Fußball: 3. Liga
Preußen-Coach Loose stellt sich hinter Reichwein

Münster -

Mit der Doppel-Sechs Marcus Piossek/Amaury Bischoff gingen die Preußen überraschend und mutig ins Spiel. Die offensive Variante zahlte sich aus. Dagegen gibt es erneut Diskussionen um den torlosen Stürmer Marcel Reichwein.

Montag, 09.03.2015, 07:00 Uhr

Marcel Reichwein reagierte selbstbewusst. Der Stürmer des SCP hatte in der überschaubaren ersten Halbzeit zwei aussichtsreiche Aktionen in der Offensive, traf aber nicht ins Schwarze, er bleibt bei acht Saisontoren stehen. Dass er das Murren auf den Rängen in der Folge mitbekam, bestätigte der 28-Jährige. Und blieb bei seinem Credo: „Wichtig sind unsere Siege, nicht, wer die Tore schießt. Was nützt es, den Torschützenkönig zu haben, aber am Saisonende Siebter zu sein?“ Trainer Ralf Loose stellte sich nach Abpfiff demonstrativ hinter seinen Stürmer Nummer eins. Wichtig sei als erstes, dem eigenen Spieler Selbstvertrauen zu geben, das tue er. Und forderte dann, pro Reichwein, alle auf, ihn auch nach Fehlversuchen zu unterstützen und „nicht mit Pfiffen zu begleiten“. Er vertraue auch weiter seinem Mittelstürmer, allerdings stellt Loose für das Saisonfinale klar: „Gegen Regensburg haben unsere Mittelfeldspieler getroffen. Dass die Stürmer auch treffen, wird ein Schlüssel in den letzten zehn Spielen sein.“

Heitmeier krank

Abwehrspezialist Marc Heitmeier fiel am Samstag kurzfristig aus, ein Infekt, vor dem Frühstück meldete er sich bei Loose ab. Deshalb bekleideten Amaury Bischoff und Marcus Piossek die zentralen defensiven Mittelfeldpositionen. Überraschenderweise kam Kapitän Jens Truckenbrod nicht zum Zuge, er hätte nicht einmal einen Platz im 18er Spieltags-Aufgebot erhalten, wenn Heitmeier fit geblieben wäre. Coach Loose wollte nicht so recht erklären, warum er sich gegen Truckenbrod entschieden hatte, sondern vor allem klarstellen, dass die Entscheidung unter dem Strich bei einem 3:0-Heimerfolg die richtige gewesen sei. Truckenbrod hat jedenfalls momentan schlechte Karten.

Unnötige Ampelkarte

Dass Piossek fünf Minuten vor dem Ende die Gelb-Rote Karte sah, stieß Loose aber bitter auf. „Ich hatte ihm noch kurz zuvor gesagt, dass er aufpassen soll.“ Dann aber verhedderte sich Piossek in in einem belanglosen Zweikampf im Mittelfeld gegen Aias Aosman, er fehlt in Großaspach . Loose: „Eine dumme Angelegenheit.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3121669?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686215%2F
Nachrichten-Ticker