Preußen besiegen Osnabrück 2:0
Münster verlässt sich auf seinen Bischoff

Preußen Münster bleibt auf Aufstiegkurs. Mit 2:0 besiegte Münster vor 14 300 Zuschauern den VfL Osnabrück. Zweifacher Torschütze: Amaury Bischoff. Zumindest bis Sonntagnachmittag ist der SCP Tabellenführer.

Samstag, 07.02.2015, 16:07 Uhr
Amaury Bischoff
Mit einem Doppelpack entschied Amaury Bischoff das Spiel gegen den VfL Osnabrück. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster ist Bischoffs-Sitz: Amaury Bischoff heißt der Mann, der die Domstadt am Samstagnachmittag mit seinen beiden Treffern zum 2:0-Sieg auf Wolke sieben schoss. Dass damit das prestigeträchtige Derby gegen Osnabrück einmal mehr an die Preußen ging, war die eine Nachricht, das Münster im Aufstiegsrennen weiter auf Kurs bleibt zweifellos die noch wichtigere.

Im Preußenstadion ticken die Uhren ein wenig anders: Wie schon in der Vorwoche gegen Dynamo Dresden blieb den Trainern auch beim Derby gegen Osnabrück etwas mehr Zeit, die Strategie zu planen. Bis das ausverkaufte Haus an der Hammer Straße wirklich gefüllt war, brauchte es etwas länger. Um 14.13 Uhr führte Schiedsrichter Markus Schmidt die beiden Teams aufs Feld - um 14.15 Uhr rollte dann der Ball - und vom Osnabrücker Fanblock zogen die ersten lilafarbenen Nebelschwaden auf. Zwei Minuten später qualmte es auch im Preußenblock - die nächste Rechnung für beide Vereine ist bei der DFB-Zentrale in Arbeit.

Derby-Bilder: Preußen Münster gegen VfL Osnabrück

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  • Der Matchwinner: Amaury Bischoff schoss beide Tore für den SCP.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Osnabrücks Trainer Maik Walpurgis ist bedient.

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  • So sehen Sieger aus.

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  • Preußenfans hüllen die Ostkurve zu Spielbeginn in schwarz-grünen Nebel.

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  • Auch die Osnabrücker können es nicht lassen.

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  • Vor dem Spiel gelöste Stimmung zwischen den Kontrahenten. Der verletzte SCP-Spieler Erik Zenga scherzt mit Osnabrücks Stanislav Iljucentko.

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  • „Westfälischer Friede“ war das Motto, unter das beide Vereine das Derby im Vorfeld gestellt hatten.

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  • Im Spiel ging es trotzdem ordentlich zur Sache. Schulz lässt Iljutcenko abheben.

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  • Auf der Gegenseite fällt Reichwein im Duell mit Iljutcenko.

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  • Ex-Preuße Addy-Waku Menga im Duell mit Amaury Bischoff, der Preußen mit einem Doppelpack zum Sieg schoss.

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  • Reichwein im Zweikampf mit Falkenberg

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Aggressiv ging es auch auf dem Spielfeld zu - allerdings noch im Rahmen der Regeln. Beide Teams nahmen von Beginn an den Kampf auf und ließen dem Gegner wenig Raum zur Spielentwicklung. Osnabrück zeigte sich dabei deutlich aktiver als vor Wochenfrist die Sachsen und bestimmte nach sehr kurzer Warmlaufphase die Partie.Die Preußen hatten große Mühe, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien - und taten dies dann auch kaum. Es dauerte bis zur 26. Minute, ehe sich die Gastgeber wieder an die Abmessungen des eigenen Platzes erinnerten. Jens Truckenbrod durfte zwei Mal aus der Distanz Maß nehmen, traf erst den Gegner, dann fünf Meter neben den Kasten. 

Doch auch ohne die ganz großen Torchancen blieb die Partie spannend und intensiv. Schiedsrichter Schmidt dokumentierte den hohen Einsatzwillen beider Teams mit einer Flut von gelben Karten. Allein in den ersten 30 Minuten zückte er fünf Mal den Karton - und hinterließ damit keinen bleibenden Eindruck bei den Protagonisten. Jede Aktion war um kämpft, Zeit zum Rasten gab es nicht. Die beste Chance hatten nach 35 Minuten, als Stanislav Iljutcenko das Leder aus einem Meter nicht im Preußen-Tor unterbrachte. Auf der Gegenseite stand VfL-Keeper Daniel Heuer Fernandez erstmals im Blickpunkt, als er einen Schöneberg-Schuss nicht festhalten konnte. Beim Kampf um den Abpraller brachte Iljutcenko Marcel Reichwein zu Fall, in den Augen des Schiedsrichters allerdings nicht regelwidrig genug für einen Elfmeterpfiff. In die Pause ging es mit 6:1 Ecken für die Gäste, die auch in der Kartenstatistik mit 4:3 vorn lagen. Tore Fehlanzeige: Noch standen Aufwand und Ertrag auf dem Feld in einem krassen Missverhältnis.

