Fußball: B-Junioren-Bundesliga
U 17 der Preußen gibt Sieg gegen Bielefeld in letzter Sekunde aus der Hand

Münster -

Drei wichtige Punkte gegen den Abstieg hatten die Preußen schon fast verbucht, als in der Schlussminute doch noch der Bielefelder Ausgleich fiel – und die Ausbeute gedrittelt werden musste. Am Ende stand es 1:1 in der B-Junioren-Bundesliga.

Sonntag, 15.03.2015, 18:13 Uhr
Großer Einsatz wurde am Ende nur bedingt belohnt: Adrian Knüver und seine Preußen mussten sich mit einem unglücklichen 1:1 gegen Bielefeld zufriedengeben.
Großer Einsatz wurde am Ende nur bedingt belohnt: Adrian Knüver und seine Preußen mussten sich mit einem unglücklichen 1:1 gegen Bielefeld zufriedengeben. Foto: R. Penno

Die letzte Minute zwischen Preußen Münster und Arminia Bielefeld im Spiel der B-Junioren-Bundesliga: Münster führt mit 1:0, ein Erfolg an diesem Samstag wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die Gäste aber erhalten noch einen Freistoß aus 28 Metern Entfernung zum Tor: Sogar der lange Arminia-Torwart Baboucarr Gaye hat sich ins Getümmel geworfen, als Anton Heinz den Ball kurz darauf scharf in den Strafraum tritt. Nach gescheiterten Abwehrversuchen der Preußen liegt dort Innenverteidiger Serkan Gül am Boden und Niklas Wiemann besitzt plötzlich halblinks eine ausgezeichnete Einschusschance. Der Bielefelder wuchtet den Ball volley zum 1:1-Ausgleich ins Netz und dreht jubelnd ab, während die Preußen kollektiv in Rage geraten: „Unfassbar“, schreit Torwart Jonas Averesch, mehrere Adlerträger protestieren beim Schiedsrichter, der kurz nach dem folgenden Wiederanstoß abpfeift.

Timpe wütet

SCP-Trainer Henning Timpe selbst wütet nicht wegen eines vermeintlichen Fouls an Gül, sondern will einen anderen Regelverstoß beobachtet haben. „Einer unserer Spieler wird beim Abwehrversuch danach seitlich unten weggerempelt“, sagt Timpe. Der Schiedsrichter nimmt seine Entscheidung freilich nicht zurück: Zwei Punkte sind für die Preußen verloren. „Das war die letzte Situation, die spielentscheidende“, hadert Timpe, der zuvor ein „mäßiges Bundesliga-Spiel“ gesehen hatte.

Viel Ballbesitz

Die Bielefelder, nominell als Tabellenvierter favorisiert, überließen den Preußen von Beginn an das Feld im Coerder Waldstadion. Timpes Team besaß so meistens den Ball, wusste mit dem aber nichts anzufangen gegen die kopfballstarke Deckung der Arminen. So entwickelte sich eine fade Partie zwischen zwei guten Defensivreihen, bei der die Preußen keinen Zug zum Tor entwickelten und die Bielefelder ihre Gegenstöße nicht gewinnbringend zu Ende spielen konnten. Die Folge: Eine Art Festival aussichtsloser Distanzschüsse. Einziger Aufreger: SCP-Außenstürmer Fabian Schöne wurde bei seinem Abschlussversuch nach einem Eckstoß so arg bedrängt, dass Timpe einen Elfmeter einforderte – vergeblich (27.).

Als die Preußen dann endlich einmal Freiraum hatten, traf gleich Jonas Rüschenschulte nach starkem Dribbling und Vorlage von Ali Ibraim (56.) zum 1:0. Wiemanns Ausgleichstreffer im letzten Moment rückte die Preußen danach wieder bedrohlich nahe in Richtung Abstiegszone.

SC Preußen Münster: Averesch – Möllmann, Gül, Nieddu, Schmidt – Martinovic, Knüver (50. Exner (80. Kappelhoff-Rickert) – Schöne, Schmitz, Ibraim – Rüschenschulte.

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