Fußball: 3. Liga
Endlich wieder ein Preußen-Sieg

Münster -

Es geht doch: Die Preußen können Tore schießen, und das gleich dreifach. Energie Cottbus wurde beim 3:0 aus dem Stadion an der Hammer Straße gezimmert.

Sonntag, 10.04.2016, 17:58 Uhr aktualisiert: 10.04.2016, 18:30 Uhr
Befreit wie alle anderen Preußen: Adriano Grimaldi nach dem Treffer zum 2:0.
Befreit wie alle anderen Preußen: Adriano Grimaldi nach dem Treffer zum 2:0. Foto: Jürgen Peperhowe

Endlich wieder ein Sieg. Trainer Horst Steffen durfte in seinem 100. Einsatz als Drittliga-Coach (Stuttgarter Kickers und Preußen Münster) sowie am 100. Tag seit Amtsantritt an der Hammer Straße einen 3:0 (1:0)-Erfolg über Energie Cottbus genießen. Fünf Spieltage vor dem Saisonende versuchen sich die Adlerträger an der Kurskorrektur, während Cottbus als Drittletzter mehr denn je in akuter Absturzgefahr gen Regionalliga taumelt.

Die Preußen in der Einzelkritik im Spiel gegen Energie Cottbus

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  • Linksverteidiger Benjamin Schwarz, Note 2,5, zeigte eine starke Partie in der Offensive, hatte in der Defensive auch das Meiste im Griff, das war schon recht gut.

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  • Mittelfeldspieler (defensiv) Chris Philips, Note 3, zeigte eine ordentliche Vorstellung, gab eine Reihe guter Impulse im Spielaufbau.

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  • Mittelfeldspieler (offensiv) Philipp Hoffmann, Note 2,5, wirkte agil und befreit nach seiner Vertragsverlängerung. Sorgte als offensive Spitze in der Mittelfeldraute für einige gefährliche Momente.

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  • Rechtsverteidiger Björn Kopplin, Note 2, zeigte eines seiner besten Spiele für den SCP und schlenzte den Ball mit dem linken Fuß zur Führung ins Tor - eine Bewerbungsschreiben in eigener Sache, schließlich läuft sein Vertrag im Sommer aus.

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  • Mittelfeldspieler Charles Elie Laprevotte, Note 2,5, zeigte sich von seiner guten Seite, bereitete das 3:0 vor.

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  • Ersatzspieler Danilo Wiebe, keine  Note, ersetzte Amaury Bischoff.

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  • Angreifer Rogier Krohne, Note 3, war zur Stelle als Abstauber beim 3:0, konnte ansonsten vor allem kämpferisch überzeugen.

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  • Mittelfeldspieler Amaury Bischoff, Note 3, unterstrich seine Qualitäten bei Standards, sein Eckball bereitete das 2:0 vor.

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  • Angreifer Adriano Grimaldi, Note 2,5, kommt Stück für Stück immer besser in Form. Sein Kopfballtor hatte Wucht, musste nach einer Stunde mit einer Verletzung vorsichtshalber ausgewechselt werden.

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  • Torwart Niklas Lomb, Note 3, hatte kaum etwas zu tun.

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  • Innenverteidiger Marco Pischorn, Note 3, agierte stabil und ohne Fehler in der Abwehrzentrale.

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  • Ersatzspieler Marcel Reichwein, keine Note, kam nach 63 Minuten und hatte zwei, drei gute Szenen als Grimaldi-Ersatz.

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  • Ersatzspieler Mehmet Kara, keine Note, wurde ins Wasser geworfen, als bei einer 3:0-Führung alles gelaufen war.

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  • Innenverteidiger Lion Schweers, Note 2, wird praktisch von Spiel zu Spiel besser. Kompromisslos im Zweikampf, taktisch stark, zwischendrin mit tollen Pässen - Münsters Jüngster ist zu Zeit auch meist einer der Besten.

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Es war jedenfalls eine befreiendes Gefühl, dass die Preußen und die meisten der 7776 an Fußball interessierten Zuschauer beschlich, nachdem Björn Kopplin (23.), Adriano Grimaldi (60.) und Rogier Krohne (67.) den durch und durch verdienten Sieg durch Treffer manifestierten. „Alle in Münster haben nach einem Sieg gelechzt“, befand Steffen später. Und: „Ich habe danach gelechzt, einen Sieg meiner Mannschaft kommentieren zu dürfen.“ Ihm fiel ein Stein vom Herzen nach nur zwölf Punkten in elf Drittligapartien unter seiner Regie. Aber, und das war wohl noch wichtiger: „Alle haben gesehen, dass wir die Saison nicht irgendwie ausklingen lassen wollen. So kann es für uns weitergehen.“

Alle haben gesehen, dass wir die Saison nicht irgendwie ausklingen lassen wollen. So kann es für uns weitergehen.

Münsters Trainer Horst Steffen

Gegen einen nach dem Rückstand einknickenden und eingeschüchterten Gast aus Cottbus wäre ein deutlicherer Sieg drin gewesen, aber auch so war das 3:0 der höchste Saisonsieg für die Preußen. Vieles war gut und ansehnlich beim SCP, Cottbus entpuppte sich als passender Gegner in diesem Moment, Aufbauhilfe durch den Osten. Mit Benjamin Schwarz als Linksverteidiger bekam der SCP mal wieder Tempo und Zug auf dieser Seite. Innenverteidiger Lion Schweers unterstrich einmal mehr, dass er das Profigeschäft wie ein Hochbegabter, der Schulklassen wie nichts überspringt, im Eiltempo erlernt. In all den Vertragsgesprächen dieser Tage sollten die Preußen-Verantwortlichen den 19-Jährigen am besten gleich langfristig binden, also über den Sommer 2017 hinaus.

Preußen Münster gewinnt gegen Energie Cottbus

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Hinten stand der SCP sehr kompakt, gewann viele Zweikämpfe. Vorne wurde es auch besser als zuletzt, keiner der Spieler fiel ab, alle machten mit und hatten Spaß. „Wir haben zuletzt oft wie gegen einen Wand gespielt. Dieses Mal haben wir unsere erste Chance eiskalt genutzt, das hat uns in die Karten gespielt“, meinte Offensivkraft Philipp Hoffmann. Er legte nach 23 Minuten den Ball auf Björn Kopplin ab, der zum 1:0 traf.

Die Gäste aus der Lausitz waren damit restlos bedient, von diesem Zeitpunkt kam das Team von Trainer Vasile Miriuta nicht mehr für einen Punktgewinn in Frage. Krohne, Hoffmann, Charles Elie Laprevotte und mehrfach Schwarz hatten schöne Möglichkeiten. Dann trat Kapitän Amaury Bischoff eine Ecke, Grimaldi flog heran und köpfte mit Wucht ein. Wenig später erhöhte Krohne auf 3:0. Die Punkte 43, 44 und 45 waren eingetütet, eine Miniserie von zwei ungeschlagenen Partien ist gestartet.

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