Fußball: 3. Liga
Auch für das Derby gilt: Bischoff will nur spielen

Münster -

Amaury Bischoff hat sich nach einem schwachen Jahr wieder zum Leistungsträger beim SC Preußen gemausert. Im Derby gegen den VfL Osnabrück wartet dennoch ein schwerer Gang auf den Franzosen, der vor einem Jahr Tom Merkens vom niedersächsischen Erzrivalen schwer foulte.

Freitag, 06.02.2015, 06:34 Uhr aktualisiert: 06.02.2015, 13:54 Uhr
Nach dem 1:1 in der Vorsaison: Amaury Bischoff (links) umarmt den Neu-Osnabrücker Massimo Ornatelli.
Nach dem 1:1 in der Vorsaison: Amaury Bischoff (links) umarmt den Neu-Osnabrücker Massimo Ornatelli. Foto: Jürgen Peperhowe

Amaury Bischoff hat da eine klare Meinung. Er habe, sagt der Mittelfeldspieler des SC Preußen Münster , sich mehrfach entschuldigt: „Es tut mir wirklich leid, gerade wenn ich lese, dass meine Gegenspieler immer noch verletzt ist. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht der Spieler bin, der seine Gegner abgrätschten oder gar verletzen will. Das ist nicht meine Art.“

Es passierte am 1. März 2014, als Münsters Mittelfeldmotor deutlich zu spät und zu hart gegen den Osnabrücker Tom Merkens einstieg. Bischoff sah die Rote Karte für das Tackling. Osnabrücks Trainer Maik Walpurgis war entsetzt. Seitdem ist der VfL-Akteur verletzt, ein erstes Comeback platzte, Merkens wurde erneut operiert, sein Comeback ist wohl erst in der nächsten Saison zu erwarten.

„Ich weiß natürlich, dass mich die Osnabrücker auspfeifen werden, doch das spielt keine Rolle für mich. So eine Partie ist Kopfsache, ich werde mich nur auf das Spiel konzentrieren, nicht mehr oder weniger“, sagte Bischoff in einem Video-Interview während des Trainingslagers. In der Tat ist der 27-Jährige in seiner dritten Saison beim SCP wieder zu alter Stärke zurückgekehrt.

Dass der Verein zu Beginn der Derby-Promotion ein Plakat mit seinem Konterfei aufgelegt hat, dieses dann aber zurückzog und damit klarstellte, den Osnabrücker Anhang nicht provozieren zu wollen, damit kann Bischoff leben: „Ich hatte keinen Einfluss auf das Plakat.“

Positiv für die Gastgeber: Die Derby-Bilanz der Preußen gegen Osnabrück fällt gut aus. Die letzten sechs Partien wurde vom SCP nicht mehr verloren, in den letzten fünf Begegnungen war Amaury Bischoff dabei. In seiner Premierensaison in Münster traf der Franzose zur 1:0-Führung in Osnabrück, die Preußen siegten 2012 mit 2:0. Auch im Rückspiel steuerte Bischoff eine Torvorarbeit zum 3:1-Erfolg bei. Nach der abgelaufenen schwachen Serie, die Bischoff abgehakt hat, ist er wieder im Aufwind. Unter Trainer Ralf Loose spielt er die zentrale Rolle im Mittelfeld. Nach dem Ausfall von Erik Zenga trifft er mit Jens Truckenbrod seinen „alten“ Partner wieder.

Die Preußen werden die Partie selbstbewusst antreten, Bischoff hin oder her. Der Sieg über Dynamo Dresden gibt Selbstvertrauen, am Ende wurde die Partie nach einem 0:1-Rückstand noch zum 2:1-Erfolg gedreht. Bischoff trug seinen Teil dazu bei. Die Osnabrücker dagegen warten noch auf den ersten Einsatz in diesem Jahr. Das Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld fiel den Bedingungen zum Opfer.► Für das Derby waren am Donnerstagabend noch etwa 1100 Karten erhältlich.

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