Fußball: Kommentar zur Krise bei Preußen Münster
Mentalität gesucht bei den Preußen

Fußball-Drittligist Preußen Münster stehen harte Zeiten im Abstiegskampf bevor. Nach zehn Spieltagen hat sich die neuformierte Mannschaft noch nicht gefunden. Kann das noch gut gehen? Ein Kommentar von Alexander Heflik

Montag, 03.10.2016, 13:00 Uhr aktualisiert: 03.10.2016, 13:02 Uhr
 Horst Steffen
Horst Steffen muss sich fragen: Wie kann es sein, dass seine Mannschaft nicht von Beginn an auf jeder Position die notwendige Einstellung zeigt? Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Pakt unter Fußballern und Trainer sieht anders aus. In Aalen präsentierte sich der SC Preußen, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, von einer ganz schwachen Seite mit unglaublichen Anlaufschwierigkeiten. Wie kann es sein, dass eine professionell vorbereitete Mannschaft nicht von Beginn an auf jeder Position die notwendige Einstellung zeigt?

Keine Antworten

Die Spieler nach Spielende wussten keine Antwort, monierten aber den fehlenden Geist, die fehlende Einstellung vor der Pause. Nicht alle machten zu 100 Prozent mit. Dabei ist es das einzige, was man immer im Fußball verlangen kann. Gelebten Kampfgeist, Biss, Passion, Fight Club mit Ball. Es ist ein entscheidender Punkt, der die Preußen aktuell vom Rest der Liga auch unterscheidet. In zehn Anläufen in der Punktrunde sind die Adlerträger alles andere als Mentalitätsmonster gewesen.

Preußen Einzelkritik im Spiel gegen VfR Aalen

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  • Mittelfeldspieler Michele Rizzi, Note 5, musste das Gegentor auch auf seine Kappe geben. Die Bandbreite in seinem Spiel war enorm. Gute Zweikampfaktionen und mutige Schüsse wechselten sich mit desaströsen Pässen ab. Rizzi ist ein Rätsel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Sandrino Braun, keine Note, half dem SCP nicht mehr auf die Sprünge.

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  • Ersatzspieler Lennart Stoll, keine Note, setzte zumindest den einen oder anderen Akzent und sorgte für Belebung.

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  • Innenverteidiger Ole Kittner, Note 3, war schon früh angefressen von seinen Vorderleuten und schimpfte. Gegenspieler Gerrit Wegkamp zog er aber früh den Zahn mit harten Tacklings. Erneut überzeugend von dem 28-Jährigen.

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  • Angreifer Jesse Weißenfels, Note 4, war von der ersten Minute das Engagement nicht abzusprechen. Musste oft in die Grimaldi-Rolle bei langen Bällen schlüpfen und verpulverte so viel Energie, die ihm bei den wenigen Angriffen dann fehlte.

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  • Mittelfeldspieler Mehmet Kara, Note 4, versuchte einiges auf der linken Seite, war aber oft auf sich alleingestellt und fand keine Anspielstationen.

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  • Mittelfeldspieler Sinan Tekerci, Note 4,5, mal hü, mal hott, seine Vorstellung war kein Vergleich zur Leistung gegen Werder. Tekerci zeigte eine farblose Partie. Schwach.

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  • Torwart Max Schulze Niehues, Note 3, war beim Gegentor chancenlos, wehrte zwei, drei Bälle ab. Hatte nicht alle Hände voll zu tun.

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  • Mittelfeldspieler Amaury Bischoff, Note 4,5, war vor der Pause ein Schatten seiner selbst, fand überhaupt nicht statt, steigerte sich dem Wechsel gehörig. Hatte mit einem Freistoß  aus 20 Metern die beste Chance zum Ausgleich.

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  • Linksverteidiger Benjamin Schwarz, Note 3,5, teilte aus und steckte ein, defensiv ganz ordentlich, nach vorne ohne Impulse, wurde von Gegenspieler Steffen Kienle an der Nase verletzt - und hielt durch.

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  • Innenverteidiger Sebastian Mai, Note 3, war um Ordnung bemüht, machte sein Ding, wirkte stabiler als zum Saisonstart. An ihm lag es nicht.

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  • Ersatzspieler Edisson Jordanov, keine Note, brachte keine Impulse.

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  • Angreifer Tobias Rühle, Note 5, ist nicht wieder zu erkennen. Ihm gelingt nichts, Bälle verspringen, beim Abschluss wählt er die falschen Optionen - momentan geht beim ihm nichts.

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  • Rechtsverteidiger Stephane Tritz, Note 4,5, war beim Gegentor viel zu halbherzig bei der Sache, wurde oft allein gelassen von seinen Mitspielerin im vorderen Bereich, kein guter Nachmittag für ihn.

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Disziplin gefragt

Natürlich stellt sich nach solchen Spielen, in dieser Tabellenlage und bei dieser Entwicklung auch die Trainerfrage. Fest steht: Horst Steffen wirft alles in die Waagschale, was er hat, er hat sich das komplett anders vorgestellt. In Aalen waren seine Schützlinge nicht in der Lage, ein knappes Spiel irgendwie zu retten, offenbar konnten sie auch seinen Matchplan nicht rigide umsetzen. Das aber, also Disziplin, ist der Schlüssel im Abstiegskampf . Harte Zeiten.

VfR Aalen gegen Preußen Münster

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