Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Drei Michel-Tore bringen Preußens U 19 neue Zuversicht

Münster -

Fast abgeschlagen war die U 19 des SC Preußen vor dem Heimspiel gegen Viktoria Köln. Durch den 4:2-Sieg schöpft Münster aber neue Hoffnung im Kampf um die Klasse. Kay Michel glänzte als dreifacher Torschütze.

Sonntag, 08.03.2015, 16:59 Uhr aktualisiert: 09.03.2015, 16:10 Uhr
Preußen-Kapitän Marvin Holtmann (r.) gewinnt dieses Kopfballduell gegen den Kölner Peter Schaale und durfte auch am Ende jubeln.
Preußen-Kapitän Marvin Holtmann (r.) gewinnt dieses Kopfballduell gegen den Kölner Peter Schaale und durfte auch am Ende jubeln. Foto: Jürgen Peperhowe

Nach der 19. Runde der Bundesliga schöpfen die A-Junioren des SC Preußen Münster plötzlich neue Hoffnung auf den Liga-Erhalt. Der nach sehr wechselvollem Spiel erzielte erste Heimsieg gelang mit 4:2 (2:0) über Viktoria Köln. Dank der bislang einmaligen Quote von Linksfuß Kay Michel, der als Einwechsler dreimal traf, ist in der allerdings schiefen Tabelle Land in Sicht für die Adlerträger.

Blitzstart dank Erdogan

Ein Blitzstart mit dem 1:0 durch Lokman Erdogan (4.) nach Lennart Stolls Vorarbeit dokumentierte schon den ausdrücklichen Willen der nach vorne orientierten Preußen, die es partout wissen wollten an diesem Sonnentag. Zwei an der Torlatte endende Versuche gehörten dazu – bisweilen fehlte dem Team die Ruhe zum wirkungsvollen Aufbau. Nach Vorarbeit von Nils Burchardt besorgte der gut in Szene gelaufene Michel das zweite Tor (33.), gerade war er für Stoll (Kreislauf) eingewechselt worden. „Das war eine sehr lebendige und taktisch gute Halbzeit von uns“, sagte Trainer Cihan Tasdelen zur verdienten Führung.

Schadt stellt um

Viktoria-Trainer Manfred Schadt, am Rhein meist „General“ genannt, wechselte wirkungsvoll, polte seine Elf auf konsequentes Pressing um. Die fast eingeschüchterten Preußen reagierten nur noch auf die langen Bälle über die Kette und die Tempodribblings der enorm agilen Kölner Offensive. Turgay Gemicibasi (51.) und Senol Ak (60./Foulelfmeter) egalisierten tatsächlich. Michel war derjenige, der per Foul für den Strafstoß sorgte – und doch in die Rolle des Matchwinners schlüpfte.

Defensive Mängel

„Da war so viel Power im Spiel, das konnten die Kölner bei den Bedingungen kaum durchhalten“, erlebte Tasdelen die neue Spielwende. Viktoria offenbarte Defensivmängel. Etliche Preußen kamen im Sechzehner zum Abschluss. Der reaktionsschnelle Michel traf doppelt. Erst per Linksschuss (80.) aus der Drehung, dann per Abstauber (85.) nach Girolamo Tomasellos Fernschuss. „Wer nach dem Spielverlauf so zurückkommt, zeigt Moral“, lobte Tasdelen die Tugend der unverzagten Rückkehrer, die ein klares Statement abgaben: Sie geben den Abstiegskampf noch lange nicht auf.

SCP : Dedovic – Voß, Schweers, Borgmann (77. Gorkow), Danabas – Burchardt, Holtmann – Elitok (87. Sweatte), Erdogan (60. G. Tomasello), A. Tomasello – Stoll (32. Michel).

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