Kommentar zur Partie Fortuna Köln - Preußen Münster
Die passende Mentalität im Abstiegskampf

Endlich der erste Auswärtssieg für die Preußen , endlich der erste Sieg gegen eine „erste“ Mannschaft! Mit dem 1:0 bei Fortuna Köln haben Trainer und Mannschaft gezeigt, dass sie verstanden haben, schreibt unser Redaktionsmitglied Thomas Rellmann in seinem Kommentar.

Sonntag, 06.11.2016, 01:51 Uhr aktualisiert: 06.11.2016, 12:04 Uhr
Jubel vom Torschützen für den SC Preußen: Benjamin Schwarz
Jubel vom Torschützen für den SC Preußen: Benjamin Schwarz Foto: Jürgen Peperhowe

Nur so funktioniert’s. Nach Wochen der Verunsicherung und Rückschläge hat Preußen Münster mit dem 1:0 in Köln ein ungemein wichtiges Signal gesetzt. Bis dahin war in der Fremde rein gar nichts zu holen für das bisherige Schlusslicht. Doch in der Südstadt klappte es dann: Nicht nur ein Zähler, sondern gleich alle drei wanderten auf das Konto der lange Zeit so Enttäuschten.

Es war keineswegs ein Glückssieg. Es war ein verdienter Triumph. Zu dem trugen alle ihren Teil bei: Trainer Benno Möhlmann mit einer Aufstellung, die auf Robustheit, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft fußte. Die Profis auf dem Rasen, die genau diese Eigenschaften verinnerlicht hatten. Und nicht zu vergessen die Fans, die in großer Zahl trotz der trüben Wochen und Monaten ihre Mannschaft von der ersten Sekunde an nach vorne trieben und keinerlei Liebesentzug vermittelten.

Fortuna Köln - SC Preußen Münster

1/33
  • Mangafic gegen Cimo Röcker

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen-Trainer Benno Möhlmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen-Trainer Benno Möhlmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rizzi gegen Cimo Röcker

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tritz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kittner zu spät gegen Poggenborg

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  • Schwarz vor Markus Pazurek

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  • Weißenfels gegen Flottmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rizzi gegen Markus Pazurek

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz traf zum 1:0.

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  • Mannschaft in der Fankurve

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  • Rühle gegen Ebewa Mimbala

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  • Benjamin Schwarz traf zum 1:0.

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  • Jubel nach Spielschluss

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  • Kara gegen  Andre Poggenborg

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  • Wiebe gegen Hamdi Dahmani

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  • Rühle

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  • Tor und Torjubel durch Benjamin Schwarz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz traf zum 1:0.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz traf zum 1:0.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz traf zum 1:0.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor und Torjubel durch Benjamin Schwarz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor und Torjubel durch Benjamin Schwarz

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jubel nach Abpfiff

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  • Möhlmann und Grimaldi

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mannschaft in der Fankurve

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mannschaft in der Fankurve

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rühle gegen Ebewa Mimbala

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mannschaft in der Fankurve

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  • Ole Kittner

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  • Benjamin Schwarz

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  • Kara und Schwarz gegen Michael Kessel

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  • Benjamin Schwarz traf zum 1:0.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Nun war die Mentalität bislang nur selten das Problem. Doch die Umsetzung der einfachen Dinge klappte selten. Die wackligen Beine waren am Samstag nicht mehr zu sehen. Im Gegenteil. Über eine große Disziplin in der Viererkette und auch davor holte sich der SCP peu á peu Selbstvertrauen. Klar, die Nadelstiche nach vorne hätten etwas zielführender sein können. Doch dieser Erfolg war schon ein logisches Produkt einer drittligatauglichen Vorstellung. Und dass Kämpfernatur Benjamin Schwarz , einer der Gründe für die neue Stabilität im Mittelfeld, der Schütze des goldenen Tores war, ließ sich auch nicht als Zufall abhaken.

