Fußball: Westfalenpokal
Nur wenige Fingerzeige bei den Preußen

Münster -

Fußball-Drittligist steht nach dem 2:1-Erfolg bei Westfalenligist SpVgg. Vreden in der 2. Runde. Dort geht es nun gegen Oberligist SpVgg. Erkenschwick. Münster bezahlte den Sieg teuer mit der Sprunggelenks-Verletzung von Amaury Bischoff und der Roten Karte für Sinan Tekerci.

Donnerstag, 18.08.2016, 14:33 Uhr aktualisiert: 18.08.2016, 20:09 Uhr
Fingerzeig: Jesse Weißenfels zeigt nach oben, nachdem er das 1:0 geschossen hat.
Fingerzeig: Jesse Weißenfels zeigt nach oben, nachdem er das 1:0 geschossen hat. Foto: Jürgen Peperhowe

Im fünften Anlauf war das dann der erste Pflichtspielsieg des SC Preußen Münster in dieser Saison. Allerdings passte dieses gequälte 2:1 (1:0) vor 1106 Zuschauern bei Westfalenligist SpVgg. Vreden in das aktuelle Bild, denn der Fußball-Drittligist Preußen Münster sucht sich weiter selbst. Der Findungsprozess kann dauern, so einfach kommt das Team von Trainer Horst Steffen nicht aus der Krise.

Es war ein spätes Tor in der Schlussminute von Benjamin Schwarz in Unterzahl, weil Amaury Bischoff verletzt ausgeschieden und das Wechselkontingent ausgeschöpft war, das den Siegtreffer bescherte. Münsters Führung durch Jesse Weißenfels (28.) glich Nico Klein Günnewick (56.) aus. In der Nachspielzeit sah Sinan Tekerci für die Beleidigung von Vredens Torwart Ricardo Ottink die Rote Karte, weil Schiedsrichter Benjamin Schäfer aus Herten mitgehört hatte. Hier noch einige nicht unwesentliche Details zum Spiel:

►  Wie schwer ist Amaury Bischoff verletzt?

Die Nummer 10 der Preußen wurde rüde von den Beinen geholt, er zog sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu, einige Wochen Pause sind dem Franzosen gewiss.

►  Was bedeutet die Rote Karte für Sinan Tekerci?

„Ich hoffe auf Einsicht, aber sein Verhalten war naiv. Schon in Rostock haben wir uns durch eine unnötige Gelb-rote Karte geschwächt“, sagte Trainer Horst Steffen. Und: „Reif ist das nicht.“ Tekerci wird intern eine Geldstrafe erhalten. Und er wird eine Sperre durch den ausrichtenden Landesverband FLVW erhalten, möglicherweise hat diese auch Auswirkung auf die 3. Liga. Das war undiszipliniert.

Der nächste Gegner: SpVgg. Erkenschwick

Geplant ist die Partie gegen die SpVgg. Erkenschwick am 5./6. Oktober 2016. Der Oberligist startete mit einem 4:0-Sieg über Eintracht Rheine in die Meisterschaft, im Westfalenpokal gewann die Mannschaft bei Westfalenligist Holzwickeder SC erst in der Verlängerung mit 3:1. Letztmals standen sich der SCP und Erkenschwick in der Oberliga Ende 2007 gegenüber, als Münster mit 5:2 im Stimberg-Stadion siegte.

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►  Warum schoss Mehmet Kara den Elfmeter?

Eigentlich war die vom Trainer festgelegte Reihenfolge eine andere: 1. Schütze Amaury Bischoff; 2. Schütze Mehmet Kara; 3. Schütze Jeron Al-Hazaimeh . Nach Auskunft von Horst Steffen hätte Bischoff seinem Mitspieler den Ball überlassen. „Die Reihenfolge war anders festgelegt, aber wenn sich die Spieler untereinander einigen, dann ist das okay. Kara hat schon früher Elfmeter verwandelt.“ Nicht aber in Vreden. Warum sich Kara vordrängelte, ist unklar. Aber es hat etwas mit Disziplin zu tun, die Rangfolge einzuhalten, zumal Bischoff zuletzt gegen Duisburg sicher verwandelt hatte. Das mögliche 2:0 vor der Pause hätte für Ruhe in Vreden gesorgt, so aber wuchs der Westfalenligist über sich hinaus und stand dicht vor einer Pokal-Überraschung – und der SCP dicht vor einem Pokal-Desaster.

►  Wie fügte sich Danilo Wiebe nach langer Verletzungspause wieder ein?

Nach einer komplizierten Hüftverletzung war diese eine Halbzeit für den Mittelfeldspieler extrem wichtig, denn, so Steffen: Er hat die Angst abgelegt.“ Wiebe ist eine Defensiv-Alternative

►  Wird Benjamin Schwarz jetzt zum Torjäger?

Eher nicht. Es war das erste Pflichtspieltor für den 30-Jährigen beim SCP, der seit Ende April zudem pausieren musste (Knie-OP). Er kam hinten links zum Einsatz, und heimste ein Lob vom Trainer ein: „Seine Art und Weise hat mir Spaß gemacht. Das war erfrischend.“ Der Defensivspezialist war im zweiten Anlauf beim 2:1-Siegtreffer erfolgreich. „Wie wir gewinnen, das ist am Ende egal“, sagte Schwarz, Er hätte mehrere gefährliche Szenen im Spiel gehabt und war froh, das 2:1 markiert zu haben. Aber, und auch mit dieser Meinung steht er nicht allein: „Man merkt einfach, dass die Mannschaft sehr unter Druck steht.“

RE-LIVE

In der 1. Runde des Westfalenpokals gewann der SC Preußen Münster mit 2:1 bei der SpVgg Vreden. Hier der Spielverlauf zum Nachlesen

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Fotostrecke:  SpVgg Vreden - Preußen Münster

SpVgg Vreden - Preußen Münster

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  • Preußen Münster gewinnt mit viel Mühe bei der SpVgg Vreden mit 2:1. Hier im Zweikampf: SCP-Spieler Sinan Tekerci (r.) gegen Nikolas Klein Günnewick.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SCP-Coach Horst Steffen (r.) haderte während der Partie mit der Leistung seiner Spieler.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Im Kampf um den Ball: SCP-Mittelfeldmann Danilo Wiebe (l.) gegen Marvin Möllers.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Auf Torjagd: SCP-Stürmer Jesse Weißenfels (vorne)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Pflichtspiel-Debüt von SCP-Abwehrmann Ole Kittner.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mehmet Kara (l.) feiert Jesse Weißenfels für dessen 1:0-Führungstreffer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Umjubelter Torschütze zur SCP-Führung: Jesse Weißenfels (r.)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Umjubelter Torschütze zur SCP-Führung: Jesse Weißenfels (r.)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zweikampf zwischen Ole Kittner (l.) gegen Takahiro Tanio

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verschoss einen Elfmeter: Mehmet Kara

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • In der zweiten Halbzeit verletzte sich Amaury Bischoff und...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...musste vom Feld getragen werden. Nach seinem Ausscheiden....

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...musste der SCP in Unterzahl das Spiel beenden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Erlösung...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...Benjamin Schwarz erzielte kurz vor Spielende das 2:1.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der Schütze des goldenen Tores wurde von seinen Mitspielern gefeiert.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Unschönes Ende der Partie: der Platzverweis für SCP-Spieler Sinan Tekerci

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • War sichtlich enttäuscht nach dem Abpfiff: Marcus Feldkamp, Trainer der SpVgg Vreden

    Foto: Jürgen Peperhowe
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