Do., 26.07.2018

Fußball: 3. Liga Die Saison startet mit zwei Auftakt-Knallern

Adriano Grimaldi (r.), hier mit Herbert Paul und Stürmerkollege Sascha Mölders, ist von den Preußen zu 1860 gewechselt.

Adriano Grimaldi (r.), hier mit Herbert Paul und Stürmerkollege Sascha Mölders, ist von den Preußen zu 1860 gewechselt. Foto: imago/Hafner

Münster - 

„Die beste 3. Liga aller Zeiten“ soll das sein. Könnte hinkommen. Die Namen der Teilnehmer sind klangvoll. Demnach müssen Preußen Münster, die Sportfreunde Lotte und der VfL Osnabrück bei vier Absteigern erst mal ihren Platz finden.

Von Thomas Rellmann

Beobachter und Experten sind sich einig: Das wird die attraktivste 3. Liga aller Zeiten. Das kann oder muss man sogar so sehen. Die Neuzugänge sind allesamt einstige Erstligisten – und der 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig sowie die Aufsteiger TSV 1860 München und KFC Uerdingen (mit dem 2014er-Weltmeister Kevin Großkreutz) gelten auch als Favoriten.

Dazu kommen weitere prominente Clubs wie der ebenfalls ambitionierte Karlsruher SC oder Hansa Rostock, vier weitere Ostclubs, die immer für mächtig Stimmung sorgen, und Alteingesessene wie Preußen Münster oder der VfL Osnabrück.

Aus der Gefahrenzone heraushalten

Die beiden Erzrivalen, die in ihr achtes Drittliga-Jahr gehen, eint die Priorität, sich aus der Gefahrenzone herauszuhalten. In der Vorsaison gelang das erst spät. Auch jetzt hat die Konkurrenz wesentlich mehr Mittel zur Verfügung.

Fotostrecke: Preußen Münsters Kader für die Saison 2018/19 - Kurzporträts

„Wir wollen immer mehr laufen als der Gegner“, sagt SCP-Trainer Marco Antwerpen, der sein Team möglichst auch während einer Partie mit verschiedenen Systemen und Ausrichtungen operieren sehen möchte. Die Devise von VfL-Coach Daniel Thioune, der eine schwierige Einstandssaison hatte, klingt gar nicht viel anders: „Wir wollen weniger labern, wir wollen liefern.“

SF Lotte hofft auf Klassenerhalt

Der dritte Drittligist aus der Region ist zwar noch kein Urgestein, hat aber immerhin zwei aufreibende Spielzeiten hinter sich – und in diesem Sommer einen massiven Umbruch. Die Sportfreunde Lotte hoffen nach einem Traumjahr mit Pokal-Sensationen sowie einer Serie zum Vergessen mit vier Trainern auf mehr Kontinuität und peilen den Klassenerhalt an.

Matthias Maucksch, der neue Mann auf der Kommandobrücke, kam von Regionalligist Union Fürstenwalde und sagt: „Im Abstiegskampf werden sich viele Mannschaften wiederfinden.“

Da es erstmals vier Absteiger gibt und das Feld traditionell gerade hinter der Spitzengruppe sehr eng beieinander liegt, pflichtet ihm da jeder bei. Auch Carl Zeiss Jena, der SV Meppen, die SG Sonnenhof Großaspach, der FSV Zwickau oder Fortuna Köln schauen zuallererst mal nach unten.

Obere Ränge reserviert

Die Ränge im oberen Drittel scheinen jedenfalls für die einstigen Branchenriesen reserviert. Schon der erste Spieltag liefert mehr als einen Vorgeschmack. Das Eröffnungsspiel bestreiten an diesem Freitag die Eintracht und der KSC (19 Uhr).

Am Samstag um 14 Uhr kommt es zum Knaller zwischen Roten Teufeln und Löwen. Auf dem Betzenberg werden fast 45 000 Besucher erwartet – Wahnsinn! Das erste von 30 Montagsspielen bestreiten Lotte und Meppen. Klar ist: Bei so vielen hochgehandelten Teams wird es am Ende auch Enttäuschte geben.



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