Preußen Münster trifft auf Landesligist BSV Schüren
Das Westfalenpokal-Halbfinale fest im Blick

Münster -

Einen Teil seines Sonntags verbrachte Preußen-Trainer Ralf Loose im Willi-Hafer-Stadion in Werl. Er schaute sich das Duell der Landesliga 3 zwischen Gastgeber SV Hilbeck und dem BSV Schüren an. Letztgenannte Mannschaft interessierte Loose besonders, schließlich spielt der Fußball-Drittligist aus Münster am Dienstag (19 Uhr, Preußenstadion) im Westfalenpokal-Viertelfinale gegen das Team von Coach Dimitrios Kalpakidis.

Dienstag, 10.03.2015, 07:17 Uhr aktualisiert: 10.03.2015, 17:13 Uhr
Wieder erste Wahl, zumindest im Westfalenpokal: Torwart Daniel Masuch wird gegen Landesligist BSV Schüren das Preußen-Tor hüten.
Wieder erste Wahl, zumindest im Westfalenpokal: Torwart Daniel Masuch wird gegen Landesligist BSV Schüren das Preußen-Tor hüten. Foto: Peperhowe

Loose hebt warnend den Finger, er will keine unliebsame Überraschung erleben. Schon in den Runden zuvor hatte der SCP vom Ergebnis her gegen die unterklassigen Teams SC Obersprockhövel (3:1), Hammer SV (3:0) und CSV SF Bochum-Linden (3:1) nicht gerade geglänzt. Nun also wieder ein Landesligist mit Schüren, drei Siege fehlen noch auf dem Weg zur Qualifikation für den DFB-Pokal. Münsters zweite Chance auf die Teilnahme an der lukrativen Hauptrunde ist eine Abschlussplatzierung unter den ersten vier in der 3. Liga.

Doch Loose will auf keinen Fall Federn lassen in einem solchen Spiel im eigenen Stadion, wo die Rollen doch klar verteilt sind. Von der siegreichen Mannschaft, die am Samstag Jahn Regensburg mit 3:0 bezwang, wird nur Mittelfeldspieler Marcus Piossek in der Startelf stehen. Da Piossek ziemlich ungeschickt die Gelb-Rote Karte gegen Regensburg kassierte, wird er am Samstag beim Auswärtsspiel in Großaspach außen vor sein. Deshalb soll er gegen Schüren ran. Und noch diese Spieler, wie Loose erklärt: „Alle, die nicht gegen Regensburg gespielt haben, kommen zum Einsatz.“

Das sind durchaus illustre Namen wie Torwart Daniel Masuch, Kapitän Jens Truckenbrod, Aaron Berzel, Fabian Hergesell, Marco Pischorn und einige mehr, die auf dem Spielbericht stehen werden. Sorgen, dass die neuformierte Auswahl Probleme bekommen könnte, hat Loose nicht: „Erstens haben unsere Spieler einen gewissen Anspruch, zweitens genießen sie mein Vertrauen, und drittens sind alle frisch, weil sie am Samstag nicht gespielt haben.“ Die aktuelle zweite Reihe soll es also richten, was von Spielern eines Profi-Kaders auch ohne Überheblichkeit erwartet werden darf.

Preußen Münster - Jahn Regensburg: die Spielerbewertungen

1/11
  • Torhüter: Maximilian Schulze-Niehues - Note 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Kevin Schöneberg - Note 4

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Dominik Schmidt - Note 4

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Simon Scherder - Note 2,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Abwehr: Thorsten Schulz - Note 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Amaury Bischoff - Note 2

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Marcus Piossek - Note 2,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Benjamin Siegert - Note 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeld: Mehmet Kara - Note 3

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  • Mittelfeld: Philipp Hoffmann - Note 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sturm: Marcel Reichwein - Note 4,5

    Foto: Jürgen Peperhowe

► Einzig Benjamin Siegert zog sich eine Blessur im Heimspiel gegen Regensburg zu, der Routinier hat Probleme an der Wade, dürfte aber für Großaspach wieder fit sein.

Westfalenpokal: Halbfinal-Spielorte werden wohl ausgelost

Als erste Mannschaft hat der Regionalligist SC Verl mit dem 10:0-Sieg über SpVgg. Olpe das Halbfinale im Westfalenpokal erreicht. Preußen Münster steht im Viertelfinale gegen BSV Schüren genauso auf dem Sprung in die Runde der letzten vier wie Arminia Bielefeld (Mittwoch beim 1. FC Kaan-Marienborn) und SF Lotte (gegen Concordia Wiemelshausen am 18. März).

Im Semifinale könnte es zu den Paarungen zwischen SF Lotte und Preußen Münster sowie Arminia Bielefeld und dem SC Verl kommen, so sieht es die Auslosung vor. „Ich gehe davon aus, dass sich alle vier Vereine um das Heimrecht bewerben“, sagt Pokalspielleiter Klaus Overwien. In diesem Fall würde das Heimrecht ausgelost werden, und zwar am 20. März in Kaiserau.

Die Arminia ist dabei Pokalverteidiger, drei Mal hat Bielefeld den Westfalenpokal seit 1982 gewonnen. Die Preußen sind dagegen achtfacher Endspiel-Teilnehmer und feierten bislang fünf Siege (1997, 2008, 2009, 2010, 2012).

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