Fußball: 3. Liga
SC Preußen Münster schon im Derby-Modus

Münster/Osnabrück -

Am Samstag, wenige Minuten nachdem der SC Preußen Münster das Heimspiel gegen Fortuna Köln mit 3:1 gewonnen hatte, schaltete Amaury Bischoff in den Katakomben des Preußenstadions gleich auf Derby-Modus.

Montag, 21.09.2015, 18:50 Uhr aktualisiert: 22.09.2015, 11:55 Uhr
Bislang Erfolgsgaranten beim SCP: Mehmet Kara und Amaury Bischoff.
Bislang Erfolgsgaranten beim SCP: Mehmet Kara und Amaury Bischoff. Foto: Jürgen Peperhowe / Mareike Stratmann

„Das Derby in Osnabrück findet leider ohne unsere Fans statt. Das ist für den Fußball nicht so gut“, sagte er. Aber gegen Osnabrück zu spielen sei immer ein „geiles Spiel“, fügte er an. Und: „Ich habe 12 oder 13 Derbys gespielt und nur eines verloren.“

Bischoff und die Zuversicht vor dem Aufeinandertreffen mit Osnabrück. In seiner Derby-Hochrechnung findet auch noch Arminia Bielefeld statt. Das wirft er in einen Pott, er, der seit 2012 beim SCP aktiv ist. Und tatsächlich hat der SCP mit dem französischen Spielmacher nur in der letzten Saison gegen Bielefeld (1:2) verloren. Bischoffs Bilanz gegen Osnabrück ist Niederlagen-frei. Sechs Partien, keine Pleite, und die Spiele in Osnabrück sind auch für den „Napoleon des SCP“ ein Fest.

Bischoff erlebte dabei auch einen seiner bittersten Momente gegen den Vfl, als er im Derby im März 2014 seinen Gegenspieler Tom-Christian Merkens foulte. Er sah die Rote Karte dafür. Der SCP-Spieler entschuldigte sich beim Osnabrücker, der aber kommt seitdem nicht mehr auf die Beine nach einem komplizierten Bruch des Sprunggelenks. Ein Comeback Ende der vergangenen Saison führte Merkens nicht dauerhaft zurück ins Team. Bis heute kann er nicht schmerzfrei trainieren. Bischoff hatte mehrfach sein Bedauern erklärt. Natürlich wird der 28-Jährige mit Vorliebe ausgepfiffen, aber Bischoff machen besonders solche Spiele Spaß. Und er ist bereit für das Hauen und Stechen, und er will den fünften Sieg in Serie in dieser Spielzeit.

Trainer Ralf Loose baut jedenfalls auf seinen Kapitän. Am Montag musste er bereits nach Osnabrück, da gab es eine Trainer-Fortbildung. Thema: „Methodik im Fußball“, Referent war Dr. Reinhard Jansson. Loose: „Da kann man immer etwas lernen.“

Wenig später stand das vorletzte Training vor dem Derby auf dem Programm zu ungewohnter Zeit, so wie bei Amateurkickern um 17.30 Uhr erst. Am Dienstag dann wird der SCP um 16.30 die letzten Dinge vor der Begegnung in Osnabrück einstudieren. Abschlusstraining im Stadion, es werden viele Anhänger erwartet, die die Mannschaft mit besten Wünschen auf den Weg nach Osnabrück schicken. Münsters Anhang ist offiziell von der Partie ausgesperrt.

Personell kann Ralf Loose auf einen Großteil seines Kaders zurückgreifen, der 3:1-Heimsieg über Fortuna Köln hat keine Spuren hinterlassen, also alles gut. Vermutlich wird er die in vier Partien in Folge siegreiche Elf kaum verändern.►  Livestream: Der Norddeutsche Rundfunk berichtet vom Derby in Osnabrück am Mittwoch in einem Live­stream im Internet ab 17.55 Uhr.

Schöneberg ist der letzte Ex-Osnabrücker

Die Osnabrücker Fraktion beim SCP ist geschrumpft. Nun ist nur noch Kevin Schöneberg übrig von Akteuren, die nach ihrer Osnabrücker Zeit bei den Preußen angeheuert haben. Andere wir Marcus Piossek (1. FC Kaiserslautern) oder Benjamin Siegert (SF Lotte) sind weitergezogen. Auf der anderen Seite spielen Massimo Ornatelli (29) und Addy-Waku Menga beim VfL. Ornatelli war fünf Saisons (2007 bis 2012) ein Preuße in 152 Pflichtspielen. Er wurde vom mittlerweile beurlaubten VfL-Coach Maik Walpurgis „begnadigt“, war aber unter Joe Enochs zuletzt nicht mehr erste Wahl in Dresden (1:2). Menga (31) hatte eine durchwachsene Saison 2012/13 in Münster (16 Spiele/2 Tore) und kämpft aktuell mit einer Verletzung.

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