Mi., 20.06.2018

Fußball: A-Jugend-Bundesliga Riesiger Umbruch erschwert die Aufgabe für Preußen-Coach Tasdelen

Künftig noch besser üben: Benjamin Sicking (l.), Marc-André Dütschke (M.) und Nico Rensing (2.v.r.) übergaben im Namen des Fanprojekts die Spende an U-19-Cheftrainer Cihan Tasdelen und den kaufmännischen Geschäftsführer Bernhard Niewöhner (r.).

Künftig noch besser üben: Benjamin Sicking (l.), Marc-André Dütschke (M.) und Nico Rensing (2.v.r.) über­gaben im Namen des Fanprojekts die Spende an U-19-Cheftrainer Cihan Tasdelen und den kaufmännischen Geschäftsführer Bernhard Niewöhner (r.). Foto: SC Preußen

Münster - 

Die neue Saison wird keine leichte für die U 19 des SC Preußen. Es geht wohl ausschließlich um den Klassenerhalt in der Bundesliga West. Der Etat ist noch mal geschrumpft. Entsprechend zeitig hat Trainer Cihan Tasdelen wieder zum Training gebeten.

Von Thomas Austermann

15 Spielzeiten gab es in der A-Junioren-Bundesliga seit ihrer Einführung. Acht davon machten Fußball-Mannschaften des SC Preußen Münster mit – in der „Ewigen Tabelle“ sind bei 208 Partien 55 Siege verzeichnet. Trainer Cihan Tasdelen hat die verschiedenen Kader seit Rückkehr in die Erstklassigkeit Mitte 2014 vier Mal nacheinander ans rettende Ufer gesteuert. Zuletzt mit satten zwölf Punkten Abstand auf die unerwünschte Zone.

Die letzte und bemerkenswert erfolgreiche Serie ist schon wieder Geschichte. Seit dem 5. Juni trainiert der neue Kader bereits auf die am 14. August startende Serie hin. „Richtig ernst wird es dann ab dem 25. Juni. Dann gehen wir volle Pulle“, sagt Tasdelen. Er hat gemeinsam mit seinem Assistenten Holger Heppe einiges vor. Weil es viel zu tun gibt.

Erstmals wird die Vorbereitung durchgezogen statt von einer (Ferien-)Pause unterbrochen. „Wir steuern es etwas anders als sonst. Aktuell gibt es zwei oder drei Einheiten pro Woche, mehr noch nicht. Wir steigern uns dann aber gehörig“, beschreibt Tasdelen. Dank Sportwissenschaftler Heppe sind einige leistungsdiagnostische Erhebungen möglich. Die Hinweise fließen in die Trainingsarbeit ein. Für einige Kicker wird das Neuland sein. Wie der Liga-Alltag später auch, denn „noch nie hatten wir so viele Spieler im Aufgebot, die aus unteren Ligen zu uns kommen“, erläutert Tasdelen.

Im 23-köpfigen Kader, dem offiziell der neue Keeper Marian Prinz (Nummer drei der Profis) nicht angehört, stehen sieben zuletzt schon in der A-Jugend eingesetzte Spieler aus dem Jahrgang 2000, fünf aus der letzten U 17 des SCP und elf von außerhalb verpflichtete Kandidaten. Tasdelen sah sich im letzten Halbjahr alleine 30 Spiele in der Junioren-Landesliga an, um potenzielle Zugänge zu sichten. Etliche stellten sich im Probetraining vor. „Es war schwieriger als zuletzt. Wir stellen uns jetzt einem Projekt, das interessant und spannend ist“, sieht Tadelen eher die Herausforderung als die Nachteile. Die hat der SCP sowieso im Wettbewerb mit der West-Konkurrenz, die zum Teil mit Millionen-Etats bereits für die A-Junioren arbeitet. Und durch die Bank 28 oder mehr Spieler zum Saisonkader zählt.

Externe Neuzugänge

Max Michalak (TSG Marl-Hüls), Nico Holtmann (VfB Waltrop), Mick Nabrotzki (VfL Bochum), Til Busemann (FC Schalke 04), Mathis Schrick (VfL Osnabrück) Nicolai Remberg (FC Eintracht Rheine), Carl Olbrich (SC Münster 08) Jonas Schneck (Hombrucher SV), Finn Wortmann (TSV Marl-Hüls), Robin Flechsig (VfL Bochum), Bajrush Osmani (Hombrucher SV)– dazu fünf U-17-Spieler

Wie üblich zieht Tasdelen mit dem Tross in ein Kurztrainingslager Ende Juli und wird in Warpe im Landkreis Nienburg/Weser zum Feinschliff antreten lassen. Denn klar sei: „Wir brauchen ganz viel taktischen Input und körperliche Präsenz.“► Dank einer 1400-Euro-Spende des Fanprojekts stellen die SCP-Juniorenteams künftig im Training nagelneue und stabile Freistoß-Dummies auf.



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