Merkens’ Bärendienst
VfL wird abermals zum DFB-Sportgericht zitiert

Es gibt wohl keine Derbys zwischen Preußen Münster und dem VfL Osnabrück mehr ohne Eklat. Dieses Mal in der Hauptrolle: Nicht die Fans, nicht die Spieler, nicht der Schiedsrichter, sondern ein Zivilist. Denn das ist er aktuell, er hatte nichts auf dem Spielfeld zu suchen.

Mittwoch, 23.09.2015, 22:17 Uhr aktualisiert: 24.09.2015, 16:24 Uhr

Tom Christian Merkens verdient dabei Mitgefühl für die lange Verletzungszeit, die ihn an der Ausübung seines Traumberufes hindert. Amaury Bischoff hatte ihn vor 18 Monaten gefoult, seitdem hat er den Anschluss als Drittliga-Kicker nicht mehr geschafft. Der Franzose hat sich für sein überhartes Tackling glaubhaft entschuldigt, und er bekommt bei jedem Aufeinandertreffen die Quittung der Osnabrücker Fans mit einem Pfeifkonzert bei jedem Ballkontakt. Bis hierhin ist das der Gang der Dinge.

Nun hat Merkens mit seinem Durchdreher sich und seinem Verein einen Bärendienst erwiesen, der in naher Zukunft sowieso zwei Heimpartien mit Teilausschluss seiner Anhänger bestreiten muss. Nun wird der VfL wieder beim DFB-Sportgericht vorstellig werden und erklären müssen, wie es zu dieser unnötigen Zuspitzung der Dinge kommen konnte. Es war sowieso schon ein Derby ohne die sonst übliche Stimmungsmache auf beiden Seiten. Und nun das. Immer irgendein Ärger bei den Nachbarschaftsduellen.

Und die Preußen? Die werden auch nichts davon haben. Sie ärgert der Punktverlust mit Abpfiff, dass es sich um einen Spielabbruch handelt, dürfte dagegen ausgeschlossen sein. Also, weitermachen und sich auf das Spitzenspiel am Samstag gegen Stuttgarter Kickers konzentrieren.

  Alexander Heflik

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