Fußball: 3. Liga
Preußen Münster schießt sich den Frust von der Seele

Der SC Preußen Münster beendet seine Torflaute und findet zurück in die Erfolgsspur: Beim 3:1 (0:1) gegen den Chemnitzer FC musste die Mannschaft um Trainer Horst Steffens anfangs erneut zittern, zeigte dann aber nach der Pause Moral und sicherte sich durch Treffer von Amaury Bischoff, Adriano Grimaldi und Marco Pischorn nach drei sieg- und torlosen Spielen endlich den ersehnten Dreier.

Samstag, 27.02.2016, 15:40 Uhr aktualisiert: 27.02.2016, 17:46 Uhr
1/14
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Torjubel Pischorn

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Torjubel Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Torjubel Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Torjubel Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Torjubel Pischorn

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Krohne gegen Fabian Stenzel

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Müller-Rensmann und Schiri Daniel Schlager nach Foul an Bischoff

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Kopplin gegen Raphael Dem und Eke Uzoma

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Horst Steffen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Krohne gegen Fabian Stenzel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Krohne und Bischoff gegen Fabian Stenzel

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Kara gegen Eke Uzoma

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Horst Steffen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster - Chemnitzer FC - Tim Danneberg gegen Bischoff und Heitmeier

    Foto: Jürgen Peperhowe

Drittligist Preußen Münster bezwingt den Chemnitzer FC mit 3:1 (0:1) und behält die Aufstiegsplätze im Blick. In der Tabelle klettern die Preußen damit nach dem 27. Spieltag auf den fünften Platz, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt allerdings immer noch stattliche sechs Zähler.

Einzelkritik der Preußen gegen Chemnitz

1/12
  • Torwart Niklas Lomb, Note 2,5, musste genau zwei Bälle halten und war da glänzend zur Stelle.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rechtsverteidiger Björn Kopplin, Note 3, arbeitete sich am quirligen Eke Uzoma ab und lieferte eine solide Partie.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Marc Heitmeier, Note 4, hatte nach langer Verletzungspause einige Wackler im Spiel. Steigerte sich nach der Pause zumindest.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Linksverteidiger Stephane Tritz, Note 3, ersetzte Felix Müller und zeigte eine Partie mit viele Kampfkraft und wenig Fehlern. In der Offensive allerdings ohne Durchschlagskraft bei seinen Flanken.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Mehmet Kara, Note 3,5, mühte sich wie immer, konnte aber nicht die entscheidenden Akzente setzen, verhedderte sich oft in seinen Dribblings.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Chris Philipps, Note 2, zeigte sein vielleicht bestes Spiel in der Zentrale. Gewann viele Zweikämpfe, spielte gute Pässe – überragend sein Außenristpass auf Grimaldi zum 2:1.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Amaury Bischoff, Note 2,5, zeigte die ganze Bandbreite seines Repertoire, manches Mal aber zu theatralisch in Zweikämpfen, dafür ganz stark bei den Freistößen, mit Riecher beim Elfmeter. Bischoff halt. Es war im Übrigen der zweite Strafstoß, den er verschoss bei 13 Versuchen für die Preußen, konnte aber im Nachschuss zum 1:1 ausgleichen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rechtsaußen Philipp Hoffmann, Note 3,5, kämpferisch enorm intensiv unterwegs, allerdings glücklos bei seinen Dribblings und Pässen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angreifer Marcel Reichwein, Note 3,5, wurde im Strafraum zu wenig in Szene gesetzt, hatte dennoch zwei, drei Aktionen mit Potenzial.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Linksaußen Rogier Krohne, Note 4,5, kam überhaupt nicht zum Zuge.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Einwechselspieler Abdenour Amachaibou, Note 2,5, brachte bei Gegenwind viel frischen Wind ins Offensivspiel der Preußen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Einwechselspieler Adriano Grimaldi, keine Note, unterstrich seine aufsteigende Formkurve mit dem Treffer, eiskalt abgeschlossen von ihm. Ohne Bild: Einwechselspieler Charles Elie Laprevotte, keine Note, gewann in der letzten Viertelstunde eine Reihe von Zweikämpfen und war sofort voll da.