Stimmen zum Spiel

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  • Siegert: Das hat man schon beim Aufwärmen gesehen, dass wie das gewinnen. Osnabrück ist schön ins Warme gegangen und hat sich warme Gedanken gemacht. Wir hatten Feuer unterm HIntern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bischoff: Ich habe in der Pause gesagt, ich brauche nur ein paar Freistöße. Pio hat da gut zugehört und erst den Freistoß und dann den Elfmeter rausgeholt.
    Das war mein elftes Derby mit den Preußen, ich habe noch keins verloren
    Es ist mir egal, was die Osnabrücker Presse schreibt. Morgen kann da nichts anderes stehen als: Traumtor Bischoff

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Loose: Ein packendes Derby vor fantastischer Kulisse. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Walpurgis: Ein Spiel auf Augenhöhe. Am Ende entscheid die individuelle Klasse - und da war Preußen heute besser.

    Foto: Jürgen Peperhowe

In Halbzeit zwei nahm die Partie dann noch einmal Fahrt auf. Amaury Bischoffs Freistoß landete am Außenpfosten (50.), Iljutcenkos Nahdistanz-Kopfball entschärfte Schulze Niehues eine Minute später. Plötzlich waren beide Tore mit im Spiel. Der erste Treffer lag in der Luft - und fiel schließlich in der aus Preußensicht richtigen Hälfte. Kunstschütze Amaury Bischoff zirkelte das Leder bei einem direkten Freistoß in den Winkel des VfL-Gehäuses - Prädikat Weltklasse. Münster führte 1:0 und ein Großteil der 14300 Zuschauer drehte kräftig am Lautstärkeregler. Bischoff ließ sich kurz feiern und stellte sich umgehend wieder in den Dienst der Mannschaft und nach 70 Minuten als letzte Bastion gegen den Gewaltschuss von Osnabrücks Christian Groß auf die Linie des Preußentores. Drei Minuten später drückte der kleine Franzose diesem Spiel endgültig seinen Stempel auf. Marcus Piossek war an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht worden. Den fälligen Elfmeter vollstreckte Bischoff mit dem ganzen Selbstbewusstsein der Grande Nation: 2:0 für Münster - dieses Derby hatte seinen Sieger, und der hieß wie so oft in den vergangenen Jahren Preußen Münster . Der Mann des Tages durfte fünf Minuten vor dem Schlusspfiff unter dem verdienten Applaus der Fans seinen erfüllten Arbeitstag vorzeitig beenden.

Vor dem Derby gegen Osnabrück

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  • Preußen-Fans zündeten auf der Hammer Straße Pyrotechnik, auch zwei Nebeltöpfe. Ein Polizist wurde durch einen Böllerwurf verletzt.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Friedlicher verhielten sich die Osnabrücker Fans bei ihrer Anreise.

    Foto: Klaus Möllers
  • Auf dem Bahnsteig erwarten die Polizisten die Fans aus Osnabrück.

    Foto: klm
  • Der Großteil kommt gegen 12 Uhr in Münster an.

    Foto: klm
  • 1700 lila-weiß gekleidete Fans wurden erwartet.

    Foto: klm
  • Die Anhänger der rivalisierenden Vereine wurden getrennt. SCP-Fans hier...

    Foto: klm
  • ...VfL-Fans da.

    Foto: klm
  • Unter den Augen der Polizei lief bei der Anreise alles friedlich ab.

    Foto: klm
  • Die Osnabrück-Fans wurden durch den Nord-Tunnel...

    Foto: Klaus Möllers
  • ...und den abgesperrten Nord-Ausgang...

    Foto: Oliver Werner
  • ...zu den bereitstehenden Bussen geführt.

    Foto: Oliver Werner
  • Getränkeflaschen und -dosen durften die Fußballfans nicht mit in die Busse nehmen, wurde am Bahnhof durchgesagt.

    Foto: Oliver Werner
  • 14 Busse haben die Stadtwerke für die Osnabrücker zur Verfügung gestellt.

    Foto: Oliver Werner
  • Viele Beamte, wenig zu tun...

    Foto: klm
  • ...auch dieser Vierbeiner kam nicht zum Einsatz.

    Foto: Oliver Werner
  • Wegen zahlreicher Vorfälle in der Vergangenheit gilt das Derby als Brisanzspiel.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Fans des SCP wurden über den Süd-Ausgang (Nähe Hamburger Tunnel) aus dem Bahnhof geleitet.

    Foto: Oliver Werner
  • Unter Begleitung der Polizei...

    Foto: Oliver Werner
  • ...fuhren die Busse zur Hammer Straße.

    Foto: Oliver Werner
  • Am Stadion warteten berittene Polizisten...

    Foto: Klaus Möllers
  • ...und ein Wasserwerfer auf die Anhänger beider Mannschaften.

    Foto: Klaus Möllers

Preußen Münster: Schulze Niehues --Schöneberg, Heitmeier, Schmidt, Schulz -- Bischoff (86. Scherder), Truckenbrod -- Siegert, Piossek (89. Hoffmann), Kara -- Reichwein (72. Krohne) -- Ersatz: Masuch, Berzel, Amachaibou, Riedel, Scherder, Krohne, Hoffmann

VfL Osnabrück: Heuer Fernandez -- Falkenberg, Pisot, Groß, Derchow -- Thee, Feldhahn (80. Avarez), Chahed (80. Tüting), Kandziora -- Menga, Iljutchenko -- Ersatz: Lehmann, Grassi, Tüting, Odenthal, Eiter, Hohnstedt, Alvarez

Tore: 1:0 Bischoff (64./direkter Freistoß)

Zuschauer: 14 300

Gelbe Karten: Heitmeier (9.), Reichwein (15.), Schmidt (42.) / Iljutcenko (9.), Thee (25.), Falkenberg (29.), Groß (43.), Feldhahn (64.)

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