es nach zuletzt acht Partien ohne Niederlage herzlich wenig Gründe, das Team zu verändern.

Preußen Münster gegen Energie Cottbus

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  • Piossek gegen Fanol Perdedaj

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foul an Bischoff, Auseinandersetzung an der Trainerbank und Platzverweis für Trainer Ralf Loose

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foul an Bischoff, Auseinandersetzung an der Trainerbank und Platzverweis für Trainer Ralf Loose

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Energie Cottbus - Foul an Bischoff, Auseinandersetzung an der Trainerbank und Platzverweis für Trainer Ralf Loose

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Piossek gegen Manuel Zeitz

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  • Schöneberg

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Piossek gegen Tim Kleindienst und TW Kevin Müller

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  • Siegert gegen Manuel Zeitz

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  • Schmidt gegen Zbynek Pospech

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  • Schöneberg gegen Torsten Mattuschka

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  • Piossek wird von Tim Kleindienst gefoult

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  • Stefan Krämer

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Piossek gegen Manuel Zeitz

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  • Schöneberg und Conny Müller-Rensmann

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  • Stefan Krämer

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  • Piossek gegen Manuel Zeitz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foul an Bischoff, Auseinandersetzung an der Trainerbank und Platzverweis für Trainer Ralf Loose

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foul an Bischoff, Auseinandersetzung an der Trainerbank und Platzverweis für Trainer Ralf Loose

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foul an Bischoff, Auseinandersetzung an der Trainerbank und Platzverweis für Trainer Ralf Loose

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe

Es war eine schwächere erste Halbzeit der Gäste aus Münster im Vergleich zu den Partien in den letzten Wochen. Eine richtig gute Torchance konnte nicht notiert werden. Aber der SCP verlor auch zu viele Zweikämpfe, agierte nicht ganz so aggressiv wie die Hausherren. Cottbus lotete vielmehr bei Schiedsrichter Markus Wingenbach aus, wie weit man gehen durfte. Da waren keine ruppigen Foulspiele dabei, aber doch eine Menge mehr als von den Preußen zu beobachten.

Und Cottbus profitierte von den teils behäbigen Aktionen der Münsteraner. Eigentlich war vor dem 1:0 die Situation auf der rechten Abwehrseite der Preußen alles andere als gefährlich, doch die zwei Zweikämpfe verliefen zugunsten der Hausherren. Dann passte der aufgerückte Robin Szarka clever auf Zbynek Pospech, der SCP-Schlussmann Max Schulze Niehues von halblinks überwand. Das war zu einfach für die Cottbusser gelaufen.

In der Folgezeit versuchte sich der SCP an Spielkontrolle, erstes offensives Lebenszeichen war ein Freistoß von Dominik Schmidt (22.), ein Schuss von Erik Zenga (26.) ging in die Wolken, viel mehr passierte nicht. Münsters Flügel fanden einfach keine Lücken gegen die Energie-Verteidiger. Das machte Cottbus, auch mit dem 1:0 im Rücken, ganz gut. Und vor der Pause verzeichnete Energie durch Ebewar-Yam Mimbalas Kopfball, einen Weitschuss von Marco Holz sowie einen Kopfball von Pospech weitere Chancen. Die waren vielleicht nicht von Topqualität, aber immerhin hatte der Tabellensiebte Szenen, Münster eben nicht.

Der Gang von den Kabinen auf das Spielfeld. Foto: Alexander Heflik

Richtig aufregend wurde es in der 44. Minute, wieder war Pospech beteiligt. Er holte Münsters Spielmacher Amaury Bischoff von den Beinen. Das erregte die Gemüter. Die der Cottbusser, weil sie meinten, Bischoff würde nur die Opferrolle nach einem harten Tackling vortäuschen. Münsters Bank, genau davor passierte der Vorfall, war auch in heller Aufregung, weil Wingenbach zuvor den Gastgebern viele Foulspiele nahezug ungeahndet hatte durchgehen lassen. So kam es zur Rudelbildung, zum Geschubse und Gezeter. Referee Wingenbach zeigte Pospech die Gelbe Karte für das Foulspiel, was in Ordnung war, und schickte den Mannschaftsarzt von Cottbus wie auch Münsters Coach Ralf Loose auf die Tribüne. Beide sollen es zu wild bei diesem vierminütigem Intermezzo getrieben haben.

Fazit: Münster konnte sich über das 0:1 nicht beschweren, zu wenig hatte das Team nach vorne getan. Aber zumindest waren die „Grünen“ jetzt wachgeküsst von der Aufregung der Schlussphase von Halbzeit eins.

Münster war wach. Dominik Schmidt klärte, spielte direkt einen öffnenden Pass auf die rechte Seite, Rogier Krohne machte gleich mal weiter und ermöglichte Benjamin Siegert die Einschusschance zum 1:0 – der Routinier ließ sich nicht lange bitten und markierte den Ausgleich. Was für ein Comeback in Minute 47.

Was aber nicht für einen galt: Ralf Loose meinte nach Wiederanpfiff, er wolle wieder direkt wieder auf der Preußenbank Platz nehmen – was Schiedsrichter Wingenbach nicht so sah, und den 51-Jährigen in die Kabine schickte. Loose monierte, dass er bepöbelt und bespuckt worden sei auf der Tribüne, deshalb war er wieder zurück zu den Seinigen gekehrt. So aber wanderte Loose nun ab in die Kabine. Die Kommandos kamen nun per stiller Post, der Zeugwart signalisierte aus dem Tunnel zu den Kabinen etwas den Auswechselspielern, die funkten es weiter an Scout Harald Menzel, der es wiederum Co-Trainer Babacar N'Diaye mitteilte. Wozu gibt es eigentlich Handys?

Zehn Minuten nach dem Ausgleich hatte der SCP die Chance zur Führung, doch Krohnes Kopfball nach perfektem Pass von Zenga war zu ungenau. Vielleicht war das ausgleichende Gerechtigkeit, weil kurz zuvor Energie-Verteidiger Uwe Möhrle aus noch besserer Lage ebenfalls nicht einköpfen konnte. Jetzt war Feuer in der Partie.

Foto: Alexander Heflik

Die Messer waren gewetzt, jeder teilte jetzt aus, jeder steckte ein, packend war es. Große Chancen gab es aber nicht. Doch die Preußen waren jetzt besser dabei, hatten einige gute Szenen durch Benjamin Siegert und Mehmet Kara. In der Verteidigung arbeitete sich Dominik Schmidt am Gegner ab. Auch Cottbus gab nicht klein bei.

Schon gar nicht in der 79. Minute, als der SCP im Mittelfeld den Ball verlor, die rechte Abwehrseite verwaist war und ein Pass von Anton Makarenko den Weg zu Tim Kleindienst fand. So kam Cottbus zur 2:1-Führung. Die Preußen antworteten, ein Zuspiel von Mehmet Kara (83.) konnte Abdenour Amachaibou nicht verwerten. Aber im Strafraum passierte zu wenig beim SCP, richtig beschweren konnte sich kein Adlerträger nach dieser Niederlage.

Tweets zum Spiel #FCESCP

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