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Do., 08.02.2018

Fußball: 3. Liga Preußen Münster will beim 1. FC Magdeburg weiter von sich reden machen

Feste Größe unter Marco Antwerpen: Offensivkraft Philipp Hoffmann (links) setzt sich hier gegen Fridolin Wagner von Werder Bremen II durch.

Feste Größe unter Marco Antwerpen: Offensivkraft Philipp Hoffmann (links) setzt sich hier gegen Fridolin Wagner von Werder Bremen II durch. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Ein Zusammenstoß von Nico Rinderknecht und Sandrino Braun ging am Mittwoch noch einmal halbwegs gut aus, Erstgenannter muss nur ein paar Tage mit Kniebeschwerden pausieren. Am Samstag beim Gastspiel des SC Preußen Münster beim Rangzweiten 1. FC Magdeburg ist Rinderknecht aber außen vor.

Von Alexander Heflik

Preußen Münster ist nicht immer, aber oft ein Thema in der Stadt. Gerade jetzt, wo der Club ausgewöhnliche drei Siege innerhalb von neun Tagen feiern konnte – und sich vor dem Gastspiel am Samstag (14 Uhr) beim Tabellenzweiten 1. FC Magdeburg ein schönes Polster zu den Abstiegsrängen zugelegt hat. Alles gut vor den tollen Tagen? Dürfen die Preußenspieler, wenn sie denn wollen, unbeschwert am Rosenmontag den Umzug besuchen?

Der SCP-Coach fordert mehr

Trainer Marco Antwerpen bremst da gleich mal ein, er versucht die drei Siege gegen Erfurt (5:0), Würzburg (1:0) und Bremen (4:2) in die richtige Schublade zu stecken. Zum Beispiel: „Wir lagen in beiden Auswärtsspielen 0:2 zurück.“ Das war in Meppen so, als der SCP verlor, und das war in Bremen so, da drehte Michele Rizzi mit seinem Viererpack den Rückstand zum Triumph.

Fotostrecke: SC Preußen Münster vs. 1. FC Magdeburg

Aber der SCP-Coach fordert mehr, mehr Disziplin, mehr Deckungstreue: „Das erste Kriterium für eine Aufstellung ist, wie wir gegen den Ball arbeiten.“ Gegen den Ball arbeiten hieß früher auch verteidigen und wie man darum kämpft, den Ball zurückzugewinnen. Gerade bei den Auswärtspartien hat Antwerpen da noch Potenzial gesehen.

Kein leichter Gegner

Jetzt also Magdeburg, es dürfte nicht ein Fitzelchen einfacher für die Preußen werden als in den vier Punktpartien des Jahres 2018. Die Sachsen-Anhalter sind daheim eine Macht, hinter dem SC Paderborn die zweitbeste Heim-Elf der 3. Liga. Allerdings dürfen die Preußen genau die Videos studieren von Partien des FCM gegen Unterhaching, Borussia Dortmund, Wehen Wiesbaden und Meppen. Dieses Quartett verlor in dieser Saison nicht in der MDCC-Arena, dem vielleicht am meisten Respekt und Angst einflößenden Stadion der 3. Liga. Gegen Unterhaching gab es ein 0:3, im DFB-Pokal gegen die Dortmunder ein 0:5 – keine Tore fielen gegen Wiesbaden und Meppen. Alte Weisheit: Wer kein Gegentor kassiert, der verliert schon mal nicht.

Fehlende Spannung in Bremen

Und Antwerpen will genau darauf, auf das Defensiv-Verhalten, aber auch die Einstellung besonderen Wert legen. Ballverluste in der Mittelfeldzentrale – verboten. Deshalb bekam auch der vierfache Torschütze von Bremen, Michele Rizzi, für seinen Fehler zum zwischenzeitlichen 0:2 einen kleine Rüffel verpasst. Zudem war Antwerpen, der in der Regel die Aufwärmphase komplett Co-Trainer Kurtuls Öztürk überlässt, zu Ohren gekommen, dass seine Männer nicht die richtige Spannung auf Platz 11 in Bremen aufgebaut hätten.

Im Hexenkessel

Das wird in Magdeburg anders sein, denn die Arena ist bereits beim Warmmachen ein Hexenkessel. Wer da nicht seinen Fokus findet, der hat Angst. Es wäre ein schlechter Berater für die Preußen, wenn das wirklich der Fall ist. Nur ist es das eine auf der Sportanlage in Bremen vor 510 Besuchern, die Mehrzahl davon preußenaffin, das Tagwerk zu verrichten oder gleich mal 20 000 aufgewühlte Magdeburger im Nacken sitzen zu haben. „Na klar“, sagt Antwerpen, „darauf muss die Mannschaft vorbereitet werden“.

► Entwarnung: Nico Rinderknecht zog sich am Mittwoch in einem Zweikampf im Training mit Sandrino Braun eine Knochenprellung mit Einblutung im Kniegelenk zu. Der Verdacht auf eine schwere Verletzung bestätigte sich aber nicht.



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