Eine gute Chance vertan
Münster kann die 1:0-Führung gegen Großaspach nicht ins Ziel bringen

Grossaspach -

Eigentlich war genau das ein Spiel, das eine Spitzenmannschaft am Ende gewinnen sollte, gewinnen muss. Nach der Führung das Ding auf Biegen und Brechen durchziehen, kein Gegentor kassieren, und schon auf der Heimfahrt wäre die Begegnung bei der SG Sonnenhof Großaspach vergeben und vergessen. Doch aus den drei Punkten im Aufstiegskampf wurde es nichts für die Preußen aus Münster, zumindest langte es zu einem grundsoliden 1:1 (1:0) für den neuen alleinigen Tabellendritten aus der Domstadt. Immerhin. Dominik Schmidt traf nach 32 Minuten zur Führung, Simon Skarlatidis glich 13 Minuten vor dem Ende aus.

Sonntag, 15.03.2015, 16:01 Uhr aktualisiert: 15.03.2015, 18:41 Uhr
Geklärt: Jens Truckenbrod (Mitte) und Kevin Schöneberg (rechts) bereinigen gemeinsam diesen Angriffsversuch der Hausherren. Angreifer Marcel Reichwein (kleines Bild links) behauptet den Ball gegen Nicolas Jülich.
Geklärt: Jens Truckenbrod (Mitte) und Kevin Schöneberg (rechts) bereinigen gemeinsam diesen Angriffsversuch der Hausherren. Angreifer Marcel Reichwein (kleines Bild links) behauptet den Ball gegen Nicolas Jülich. Foto: Jürgen Peperhowe

„Ärgerlich, bitter“, sagte Schmidt . Er war an beiden Treffern beteiligt. Und meinte: „Wir hatten Großaspach im Griff, ich habe kaum eine Chance für sie gesehen.“ Wobei Münsters Anführer etwas falsch lag. Denn gleich dreimal musste SCP-Schlussmann Max Schulze Niehues seine Mitspieler vor einem Gegentor bewahren. Andererseits hatten sich die Gäste in der ersten Stunde eigentlich alles zurechtgelegt für den fünften Auswärtssieg der Saison.

Der SCP ging nach 32 meist ereignislosen Minuten in Führung. Nach einem Freistoß von Amaury Bischoff konnten die Hausherren die Situation nicht bereinigen. Dominik Schmidt schaltete am schnellsten und traf in der Nähe des Elfmeterpunktes wie ein klassischer Stürmer trocken und eiskalt zum 1:0.

Tatsächlich waren vom Aufsteiger vor der Pause vor allem harter Einsatz und taktische Disziplin beim Verteidigen zu sehen, nach vorne passierte nichts, der SCP kontrollierte alles sicher.

Doch die Preußen schafften es schlussendlich nicht, aus dem kleinen, aber feinen Chancenplus den entscheidenden Vorteil zu schlagen. Erst klärte Schulze Niehues gegen Tobias Rühle (48.) nach Wiederanpfiff, doch Mehmet Kara vergab nach 54 Minuten die Vorentscheidung. Marcel Reichwein hatte die passende Vorarbeit geliefert. Kara fehlte die letzte Konsequenz, er ärgerte sich selbst am meisten.

Das „kleine“ Unheil, und als solches kann das 1:1 für den Aufstiegsanwärter durchaus auch bewertet werden, nahm so seinen Lauf. Nach einer Stunde klärte Bischoff einen der wenigen schwungvollen Angriffe der Hausherren auf der Linie. Dann halfen die Preußen nach 77 Minuten dennoch mit. Jens Truckenbrod und Dominik Schmidt konnten als letzte Instanzen den durch die Preußen-Abwehr hüpfenden Ball nicht klären, Skarlatidis sagte Danke und verwandelte zum Ausgleich.

Die letzte Antwort blieb dem SCP, doch nach einem Steilpass von Bischoff scheiterte Philipp Hoffmann an SG-Keeper Christopher Gäng. Da waren noch zwei Minuten zu spielen. „Wenn man 1:0 führt und am Ende nicht gewinnt, ist man enttäuscht“, meinte Hoffmann. „Wir haben es nicht geschafft, viele Chancen rauszuspielen, deshalb müssen wir mit dem Punkt leben“, so der Mittelfeldspieler weiter.

Wie schon in den vergangenen Wochen enttäuschten die Preußen nicht, zeigten gewisse Nehmerqualitäten gegen die frontale Gangart der Großaspacher. Aber der Clou, halt ein Sieg, blieb verwehrt. „Unsere Chancen waren da, den Sack zuzumachen. So lassen wir zwei Punkte liegen, aber eigentlich muss man nach dem Spielverlauf mit einem Punkt zufrieden sein“, wusste auch Trainer Ralf Loose nicht, wie er das Resultat korrekt einordnen sollte. Der Sprung auf Rang drei war da kein Balsam. Im nächsten Heimspiel gegen die Reserve des FSV Mainz 05 zählt nur ein Erfolg, aber das ist ja nichts Neues – und wird auch so bleiben.

SG Sonnenhof Großaspach - SC Preußen Münster

1/21
  • 1:1 für Grossaspach durch Simon Skarlatidis (r.) 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rüdiger Rehm 

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  • Jens Truckenbrod 

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  • Siegert gegen Tobias Rühle

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  • Bischoff gegen Nicolas Jüllich 

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  • Reichwein gegen Kai Gehring 

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  • Verletzung Dominik Schmidt 

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  • Schiedrichter Alexander Sather mit Matthias Morys und Thorsten Schulz 

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  • Kara gegen Benjamin Rühle 

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  • Reichwein gegen Nicolas Jüllich 

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  • Siegert gegen Nicolas Jüllich 

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  • Torjubel Dominik Schmidt 

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  • Ralf Loose 

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  • Truckenbrod und Schöneberg gegen Matthias Morys 

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  • Ralf Loose 

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  • Marcel Reichwein 

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  • Simon Scherder 

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  • Marcel Reichwein 

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  • Amaury Bischoff gegen Tobias Rühle 

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  • Torjubel Dominik Schmidt 

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  • Simon Scherder gegen Tobias Rühle 

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