Einzelkritik (Fortuna Köln - SC Preußen Münster)

1/15
  • Foto: Preußen Münster
  • Torwart Max Schulze Niehues hatte nicht wirklich Möglichkeiten, sich auszuzeichnen, war immer auf der Hut.

    Note 3

    Foto: Preußen Münster
  • Innenverteidiger Sebastian Mai hat sich mit Kittner gefunden und agierte fehlerfrei und bissig - das zweite Viertel der SCP-Mitte.

    Note 2,5,

    Foto: Preußen Münster
  • Rechtsverteidiger Stephane Tritz machte seine Sache ganz gut, aber eine Schwalbe war zuviel. Der Franzose wollte einen Elfmeter schinden, stand deshalb unter besonderer Beobachtung bei Schiedsrichter Martin Petersen.

    Note 3

    Foto: Preußen Münster
  • Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh defensiv ohne Fehl und Tadel, zeigte zudem bei zwei, drei Flanken sein Offensivpotenzial an.

    Note 3

    Foto: Preußen Münster
  • Innenverteidiger Ole Kittner löste alle Aufgaben gelassen und konzentriert. Ein wichtiges Viertel der stabilen Preußen-Mitte.

    Note 2,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Danilo Wiebe kam nach längerer Verletzungspause für den angeschlagenen Amaury Bischoff in die Startelf. Stopfte viele Löcher im Mittelfeld dank guter Laufarbeit und war der dritte wichtige Teil der stabilen Mitte.

    Note 2,5

    Foto: Preußen Münster
  • Einwechselspieler Sinan Tekerci brachte für Mangafic mehr Offensivschwung und hatte ein paar gute Szenen.

    Note 3

    Foto: Preußen Münster
  • Einwechselspieler Mehmet Kara ersetzte Weißenfels, blieb aber unscheinbar.

    Keine Note

    Foto: Preußen Münster
  • Mittelfeldspieler Benjamin Schwarz arbeitete sich in der Verteidigung ab und war für alle anderen ein Vorbild in Sachen Einsatzwillen. Belohnte sich und sein Team für den „neuen Einsatzwillen der Preußen“ mit dem Tor. Puzzleteil vier der neuen Preußen-Mitte.

    Note 2

    Foto: Preußen Münster
  • Mittelfeldspieler Denis Mangafic konnte als Offensivkraft kaum Akzente setzen und musste zur Pause raus.

    Note 4

    Foto: Preußen Münster
  • Einwechselspieler Tobias Warschewski hatte kaum Momente, sich als Rühle-Ersatz auszuzeichnen.  

    Keine Note 

    Foto: Preußen Münster
  • Mittelfeldspieler Jesse Weißenfels verpasste die frühe Führung und fand wenig Bindung zum Spiel. Konnte sein Tempo nicht entsprechend ausspielen. 

    Note 4

    Foto: Preußen Münster
  • Mittelfeldspieler Michele Rizzi gewann auf der ungewohnten Zehner-Position viele Zweikämpfe und versuchte auch spielerische Akzente  zu setzen, die Formkurve geht hoch.

    Note 2,5,

    Foto: Preußen Münster
  • Angreifer Tobias Rühle ackerte viel, wählte aber in zwei, drei guten Angriffsszenen die falschen  Optionen.

    Note 3,5

    Foto: Preußen Münster

Möhlmann blieb in seiner Analyse betont sachlich, hob bewusst auch die Aspekte hervor, die nicht so gut liefen. Diese Betrachtungsweise ist im Augenblick genau richtig. Nach wie vor sind es vier Punkte zum rettenden Ufer. Aber der Rückstand aufs Mittelfeld ist gleichzeitig geschrumpft. Behalten die Preußen auf dem Feld (und auch auf den Rängen) die im Rheinland gezeigten Qualitäten bei, ist der Weg heraus aus dem Keller, keine Utopie mehr. So und nicht anders geht Abstiegskampf.

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