Münster erwartet Dynamo
Loose hat den Dresden-Plan im Kopf

Münster -

Ralf Loose hat bei Dynamo Dresden einen besonderen Status. Er führte die Sachsen in einem spektakulären Saisonfinale 2011 auf den Relegationsrang in der 3. Liga und anschließend zum Aufstieg in die 2. Bundesliga – der VfL Osnabrück stolperte damals über Dynamo. Half dem heute 51-Jährigen aber auch nicht, denn im Dezember 2012 musste er dann gehen.

Sonntag, 01.02.2015, 10:00 Uhr aktualisiert: 01.02.2015, 13:41 Uhr
Zweiter Neuzugang in Münster: Nach Aaron Berzel aus Darmstadt holte der SCP nun Thorsten Schulz (links) von Erzgebirge Aue.
Zweiter Neuzugang in Münster: Nach Aaron Berzel aus Darmstadt holte der SCP nun Thorsten Schulz (links) von Erzgebirge Aue. Foto: Jürgen Peperhowe

Seitdem wurde in Dresden geheuert und gefeuert, Stefan Böger ist in der Chronik der Loose-Nachfolger schon die Nummer fünf. Am Sonntag treffen die beiden lizenzierten Übungsleiter im Preußenstadion in Münster erneut aufeinander. Der 3:1-Hinspielerfolg ist Bögers Trumpf. Der Aufschwung des SCP im Herbst der von Loose .

Münster gegen Dresden ist, nach der Absage von VfL Osnabrück gegen Spitzenreiter Arminia Bielefeld der Knüller des 23. Spieltages. Es geht noch nicht um alles, aber der Sieger, wenn es einen gibt, schlägt mit der Faust auf den Tisch und zeigt neun weiteren Aufstiegsmitbewerbern Stärke. Der Psycho-Effekt könnte wirklich groß sein.

Loose hat dabei einen Plan, man könnte es auch das Dresdner Vermächtnis nennen. „Wenn wir bis zum 32. Spieltag ganz nah an den Aufstiegsrängen sind, werden wir es im Endspurt schaffen“, sagt er. Loose will seine persönliche Drittliga-Story wiederholen, mit Dynamo holte er 2011 gleich 16 Punkte aus den letzten sechs Partien. Sensationell, denn: „Ich war nur gekommen, um die neue Saison zu planen.“

Münster gegen Dresden wird aber auch zum Hochsicherheitsspiel, erstmals werden zwei Wasserwerfer in der Nähe des Stadions positioniert. Dynamos Anhang mit 2100 Mann wird einiges im negativen Sinne zugetraut, zumal eine Woche später kein einziger Dresdner das Heimspiel gegen RW Erfurt verfolgen wird. Der DFB hat diese Partie zu einem Geisterspiel erklärt.

Derweil kann sich die zum Top-Favoriten aufgestiegene Arminia aus Bielefeld weiter vorbereiten. Durch die Transfers von Koen van der Biezen (Karlsruher SC) sowie Manuel Junglas (VfR Aalen) wurde das Team von Norbert Meier weiter „aufgemotzt“, kein Weg führt an den Ostwestfalen vorbei. Der Coach freut sich nun über die „Qual der Wahl“.

Dagegen konnte der überraschend starke VfL personell nicht nachlegen. Bielefelds Pascal Testroet passt nicht ins Budget. Der Umbau der Mannschaft durch Trainer Maik Walpurgis ist aber bis hierhin schon ein großer Erfolg.

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