Fußball 3. Liga
Kommentar: In gefährlicher Fahrrinne

Großaspach -

Das ist mehr als ein Fehlstart. Der SC Preußen Münster steckt nach vier Spieltagen in einer mächtigen Krise. Das ist fürs erste einmal Abstiegskampf. Die sportlichen Darbietungen war bislang durchwachsen, in Großaspach, wie Trainer Horst Steffen klipp und klar sagte, sogar unterirdisch. Der Umkehrschub, der von dem Punktgewinn gegen Duisburg ausgehen sollte, ging in die völlig falsche Richtung.

Samstag, 13.08.2016, 17:11 Uhr aktualisiert: 13.08.2016, 17:20 Uhr
Fußball 3. Liga : Kommentar: In gefährlicher Fahrrinne
Foto: Alexander Becher

Bis auf Torwart Max Schulze Niehues, und der war fast schon ausgemustert beim SCP, hagelt es in allen Mannschaftsteilen Kritikpunkte wie Sternschnuppen. Die Abwehr ist unerfahren, der neue Chef Sebastian Mai war im Schwäbischen Wald hoffnungslos überfordert, die Torerfolge fallen der Konkurrenz in den Schoss. Das Mittelfeld ist bis auf ein paar Aktionen von Amaury Bischoff, der nur mit Zähneknirschen im Umfeld ins Team zurückfand, farblos bis unerkenntlich. Und die mit Vorschusslorbeer überhäufte Angriffsformation schafft es, sich auf dem Platz zu verstecken. Man sieht aktuell Tobias Rühle oder Adriano Grimaldi gar nicht.
 
Alles für die Katz? War’s das schon für diese Saison? Steckt der SCP im Abstiegskampf? Nein, nein und vielleicht lauten die Antworten. Trainer Horst Steffen, der natürlich mit in dem leckgeschlagenen Kahn an der Pinne sitzt, ist maximal gefordert. Das Westfalenpokalspiel in Vreden und die Punktspielpause am kommenden Wochenende kommen gerade recht. Gegen den Westfalenligisten aus Vreden muss sein Sieg her, und es wird personelle Änderungen geben. Steffen wird tricksen müssen, improvisieren ist angesagt, sein Auftrag ist ein „SCP reloaded“. So darf das auf keinen Fall weitergehen.

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