So., 01.07.2018

Fußball: 3. Liga Offensivallrounder Müller mit neuem Anlauf bei Preußen

Philipp Müller hat bisher in den Testspielen vielversprechende Eindrücke hinterlassen.

Philipp Müller hat bisher in den Testspielen vielversprechende Eindrücke hinterlassen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Ein Neunanfang ist es nicht zwingend für Philipp Müller, aber einen neuen Anlauf kann man seinen Wechsel zu Preußen Münster schon nennen. In den bisherigen Tests überzeugte Ex-Wiesbadener mit Vielseitigkeit und guter Technik.

Von Thomas Rellmann

Ehrlich ist er schon mal, der neue Offensivallrounder der Preußen. „Ein, zwei Wochen brauche ich schon noch, um meine Fitness zu holen. Meine Kollegen sind ja eine Woche länger im Training“, sagt Philipp Müller. Vor zehn Tagen hat der SCP ihn ablösefrei geholt. Das war wohl nur möglich, weil er eine Seuchensaison hinter sich hat. Aufgrund von Fersenproblemen konnte er nur zwölf Drittliga-Spiele für den SV Wehen Wiesbaden absolvieren, nachdem das Jahr zuvor absolute Stammkraft gewesen war. „Dabei bin ich eigentlich gar nicht verletzungsanfällig“, sagt Müller. Die Preußen jedenfalls schlugen zu und sicherten sich die Dienste des 23-Jährigen, der beim Hamburger SV im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurde und an der Elbe wie auch beim VfL Wolfsburg auch schon an der Schwelle zum Bundesliga-Kader stand.

Das große Plus des Spielers ist die Vielseitigkeit. Auch auf mehrfaches Nachfragen ist aus ihm keine Lieblingsposition herauszuquetschen. „Da, wo der Trainer mich aufstellt“, lächelt er und korrigiert sich schnell. „Das klingt zu sehr nach Floskel.“ Linker oder rechter Flügel, hängende Spitze, vielleicht Zehner oder Achter – das sind die Stellen, für die Müller infrage kommt. „Ich spiele mal außen, mal innen, das hat sich bei mir eigentlich jedes Jahr geändert.“ Die Eingewöhnung in sein neues Team fiel ihm nicht wirklich schwer, auf dem Platz ist er mittendrin im Geschehen. „Klar, Abstimmungsfehler gibt es anfangs immer, aber mir gefällt die Weise, wie wir spielen“, sagt er. Außerdem hat er Freude an der Trainingssteuerung gefunden. „Die Dosierung ist schon top, dazu arbeiten wir viel mit dem Ball.“ Gerade filigranen Kickern gefällt sowas.



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