     

    Foto: Jürgen Peperhowe

Erwartungsgemäß kehrten Amaury Bischoff und Marc Heitmeier nach ihren Verletzungspausen zurück ins Team, Mehmet Kara hat seine Sperre abgesessen, Stephane Tritz bekam als linker Außenverteidiger und Vertretung für den erkrankten Felix Müller den Vorzug vor Kevin Schöneberg und Benjamin Schwarz fiel mit Knieproblemen aus. Horst Steffen schickte mit Marcel Reichwein und Rogier Krohne wieder die Spitzen aufs Feld geschickt, die im Jahr 2016 bereits vier Mal gestochen haben. Eine schöpferische Pause bekamen zunächst Adriano Grimaldi und Abdenour Amachaibou verordnet, beide bekamen ihre Chancen in Durchgang Nummer zwei. Wie immer dabei: Philipp Hoffmann.

Im ersten Durchgang dominierten die Platzherren zwar die Partie, blieben aber vor dem Tor ohne nennenswerte Chancen. Dafür wieder einmal mit einigen Situationen, aus denen bei guter Pflege eine Gelegenheit hätte werden können – zu wenig für ein Spitzenteam in Liga drei. Dazu zählt Chemnitz auch nicht, dafür hatte der Gast aber nach 39 Minuten die richtige Idee am richtigen Platz. Daniel Frahn wird bedient von Anton Fink: 1:0 für die Gäste – nicht verdient, aber irgendwie passend zum Spiel der Preußen. Aber auch ein ganz wichtiger Weckruf für die Steffens-Elf.

Stimmen zum Spiel

Karsten Heine (Trainer Chemnitzer FC) zum Elfmeter: "Da hat der Schiedsrichter heute nicht mitgespielt. Das war kein Elfmeter."

Heine: "Nach dem 3:1 war die Kuh vom Eis."

Horst Steffen (Trainer Preußen Münster):  "Ich will mich nicht selber loben, aber die waren nicht so schlecht, die Wechsel."

Steffen: "Ob es einer war, weiß ich nicht, aber der Elfmeter war wichtig, damit wir das 1:1 schießen und den Glauben zurückgewinnen, hier gewinnen zu können."

...

Im zweiten Abschnitt mussten die Fans noch ganze vier Minuten warten, ehe die 319 Minuten lange Torflaute der Preußen endlich beendet wurde – wenn auch mit Hängen und Würgen. Ein wohl unberechtigter Handelfmeter brachte Amaury Bischoff an die Linie. Der Kapitän schießt schwach und hat viel Glück, das der Ball im zweiten Versuch dann doch noch die Linie passiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte Abdenour Amachaibou bereits den glücklosen Rogier Krohne abgelöst, wenig später (61.) endet auch der Arbeitstag von Marcel Reichwein, für ihn kam Adriano Grimaldi.

Mit neuen Spitzen kam auch neuer Schwung – und die Preußen machten aus dem glücklichen Ausgleich eine verdiente Führung. Zunächst spielte Chris Philipps einen bildschönen Außenristplatz in den Lauf von Grimaldi, der kaltschnäuzig an Gästekeeper Kunz vorbei zum 2:1 einschob (75.). Nur drei Minuten später machte Marco Pischorn den Sack zu. Seine dritte Kopfballchance in dieser Partie, jeweils nach Bischoff-Freistößen brachte der Innenverteidiger im Kasten unter.

Jetzt geht es schon am Dienstagabend bei Fortuna Köln weiter.

Preußen: Lomb – Kopplin, Heitmeier, Pischorn, Tritz – Philipps, Bischoff, Kara (76. Laprevotte) – Hoffmann, Krohne (46. Amachaibou), –Reichwein (61. Grimaldi)

CFC: Kunz – Stenzel, Röseler, Endres, Bittroff – Dem, Danneberg -- Türpitz, Fink, Uzoma (73. Cincotta) – Frahn

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3834704?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686215%2F
Nachrichten-Ticker