Fußball: Westfalenpokal
In die zweite Runde gezittert: Preußen Münster gewinnt 2:1 in Vreden

Vreden -

Mit Ach und Krach ist der SC Preußen Münster in die zweite Runde des Westfalenpokals eingezogen. Das war das einzig Positive. Der Fußball-Drittligist gewann beim Westfalenligisten SpVgg. Vreden mit 2:1 (1:0) durch Treffer von Jesse Weißenfels (28.) und Benjamin Schwarz, während Nico Klein Günnewick (56.) den Ausgleich markierte.

Mittwoch, 17.08.2016, 20:53 Uhr aktualisiert: 18.08.2016, 09:42 Uhr
Ein hartes Stück Arbeit Danilo Wiebe (l.) und die Preußen beim 2:1 bei der SpVgg. Vreden mit Marvin Möllers (r.) verrichten. Den Einzug in die zweite Runde des Westfalenpokals bezahlten sie teuer, Amaury Bischoff musste mit einer Sprunggelenksblessur verletzt vom Platz (kl. Foto).
Ein hartes Stück Arbeit Danilo Wiebe (l.) und die Preußen beim 2:1 bei der SpVgg. Vreden mit Marvin Möllers (r.) verrichten. Den Einzug in die zweite Runde des Westfalenpokals bezahlten sie teuer, Amaury Bischoff musste mit einer Sprunggelenksblessur verletzt vom Platz (kl. Foto). Foto: Jürgen Peperhowe

Der Sieg war teuer erkauft, Amaury Bischoff (Verdacht auf Bänderriss) schied verletzt aus, Sinan Tekerci (90.+2) sah die Rote Karte wohl wegen einer Schiedsrichter-Beleidigung. Zu allem Überfluss verschoss Mehmet Kara (41.) einen Foulelfmeter.

Die Bilanz der Saison bislang ist eine durch und durch enttäuschende: 0:1 gegen Osnabrück, 0:1 gegen Rostock, 1:1 gegen Duisburg, 0:2 gegen Großaspach, nun sollte zumindest in Vreden ein Sieg her. Trainer Horst Steffen veränderte seine Auswahl auf fünf Positionen, Neuzugang Ole Kittner war erste Wahl. Nach langen Verletzungspausen waren zudem Danilo Wiebe und Benjamin Schwarz dabei.

SpVgg Vreden - Preußen Münster

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  • Preußen Münster gewinnt mit viel Mühe bei der SpVgg Vreden mit 2:1. Hier im Zweikampf: SCP-Spieler Sinan Tekerci (r.) gegen Nikolas Klein Günnewick.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SCP-Coach Horst Steffen (r.) haderte während der Partie mit der Leistung seiner Spieler.

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  • Im Kampf um den Ball: SCP-Mittelfeldmann Danilo Wiebe (l.) gegen Marvin Möllers.

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  • Auf Torjagd: SCP-Stürmer Jesse Weißenfels (vorne)

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  • Pflichtspiel-Debüt von SCP-Abwehrmann Ole Kittner.

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  • Mehmet Kara (l.) feiert Jesse Weißenfels für dessen 1:0-Führungstreffer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Umjubelter Torschütze zur SCP-Führung: Jesse Weißenfels (r.)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Umjubelter Torschütze zur SCP-Führung: Jesse Weißenfels (r.)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zweikampf zwischen Ole Kittner (l.) gegen Takahiro Tanio

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verschoss einen Elfmeter: Mehmet Kara

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  • In der zweiten Halbzeit verletzte sich Amaury Bischoff und...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...musste vom Feld getragen werden. Nach seinem Ausscheiden....

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  • ...musste der SCP in Unterzahl das Spiel beenden.

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  • Die Erlösung...

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  • ...Benjamin Schwarz erzielte kurz vor Spielende das 2:1.

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  • Der Schütze des goldenen Tores wurde von seinen Mitspielern gefeiert.

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  • Unschönes Ende der Partie: der Platzverweis für SCP-Spieler Sinan Tekerci

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • War sichtlich enttäuscht nach dem Abpfiff: Marcus Feldkamp, Trainer der SpVgg Vreden

    Foto: Jürgen Peperhowe

So gesehen war es nicht verwunderlich, dass die Preußen bei sommerlichen Temperaturen nicht sofort auf Betriebstemperatur kamen. Vielmehr muckte der Westfalenligist auf – zwar nicht brandgefährlich, aber immerhin. Erst nach 15 bis 20 Minuten wurde es griffiger beim SCP. Die Führung durch Jesse Weißenfels unterstrich das nach 28 Minuten. Er setzte sich durch, nahm Tempo auf und war praktisch mit der ersten Chance zur Stelle.

Die Preußen, die die Chance im Westfalenpokal zur Qualifikation für den DFB-Pokal auf keinen Fall verstreichen lassen wollen, agierten nun zielstrebiger, mehrfach endeten gute Angriffsansätze aber im Abseits. In der 41. Minute hätten die Steffen-Elf jedoch die Entscheidung herbeiführen können. Nach einer Ecke von Amaury Bischoff wurde Jesse Weißenfels beim Schussversuch im Strafraum gefoult. Referee Benjamin Schäfer (Herten) zeigte auf den Punkt, doch Mehmet Kara scheiterte an Ricardo Ottink.

Und nach dem Wechsel? Erst passierte wenig, dann fiel der Ausgleich. Münsters rechte Abwehrseite war praktisch blank, Stephane Tritz kam kaum hinterher bei Nico Klein Günnewick – der ließ sich nicht lumpen und traf. Ausgleich, dabei hätte das alles schon geklärt sein können. So aber wurde es ein Ritt auf der Rasierklinge zwischen Weiterkommen und Blamage.

Re-Live

Weißenfels hatte nach 71 Minuten eine Riesenchance, scheiterte aber am starken Ottink. Eine Minute später konnte Tekerci wieder ein Grimaldi-Zuspiel verträumt nicht verwerten. Die kampfstarken Hausherren blieben dran, hinten sehr resolut, obwohl nicht jeder Angriff unterbunden werden konnte, vorne brandgefährlich auf Konter lauernd. Der Drei-Klassen-Unterschied verschwand mit jedem Augenblick mehr.

Dann erwischte es auch noch Bischoff, der nach einem rüden Foulspiel raus musste – der SCP hatte da schon alle Wechsel ausgeschöpft. 1:1 nur, neun Feldspieler, wie sollte das noch gut gehen? Aber nach einer Ecke von Michele Rizzi nutzte Schwarz im zweiten Anlauf die Chance zum Siegtreffer, der durch den Platzverweis für Tekerci getrübt wurde.

Die Aufstellung des SCP:

Schulze Niehues - Tritz, Kittner, Al-Hazaimeh (80. Mai), Schwarz - Wiebe (46. Rizzi), Bischoff - Weißenfels, Kara, Tekerci - Rühle (61. Grimaldi).

Statistik:

Tore: 0:1 Weißenfels (28., Vorarbeit Tritz), 1:1 Klein Günnewick (56.), 1:2 Schwarz (90., Rizzi).

Zuschauer: 1106

Rote Karte: Tekerci (90.+2)

Bes. Vorkommnis: Kara verschießt FE (41.)

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