Fußball 3.Liga
Preußen Münster gastiert in Kinderhaus

Münster -

Am Sonntag spielt Preußen Münster das zweite Testspiel der Vorbereitung bei Bezirksligist Westfalia Kinderhaus. Erst in der kommenden Woche wird es weitere Zugänge beim Drittligisten geben, Rico Benatelli und Björn Kopplin werde dabei hoch gehandelt in Münster.

Samstag, 27.06.2015, 16:03 Uhr aktualisiert: 27.06.2015, 16:15 Uhr
SCP Trainer Ralf Loose mit Piossek und Reichwein beim Trainingsauftakt der Saison 2015/2016.
SCP Trainer Ralf Loose mit Piossek und Reichwein beim Trainingsauftakt der Saison 2015/2016. Foto: Jürgen Peperhowe

So ganz genau will sich Carsten Gockel nicht festlegen, wie viele Spieler mit bestehenden Verträgen den Verein in der am Mittwoch beginnenden Transferperiode (bis 15. August) noch verlassen werden – und wie viele Akteure noch geholt werden. Am Sonntag kickt der SC Preußen Münster die zweite Vorbereitungspartie bei Bezirksligist Westfalia Kinderhaus. Um 15 Uhr ist Anstoß auf der Großen Wiese, was natürlich keine Rasenfläche irgendwo in Kinderhaus ist, sondern die Sportanlage der Westfalia.

Fest steht im Moment vor allem, dass der SCP nun gestandene Akteure holen wird. „Schwierig zu sagen“, meint Gockel auf die Frage, wo noch Bedarf besteht. Um dann anzufügen: „Auf der zentralen defensiven Mittelfeld-Position und in der Rechtsverteidigung würden wir als erstes handeln. In den Innenverteidigung und im Angriff sehen wir auch noch Bedarf.“ Wäre also im Idealfall ein Quartett, dass bis zum Saisonstart am 24. bis 26. Juli noch verpflichtet werden würde.

Für die beiden erstgenannten Position wären Björn Kopplin (Union Berlin) und Rico Benatelli (Erzgebirge Aue) wohl geeignete Kandidaten. Beide haben Zweitliga-Erfahrung, beide dürften Startelf-Kandidaten in Münster sein, beide könnten führende Rollen übernehmen. Wenn sie nach Münster wechseln ...

Kopplins Fußball-Vita ist dabei eine besondere. Der 26-Jährige wurde bei Bayern München ausgebildet, insgesamt 36 Junioren-Länderspiele bestritt er in unterschiedlichen Altersklassen. Er wurde beim SCP bereits getestet, die Reaktionen waren positiv. Mit 97 Zweitliga-Partien (1 Tor) für Union Berlin und den VfL Bochum bringt er das mit, was dem SCP bislang bei den meisten Transfers noch fehlte: Erfahrung in einer höheren Liga.

Bislang gab der SCP zwölf Spieler aus dem Aufgebot der Vorsaison ab, zuletzt fanden Dominik Schmidt (Holstein Kiel) und Philip Röhe (FC Eintracht Rheine) neue Clubs. Gerade die Klärung der Personalie Schmidt bringt dem SCP sicherlich auch finanziellen Spielraum, der in Ungnade gefallene Abwehrchef dürfte zu den Top-Verdienern bei den Preußen gehört haben.

Ob weitere gehen? Offiziell gibt es für die drei verbliebenen Kandidaten mit laufenden Verträgen, also Abdenour Amachaibou, Marco Pischorn und Aaron Berzel keine Anfragen. Amachaibou und Pischorn wollen sich aber beim SCP durchsetzen, obwohl sie aktuell wenig Perspektiven bei Trainer Ralf Loose haben. Beide hängen sich rein im Training. Berzel will der SCP auf jeden Fall abgegeben. Der Rechtsverteidiger darf sich bis zum 30. Juni bei Probetrainings in Position bringen, aktuell bestreitet Berzel seine Übungseinheiten bei Erstliga-Aufsteiger Darmstadt 98 und wurde sogar im Testspiel bei Viktoria Urberach (9:1) in der zweiten Halbzeit eingesetzt.

Geholt wurden in Münster bislang sieben Akteure, weitere werden folgen. Kopplin könnte dazu gehoren, aber auch Rico Benatelli. Der 23 Jahre alte Sohn des früheren Erstliga-Profis Frank Benatelli war zuletzt bei Erzgebirge Aue tätig, die 52 Zweitliga-Einsätze waren größtenteils Startelf-Einsätze. Benatelli hat in jungen Jahren schon einige Erfahrungen gesammelt und könnte das komplette Programm in der Mittelfeldzentrale bedienen, also wie man heute sagt die 6, die 8 und die 10 spielen. Auch an ihm zeigt der SCP Interesse, keine Frage. Gockel bleibt aber defensiv: „Ich kommentiere nicht jede Personalie.“

In der Wochenmitte hatte der SCP außer Kopplin noch sechs Testspieler im Einsatz beim 8:1-Sieg über A-Ligist Concordia Albachten. „Wir bleiben im Gespräch, alle Spieler haben einen guten Eindruck hinterlassen“, sagte Gockel. Fabio Abbruzese (22/SV Seligenporten), Wal Fall (22/Austria Lustenau), Sascha Herröder (27/SpVgg Unterhaching), Fabian Burdenski (23/FSV Frankfurt), Stephane Sylla (Mellieha SC/Malta) und Noah Korczowski (21/VfL Wolfsburg II) spielten vor, den alles überragenden Eindruck konnte von diesem Quintett keiner hinterlassen, nichtsdestotrotz war das grundsolide und für den ersten Kontakt zufriedenstellend. Die Preußen dürften aber nun in der Endphase der Planungen für den zukünftigen Kader nur noch Transfers tätigen, bei denen die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass die Mannschaft damit verstärkt wird.

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