Di., 27.02.2018

Fußball: 3. Liga Die wundersame Wandlung des SC Paderborn – Preußen Münster ist gespannt

Zu Beginn ein Preuße, später meist in der Regionalliga un­terwegs – nun beim SC Paderborn: Massih Wassey.

Zu Beginn ein Preuße, später meist in der Regionalliga un­terwegs – nun beim SC Paderborn: Massih Wassey. Foto: pep

Münster - 

Der SCP meets den SCP: Wenn die Preußen aus Münster am Samstag den SC Paderborn empfangen, sind die Rollen eigentlich klar verteilt. Die Ostwestfalen haben sich zum heißen Aufstiegsanwärter gemausert, Münster dagegen kämpft (noch) gegen den Abstieg.

Von Alexander Heflik

Vor einem Jahr, als der 26. Spieltag beendet war, da trennten den SC Preußen Münster und den SC Paderborn null Punkte. Mehr noch, am Ende der Spielzeit blieben die Ostwestfalen nur in der 3. Liga, weil der TSV 1860 München die Lizenz nicht erhielt. Das war eine knappe Sache.

Ein Jahr weiter in der 3. Liga trennen Paderborn und Münster gleich mal 22 Punkte, der Fast-Absteiger ist auf dem besten Weg zurück in die 2. Bundesliga – und gastiert am Samstag im Preußenstadion (14 Uhr). Wobei sich das Team von Trainer Steffen Baumgart mit vier sieglosen Partien – darunter auch das 0:6 im DFB-Pokal gegen Bayern München – eine kleine Auszeit nimmt. „Vielleicht, weil mit Srbeny ein Schlüsselspieler fehlt“, mutmaßt Preußen-Coach Marco Antwerpen. Dennis Srbeny, 23 Jahre alt, wechselte nach 15 Partien und neun Treffern für Paderborn im Januar in die 2. Liga in England zu Norwich City – 1,5 Millionen Euro soll Paderborn erhalten haben. Vielleicht auch deshalb wurde gegen Großaspach und Würzburg nicht gewonnen und gegen Schlusslicht Erfurt sogar verloren. Überbewerten will das Antwerpen nicht, denn: „Paderborn ist brutal stark in den Umschaltmomenten, wenn man ihnen Platz und Raum lässt.“

Derby-Vorverkauf

Für das Derby gegen den VfL Osnabrück am Sonntag, 18. März, an der Bremer Brücke stellt der VfL 1200 Stehplatztickets für die Preußen-Fans zur Verfügung. Der SC Preußen räumt Mitgliedern und Dauerkarteninhabern sowie den Mitgliedern des Fanprojektes dazu ein Vorkaufsrecht ein.

Vom 28. Februar bis zum 2. März haben diese die Möglichkeit, von ihrem Vorverkaufsrecht

Gebrauch zu machen und zwei Stehplatztickets zu erwerben. Sitzplätze werden aufgrund der Fan-Trennung vom VfL Osnabrück nicht

angeboten. Der Verkauf findet ausschließlich im Fan- und Ticketshop der Preußen am Fiffi-Gerritzen-Weg 1 (10 bis 18 Uhr) und im Fanshop in den Münster-Arkaden (10 bis 20 Uhr) statt. Sollten nach der Vorverkaufsphase für Mitglieder und

Dauerkarteninhaber noch Tickets verfügbar sein, gehen diese beim Heimspiel gegen den SC

Paderborn in den freien Verkauf. Das Gastspiel in Osnabrück wurde im Übrigen vom Samstag auf den Sonntag verschoben und schließt den 30. Spieltag ab.

Damit steht wohl eine Aufgabe für die Trainingswoche fest, darauf müssen sich die Preußen vorbereiten. Und vielleicht auch auf einen alten Bekannten mit Massih Wassey. Der 29 Jahre alte gebürtige Münsteraner kommt auf 21 Drittliga-Partien und sieben Tore. „Jeder weiß, dass er Fußball spielen kann“, sagt Marco Antwerpen. Und: „Jetzt hat er auch die Härte in der 3. Liga angenommen. Ich freue mich für ihn, dass er den Durchbruch geschafft hat, er ist ein guter Typ.“►  Preußen-Lazarett: Tobias Warschewski (Mittelfuß-Probleme) sowie Adriano Grimaldi und Fabian Menig (beide Oberschenkel-Beschwerden) haben zu Beginn der Trainingswoche Blessuren. Dafür kehrt Nico Rinderknecht wieder in das Teamtraining zurück.



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