Fußball: 3. Liga
Preußen-Gegner Großaspach – ein bemerkenswerter Club

Münster -

Der nächste Preußen-Gegner schreibt ein paar besondere Geschichten. Aus einer Betriebsmannschaft wurde ein Drittligist. Star des Clubs ist irgendwie eine Schlagersängerin – und auf der Trainerbank wechselt sich bei der SG Sonnenhof Großaspach in dieser Saison ein Duo ab.

Donnerstag, 12.03.2015, 15:42 Uhr
Star aus Großaspach: Schlagersängerin Andrea Berg.
Star aus Großaspach: Schlagersängerin Andrea Berg. Foto: dpa

Darauf wartet die SG Sonnenhof Großaspach noch, mal wie An­drea Berg die Mechatronik-Arena mit dem Status „ausverkauft“ präsentieren zu können. Der 49 Jahre alte Schlagerstar tritt zwei Mal im Jahr in seinem Wohnort auf, und dann sind alle 10 001 Plätze restlos ausverkauft. Drittliga-Aufsteiger Großaspach zieht in der Regel „nur“ 2604 Zuschauer zu den Heimspielen, gegen Dresden waren es in der Hinrunde 7329. Immerhin.

Spielerberater Ferber

Am Samstag, wenn die Preußen dort gastieren, wird es überschaubar sein. Bergs Mann, der Hotelier und Spielerberater Uli Ferber, hofft auf ein Erfolgserlebnis, die SG ist seine persönliche Erfolgstory. Aus der Betriebssport-Mannschaft des Hotels Sonnenhof wurde über die Jahre ein Drittliga-Team.

Rehm wieder da

Der Aufsteiger kommt nach einer ganz ordentlichen Hinrunde nicht so recht voran. Was vielleicht auch mit dem Wechselspiel auf dem Trainerstuhl zusammenhängt. Aufstiegs-Coach Rüdiger Rehm wurde im Oktober freigestellt, er sollte sich voll und ganz auf den Fußballlehrer-Lehrgang konzentrieren. Uwe Rapolder sprang ein. Der heute 56-Jährige wohnt in Heilbronn, gestählt durch seine Erfahrungen beim 1. FC Köln, bei Arminia Bielefeld oder LR Ahlen, traute er sich das Acht-Monats-Engagement zu. Rehms Rückkehr war im Sommer geplant.

Rapolder gibt ab

Rapolders Start war stark, er gewann gleich drei Spiele, doch nach nur zwei Zählern aus sieben Partien wurde Rehm nun zurückgeholt. Sein Lehrgang ist praktisch beendet. Mit Erfolg, zuletzt wurde in Dresden gewonnen, am Mittwoch auch mit 1:0 im „Kellerduell“ bei Borussia Dortmund 2.

Spaß in Dresden

Apropos Dresden: Großaspachs knapp 200 Anhänger mischten sich dabei unter das Dresdner Fan-Volk und sorgten erst für Erheiterung mit dem Plakat: „Damit man uns auch mal hört – könnt ihre bitte 2 Minuten ruhig sein?“ Erst wurde darüber gelacht unter den 28 144 Zuschauern. Als SG-Spieler Matthias Morys nach 67 Minuten das 1:0 erzielte und Dresden die Partie verlor, wurde es mucksmäus­chen still.

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