Mi., 27.06.2018

Fußball: 3. Liga Die Suche des SC Preußen nach einem Hauptsponsor geht in die finale Phase

Malte Metzelder muss als Preußen-Geschäftsführer für den sportlichen Bereich weiter jeden Cent umdrehen.

Malte Metzelder muss als Preußen-Geschäftsführer für den sportlichen Bereich weiter jeden Cent umdrehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Kassen des SC Preußen Münster sind alles andere als prall gefüllt – und das macht die Suche nach Neuzugängen nicht gerade einfacher. Nur gut, dass sich die Suche nach einem neuen Hauptsponsor dem Ende entgegenneigt, wie SCP-Geschäftsführer Malte Metzelder nun erklärt hat.

Von Thomas Rellmann

Für den Freitag nächster Woche, also den 6. Juli, hat Preußen Münster den offiziellen Termin für das Mannschaftsfoto der Saison 2018/19 angesetzt. Die Profis streifen dann die schmucken und bei Fans schon jetzt beliebten Trikots mit schwarzen und grünen Streifen über, die zumindest von vorne etwas vom Retrolook haben.

Doch halt – ergeben die geplanten Aufnahmen überhaupt Sinn, wenn die Brust blank ist? Der Verein sucht ja bekanntlich noch seinen Hauptsponsor für die neue Saison. Sportchef Malte Metzelder gibt sich gelassen: „Den Termin kann man notfalls ja verschieben – aber vielleicht haben wir bis dahin auch schon konkrete Ansagen.“ Er demonstriert durchaus Zuversicht. „Noch nicht morgen“, aber in den nächsten „zehn bis 14 Tagen“ rechnet der 36-Jährige mit einer Entscheidung.

Erste Pflöcke einschlagen

Der SCP befindet sich also weiter mit „interessanten Unternehmen aus der Region“ im Austausch, unabhängig davon, wie hoch letztlich die Erlöse werden. Ohnehin hat es sich die Führungsmannschaft zur Aufgabe gemacht, potenzielle Partner in der Stadt, zu denen die Preußen viele Jahre gar keinen Kontakt pflegten, anzusprechen, einen Austausch zu veranlassen, erste Pflöcke einzuschlagen. Dabei geht es weniger um den Schriftzug auf den neuen Shirts, sondern eher um die Ebenen darunter.

Weitere Sponsoren sind schließlich unabdingbar. Am besten gleich Investoren für die Kapitalgesellschaft. Denn auch ein knappes halbes Jahr nach der Ausgliederung müssen die Münsteraner weiter knapsen. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass trotz des Weggangs von Michele Rizzi (VfL Wolfsburg II), der mit einem 2016 geschlossenen Vertrag zu den absoluten Spitzenverdienern zählte, keine großen Sprünge möglich sind.

Klingenburg nächster Neuzugang?

Die zuletzt verpflichteten Akteure (Oliver Schnitzler, Ugur Tezel, Philipp Müller) stopften nur ohnehin lange bekannte Lücken. Den von Trainer Marco Antwerpen gewünschten zentralen Mittelfeldspieler kann sich der Club Stand jetzt nicht leisten. Einzig René Klingenburg, der seit zwei Wochen als Gast in Münster ist und zwischenzeitlich mit einer Knieblessur pausieren musste, wäre noch drin. Und es sieht ganz gut aus: „Er ist von dem, was er mitbringt, sehr interessant. Seine Verletzung ist deutlich besser geworden“, sagt Metzelder und hofft, dass die sensible Stelle nicht noch mal reagiert. Aber er betont gleichfalls: „Danach müssten wir, was Transfers betrifft, erst mal innehalten.“

Zumal auch nicht mehr mit dem Weggang von Außenspieler Lucas Cueto zu rechnen ist. „Er hat unsere klare Botschaft bekommen“, sagt Metzelder zwar. „Aber wir gehen auch fair mit ihm um, geben ihm Spielzeit in den Tests. Und er haut sich rein.“ Wie auch Tobias Warschewski, den der Geschäftsführer „auf dem Weg zu alter Frische“ sieht.



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