Preußen Münster: Dreier gegen Mainz ist Pflicht
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Münster -

Das nennt man wohl Pflichtspiel. In der Partie des Tabellendritten, Preußen Münster, gegen den Drittletzten, Mainz 2, zählt für das Team von Ralf Loose nur ein Sieg. Ein Selbstläufer, das betont der Trainer, wird dieses Unternehmen jedoch nicht.

Freitag, 20.03.2015, 14:41 Uhr aktualisiert: 20.03.2015, 18:23 Uhr
Marc Heitmeier (M.) feierte in der Woche Geburtstag und an diesem Samstag sein Comeback. Mit ihm will Münster den Schalter wieder umlegen.
Marc Heitmeier (M.) feierte in der Woche Geburtstag und an diesem Samstag sein Comeback. Mit ihm will Münster den Schalter wieder umlegen. Foto: Peperhowe

Einer Anschluss-Karriere als Hütchenspieler steht für Ralf Loose nichts mehr entgegen: So häufig wie der Preußen-Trainer in der laufenden Saison die Magnete auf der Taktiktafel verschieben musste, dürfte ihm in Sachen Fingerfertigkeit wohl niemand etwas vormachen können. Vor dem 30. Spieltag in Liga drei baut Loose zum 27. Mal die Startaufstellung um, ganze drei Mal konnte er bislang die unveränderte erste Elf des Vorwochenendes ein zweites Mal auf das Feld schicken.

Vor dem Duell gegen die abstiegsbedrohte Mainzer Reserve muss Loose mit Benjamin Siegert (Ohrenentzündung) und Kevin Schöneberg (Sprunggelenks-OP) zwei Starter streichen, kann aber wieder mit Marcus Piossek nach abgesessener Kartensperre und Marc Heitmeier, der in dieser Woche erst gesund und dann 30 Jahre alt wurde, planen. Beide dürften auch mit auflaufen. Wer die Schöneberg-Vertretung auf der rechten Außenbahn übernimmt, ließ der Chefplaner am Freitag noch offen. Aaron Berzel hieße der naheliegende Kandidat, Loose könne sich aber auch vorstellen, Thorsten Schulz von links nach rechts zu verschieben und Fabian Hergesell auf der linken Seite zu einem verhelfen: „Ich denke darüber nach, entschieden habe ich das noch nicht.“ Unabhängig von der Besetzung jedoch baut der Trainer auf das Kollektiv: „Am Ende des Tages zählt das ganze Team, die Leidenschaft, die man ins Spiel bringt.“ Ohne Leidenschaft sei auch die Partie gegen Mainz nicht zu gewinnen, glaubt Loose, der sein Team auf einen Gegner mit „sehr hoher technischer Qualität und spielerisch guter Sub­stanz“ eingestellt hat.

„Bearbeiten und bekämpfen“, lauten die vom Trainer empfohlenen Gegenmaßnahmen – und natürlich die nötige Konsequenz vor des Gegners Tor. Das letzte Stürmertor datiert auf den 1. Februar, als beim 2:1-Erfolg gegen Dresden erst Marcel Reichwein und anschließend Rogier Krohne trafen. Seither erzielte der SCP neun weitere Treffer ohne Beteiligung des Fachpersonals. „Es macht die Entscheidung für mich natürlich nicht leichter“, sagt der Trainer, „wenn die Spieler keine überzeugenden Argumente liefern.“

Am Samstag dürfte zunächst Marcel Reichwein zum Abschluss kommen – mit Rogier Krohne im Nacken, der beim 1:1 in Großaspach „in den Minuten, die er auf dem Platz war, sehr viel geackert hat“, so Loose.

Preußen Münster (voraussichtliche Aufstellung): Schulze Niehues – Berzel, Schmidt, Scherder, Schulz – Bischoff, Heitmeier – Hoffmann, Piossek, Kara – Reichwein.

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