Do., 05.07.2018

Fußball: 3. Liga Köln, Jena, Lautern, Lotte, Derby – Preußen mit Startprogramm zufrieden

Wiedersehen im August: Osnabrücks Adam Susac (h.) und Preuße Tobias Rühle.

Wiedersehen im August: Osnabrücks Adam Susac (hinten) und Preuße Tobias Rühle. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Preußen sind mit ihren Auftaktprogramm in der 3. Liga zufrieden. Erst bei Fortuna Köln, dann zu Hause gegen Jena, in der Woche in Kaiserslautern, ehe zwei Nachbarschaftsduelle warten. Trainer Marco Antwerpen bekennt sich zudem zu Flutlichtspielen.

Von Thomas Rellmann

Sportlich hätte es zum Auftakt zumindest nominell sicher härter kommen können für die Preußen. Aber was heißt das schon? Der Spielplan für die Saison 2018/19 ist draußen. Für die reisefreudigen Fans sind wichtige Fakten geschaffen, die Verantwortlichen nehmen die Sache dagegen eher gelassen bis gleichgültig zur Kenntnis. Tenor: Wir müssen sowieso gegen jeden zwei Mal ran.

Es geht wieder mit einem Auswärtsspiel los, die Reise ist aber eine kurze und führt zu Fortuna Köln (27. bis 30. Juli). Die exakten Ansetzungen liegen noch nicht vor, das Eröffnungsspiel wird Münster aber gewiss nicht bestreiten. Eher schon der 1. FC Kaiserslautern und 1860 München oder der Karlsruher SC und Eintracht Braunschweig – vielleicht auch Energie Cottbus und Hansa Rostock. Womit die meisten der Aufstiegsanwärter schon genannt wären.

Noch immer kein Trikotsponsor

Die Suche nach dem Hauptsponsor nimmt kein Ende. Weil auch drei Wochen vor Saisonbeginn noch kein Nachfolger für Tuja gefunden ist, haben die Preußen, wie fast schon befürchtet, den Termin für das Mannschaftsfoto um zwei Wochen von diesem Freitag auf den 20. Juli nach hinten verschoben. Allmählich geraten der Verein und auch Vermarkter Lagardere Sports unter Druck, denn im Prinzip ist seit eineinhalb Jahren klar, dass ab der Spielzeit 2018/19 ein neuer Partner die Trikotbrust zieren muss. Im Herbst 2016 trat schließlich Thomas Bäumer als langjähriger Aufsichtsratschef und Tuja-Geschäftsführer von seinem Amt zurück, unter der Zusicherung das Sponsoring natürlich vertragsgemäß bis zum Ende der jetzt abgelaufenen Saison fortzuführen. „Diese Dinge werden intern schon thematisiert“, sagt Sportchef Malte Metzelder. Logisch, dass sich die Verhandlungsposition der Preußen im Gespräch mit potenziellen Partnern von Tag zu Tag nicht gerade verbessert. Die rund 800 000 Euro, die bisher auf diesem Weg erlöst wurden, sind ohnehin nicht annähernd erreichbar. Wie groß letztlich der finanzielle Schaden für den Verein ist, lässt sich bislang kaum beziffern. Dass das Merchandising-Geschäft (noch können keine Trikots ohne Werbung gekauft werden) gewaltig stockt, liegt aber auf der Hand. Das wirtschaftliche Risiko für den „worst case“ liegt dem Vernehmen nach beim SCP. „Klar, es geht um erhebliche Beträge“, so Metzelder. In den Lizenzunterlagen hat der Verein schließlich Zielwerte für die einzelnen Positionen eingereicht.

Für den SCP geht es weiter mit dem ersten Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena (3. bis 5. August), ehe in der Woche der Lauterer Betzenberg wartet (7./8. August). Es folgt das Nachbarschaftsduell mit den SF Lotte zu Hause (10. bis 13. August) – und nach einer 14-tägigen Pokal-Pause das Derby beim VfL Osnabrück (24. bis 27. August). Anschließend treten die Münsteraner daheim gegen den KFC Uerdingen (31. August bis 3. September) an, der am Donnerstag Weltmeister Kevin Großkreutz verpflichtet hat. Danach kommt bereits wieder eine Länderspielpause.

„Ich kann mit dem Programm sehr gut leben“, sagt Sportchef Malte Metzelder. „Ich glaube, das ist ein vernünftiger Mix aus Highlights wie in Lautern oder Spielen in der Nähe wie bei Fortuna oder in Osnabrück.“ Trainer Marco Antwerpen freut sich besonders auf den Auftakt im Rheinland: „Für die Fans ist das doch super. Ich hoffe, wir können ein Heimspiel daraus machen.“ Grundsätzlich sieht der 46-Jährige „sehr viele attraktive Gegner“ in der Liga. „Und der Betze am Abend ist natürlich sensationell, auch wenn der Termin für unsere Zuschauer nicht so schön gelegen ist. Für die Spieler wird das aber eine tolle Sache.“

Bemerkenswert ist noch, dass die Preußen zum Jahresende eine ganze Reihe von Heimspielen absolvieren. Erst die beiden gegen Braunschweig und den Halleschen FC, zwischendrin eine Auswärtspartie in Karlsruhe und schließlich die letzte Begegnung der Hinrunde gegen den FSV Zwickau sowie ganz knapp vor Weihnachten das erste Rückrundenspiel gegen Köln. Weiter geht es dann Ende Januar in Jena.

Zum Ende der Spielzeit haben die Preußen dann noch einige Reisen vor sich. Drei der letzten vier Begegnungen finden in der Fremde statt. Von März bis Mai heißen die Ziele Cottbus, Wiesbaden, Würzburg, München, Braunschweig, Halle und Zwickau. Die Fahrt nach Sachsen zum Saisonfinale (18. Mai) trifft vermutlich auch nicht jedermanns Geschmack. Aber das ist noch weit entfernt.

Antwerpen übrigens outet sich als großer Freund von Freitagabend-Spielen. „Die hatten immer ihren Reiz. Klar, der Samstagnachmittag hat auch was. Aber Flutlicht macht immer was her.“ Mit dem Anstoß am Sonntag um 13 Uhr tut er sich dagegen schwer. Der DFB hat versichert, die Ansetzungen auf alle Vereine möglichst gleichmäßig zu verteilen.

Den gesamten Spielplan gibt es hier.



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