So., 08.07.2018

Fußball: 3. Liga Warschewski trifft und überzeugt beim 1:2 der Preußen gegen Wiedenbrück

Der Mann mit der Nummer 45: Rene Klingenburg setzt sich hier gegen Daniel Latkowski durch und konnte ansonsten als Testspieler bislang durchaus überzeugen.

Der Mann mit der Nummer 45: Rene Klingenburg setzt sich hier gegen Daniel Latkowski durch und konnte ansonsten als Testspieler bislang durchaus überzeugen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Tobias Warschewski traf für den SC Preußen Münster zum 1:1 gegen den SC Wiedenbrück im Testspiel in Freckenhorst gegen den SC Wiedenbrück. Aber im fünften Testspiel verlor der Drittligist doch mit 1:2 (0:1). Einer beim SCP steht dabei vor einer Vertragsunterschrift.

Von Alexander Heflik

Das Bergfest der Vorbereitung hat der SC Preußen Münster nun hinter sich. Für das umstrukturierte Team des Fußball-Drittligisten gab es dann auch ein neues Gefühl zu erleben. Erstmals unterlag der SCP in einem Testspiel, es war bereits der fünfte Vergleich dieser Art seit Trainingsaufnahme am 13. Juni. Aber nach der Nullnummer gegen ein Allstar-Team sowie Erfolgen über den SC Münster 08, Borussia Dortmund II und sogar Ajax Amsterdam zeigte Regionalligist SC Wiedenbrück den Preußen nun, dass noch einiges zu tun ist bis zum Saisonstart Ende Juli bei Fortuna Köln.

Trotz einer Leistungssteigerung unterlag Münster auf der Sportanlage Feidiek in Freckenhorst vor 600 Zuschauern mit 1:2 (0:1). Vor der Pause liefen die Preußen in einem 4-2-3-1-System der Musik meist nur hinterher. Nach dem Wechsel war in einem 3-4-3 sogar der Sieg möglich. Die Führung des Regionalligisten durch Mike Andreas (34.) glich Tobias Warschewski (72.) aus, ehe Yannik Geisler (85.) einen Wiedenbrücker Konter zum Sieg für die Mannschaft des Trainers Ex-Preußen Björn Mehnert abschloss.

Erste Niederlage im fünften Test. Der SCP-Sportchef stand Rede und Antwort.

Halbzeit in der Vorbereitung – wie steht es um den SCP?

Metzelder: Grundsätzlich sind wir zufrieden. Die Neuen sind bereits integriert, alle sind mit Wohnungen versorgt. Der Wohlfühlfaktor ist damit auch erfüllt.

Offen ist die Verpflichtung von René Klingenburg. Weshalb?

Metzelder: Die Tendenz ist positiv. Wir haben sportlich seine Führungsqualität gesehen. Er fordert den Ball und versteckt sich nicht. Wir werden in der Woche alles weitere besprechen. Damit wären unsere Planungen dann erst mal durch.

Der Blick ist gewagt, aber was für eine Perspektive haben die Preußen in dieser Saison?

Metzelder: Wir haben nun auf jeden Fall eine spannende Mischung von Spielern zusammen.

Marco Antwerpen, der SCP-Coach, schrieb als zentrale Hausaufgabe für die nächsten drei Wochen auf: Defensiverhalten verbessern. „Wir haben wieder zwei Gegentore kassiert“, monierte er. Gerade in der ersten Halbzeit gefiel ihm seine Mannschaft nicht, da dominierte der bissige Regionalligist das Geschehen. Münster hatte lediglich durch Rufat Dadashov eine Kopfballchance. Dagegen ließ die Defensivabteilung den Wiedenbrückern zu viel Raum, das 0:1 passierte dann fast folgerichtig. Antwerpen: „Uns fehlten die Basics, zu wenig Tempo im Spiel, die Passqualität war schlecht, die Ballkontrolle fehlte.“ Vielleicht musste die Formation vor der Pause gegen die Top-Auswahl aus Wiedenbrück auch der ruppigen Trainingswoche Tribut zollen, das war ein Härtetest.

Nach der Pause setzte Testspieler René Klingenburg Akzente, auch Niklas Heidemann und Tobias Rühle auf den Flügeln sorgten für Schwung. Das 3-4-3-Sytem passte besser zum Gegner. Tobias Warschewski hatte trotzdem Glück, weil SCW-Tormann Tim Siegemeyer den Flatterball durch die Hände gleiten ließ. Tatsächlich war der SCP mit einem guten Lucas Cueto dem Siegtreffer näher. Doch einmal noch konterte der Regionalligist und traf durch Geisler zum Endstand.

Die letzte noch ausstehende Personalie dürfte Anfang der Woche geklärt werden, Mittelfeldspieler Rene Klingenburg steht vor einer Vertragsunterschrift, er konnte durchaus Akzente in der Partie im Warendorfer Stadtteil setzen. Zufrieden war der Coach auch mit den „Wackelkandidaten“ Cueto und Warschewski, die der Club eigentlich im Sommer aussortieren wollte. Antwerpen: „Wenn sie so Gas geben wie in diesem Spiel, will sie auch keiner abgeben.“ SCP 1. Halbzeit: Schulze Niehues – Tezel, Scherder, Kittner, Borgmann – Braun, Klingenburg – Hoffmann, Rodrigues Pires, Heinrich (40. Müller) – Dadashov – 2. Halbzeit: Schnitzler – Schweers, Lanius, Borgmann - Menig, Klingenburg (60. Cueto), Kobylanski, Heidemann – Rühle, Warschewski, Müller



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