Mo., 13.08.2018

Fußball: Westfalenliga Preußen II setzt sich gegen Spexard direkt an die Tabellenspitze

Gemeinsamer Torjubel: Münsters Julian Conze, Zweifachschütze Sören Wald und Jefferson Laiton Lemes (v.l.) hatten bereits vor der Pause die Weichen eindeutig auf Sieg gestellt..

Gemeinsamer Torjubel: Münsters Julian Conze, Zweifachschütze Sören Wald und Jefferson Laiton Lemes (v.l.) hatten bereits vor der Pause die Weichen eindeutig auf Sieg gestellt.. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Das war mal ein echtes Ausrufezeichen des SC Preußen Münster II. Zum Auftakt in die neue Saison gewann das Team zu Hause gegen den SV Spexard mit 6:0 und stellte Trainer Sören Weinfurtner hinterher rundum zufrieden.

Von Michael Schulte

Mit der Aufstellung hat Münsters Trainer Sören Weinfurtner noch nicht alle Register ziehen können, aber dafür hat die Einstellung gestimmt. 90 Minuten gaben alle Preußen 100 Prozent, da kann jeder Übungsleiter nur zufrieden sein. So auch der verantwortliche Mann bei der jungen U 23, die sich mit dem 6:0 (2:0)-Kantersieg über den SV Spexard direkt an die Spitze der Westfalenliga schoss. „Es war eine rundum gelungene Vorstellung meiner Mannschaft. Am meisten hat mir imponiert, dass wir auch mit der klaren Führung im Rücken nie nachgelassen haben. So ist am Ende unser Sieg auch in dieser Höhe verdient.“

Weinfurtner wollte gar nicht verhehlen, dass seiner Elf am Sonntagnachmittag so manches in die Karten spielte. Einmal die hundertprozentige Chancenverwertung vor der Pause, für die Sören Wald allein verantwortlich zeichnete. Beim 1:0 nach 32 Minuten verwertete er ein schönes Zuspiel von Julian Conze, indem er den Spexarder Schlussmann Jan-Hendrik Braend gekonnt ausspielte (32.). Und beim 2:0 nach Freistoß von Adrian Knüver war er mit dem Kopf zur Stelle (40.). Die Gäste hatten vor der Pause zwar auch ihre Möglichkeiten, nutzten sie aber nicht. Erschwerend für sie kam hinzu, dass sich ihr Abwehrchef Steffen Brück kurz nach dem Wechsel ein Foul an Leon Gensicke leistete, das der Unparteiische mit der Roten Karte nach Ansicht vieler Beobachter zu hart bestrafte (49.). Aber den Preußen war es recht, sie konnten im zweiten Abschnitt nach Herzenslust stürmen und noch vier Mal treffen.

Gensicke stellte nach gut einer Stunde auf 3:0, dann folgten die Minuten der Einwechselspieler. Nacheinander trugen sich Ali Ibraim (78.), Eduard Wegmann (84.) und Marius Lackmann (88.) in die Torschützenliste ein. Schön für Weinfurtner, der aber auch sehr zufrieden registrierte, dass bei allen Offensivbemühungen die Abwehrarbeit nicht vernachlässigt wurde. „Das zeugt von einer vernünftigen Einstellung meiner gesamten Mannschaft“, sagte er.

Nach einer gelungenen Teamleistung tun sich Trainer in der Regel schwer, einzelne Spieler aus ihrem Ensemble hervorzuheben. Aber da machte Weinfurtner diesmal eine Ausnahme und lobte ausdrücklich Dominik Klann. „Als Sechser hat er seine Rolle ausgezeichnet und völlig unaufgeregt gespielt. Das hat mich schon sehr überzeugt.“ Dass sich auch Knüver und Conze von ihrer besten Seite zeigten, hatte Weinfurtner natürlich auch gesehen, aber nicht eigens erwähnt. „Die beiden haben nicht umsonst einen Vertrag in der ersten Mannschaft.“ Soll heißen: Dann kann man auch etwas von diesen Youngstern erwarten. Schließlich wollen sie sich über die Westfalenliga für die 3. Liga empfehlen. „Gas geben und nicht ein Prozent nachlassen“, wie es beide unisono auf dem Platz verkündeten. Und das zu einem Zeitpunkt, als es lediglich 2:0 für die Preußen stand. Offensichtlich eine Einstellungssache, die sie mitbringen und damit in Weinfurtners talentierter Truppe offene Türen einrennen. SCP: Dedovic – Laiton Lemes, Burchardt, Klauke, Janßen – Klann – Gensicke (71. Ibraim), Knüver, Born (66. Lackmann) – Wald (71. Wegmann), Conze



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