Fr., 01.06.2018

Ausdehnung der Spieltage Jetzt auch Montagsspiele in der 3. Liga

Jubel in München: 1860 ist wieder drittklassig.

Neu in Liga 3 und wahrscheinlich absoluter Publikumsmagnet: 1860 München. Aber auch die Löwen müssen sich ab sofort auf Montagsspiele einstellen. Foto: dpa

Osnabrück - 

Ab der Fußball-Saison 2018/19 wird die 3. Liga ein Montagsspiel haben. Nach Informationen wird an allen Spieltagen außerhalb einer englischen Woche eine Partie am Montag um 19 Uhr angepfiffen.

Von Harald Pistorius

Der Deutsche Fußball-Bund wird diese Neuerung in Kürze verkünden. Von der Telekom, die alle 380 Spiele live überträgt, gab es keine Bestätigung des neuen Spieltags-Schemas. Doch die Informationen, die aus den Vereinen durchsickern sind eindeutig – und der DFB hat in seinem Rahmenterminkalender 2018/19 den Montag als Spieltag der 3. Liga bereits ausgewiesen.

Spieltag über vier Tage verteilt

Eine Partie am Freitag, sechs am Samstag, zwei sonntags und der Abschluss am Montag – das wird aller Voraussicht nach das Raster für die 3. Liga sein.

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte das Unternehmen aus Bonn die Rechte für die Zeit von 2018 bis 2022 erworben und war wenig später als Lizenznehmer der öffentlich-rechtlichen Agentur SportA vorzeitig und kurzfristig in die Übertragungen eingestiegen. Dabei konnte die ARD im freien Zugriff 120 Spiele live in den dritten Regionalprogrammen übertragen. Das ändert sich mit dem Saisonstart am 27. Juli: Nur noch 86 der 380 Partien kann die ARD live in ihren Regionalprogrammen übertragen und hat dabei ausschließlich Zugriff auf die Samstagspiele.

Fotostrecke: Die Drittliga-Gegner von Preußen Münster

Damit profiliert sich die Telekom als TV-Partner der 3. Liga – nach einer Anlaufsaison, die der Konzern als vollen Erfolg bewertet. „Die Zahlen haben gestimmt, die Qualität der Übertragungen war top, wir haben von Vereinen und Fans durchweg positives Feedback bekommen“, sagt Henning Stiegenroth, Sport-Marketing-Chef der Telekom, „in einem Satz: Wir sind von der 3. Liga mit offenen Armen aufgenommen worden.“

TV-Honorar für Vereine steigt

Der Plan, die 3. Liga als die bodenständige, fannahe Fußballspielklasse zu präsentieren, sei aufgegangen. „Die Vereine, die Spieler und die Trainer haben sich trotz anfänglicher Skepsis darauf eingelassen“, sagt Stiegenroth, der sich mit diesem TV-Fußballprodukt bewusst absetzen will von der Sterilität der Übertragungen von der ganz großen Bühne.

Pünktlich zum offiziellen Einstieg der Telekom kommt die 3. Liga in ihrer zehnten Saison so attraktiv wie nie zuvor daher. „Natürlich tut es uns leid, dass Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern absteigen mussten“, sagt er, „aber für die Liga und uns sind diese Vereine genauso ein Glücksfall wie die die Aufsteiger.“ Das gilt auch für Energie Cottbus, 1860 München und KFC Uerdingen.

Auch für die Vereine lohnt sich die anhaltende Sport-Offensive der Telekom. Das TV-Honorar steigt in der nächsten Saison auf 850 000 Euro pro Club; die Präsenz in den Live-Übertragungen steigert die Wirksamkeit der Werbung auf Bande und Trikot. Inklusive der Erlöse aus dem Ligasponsoring kassiert jeder Drittligist fast 1,2 Millionen Euro aus der Zentralvermarktung des DFB.



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