Mi., 15.08.2018

Fußball: 3. Liga Preußen verzichten auf Sommertransfers – doch was passiert mit Klingenburg?

Rückt in den Vordergrund: René Klingenburg.

Rückt in den Vordergrund: René Klingenburg. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das Transferfenster ist noch bis zum 31. August geöffnet. Theoretisch könnte sich beim SC Preußen noch was tun. Doch Sportchef Malte Metzelder schließt das nahezu aus. Stattdessen wird er bald Shootingstar René Klingenburg und auch Trainer Marco Antwerpen kontaktieren müssen.

Von Alexander Heflik

„Abgeben wollen und werden wir keinen Spieler. Für Einkäufe haben wir die finanziellen Möglichkeiten nicht.“ Malte Metzelder, Sportchef des SC Preußen Münster, weiß natürlich auch, dass sich das Transferfenster Ende des Monats schließt. Dass Trainer Marco Antwerpen nur zu gerne noch den einen oder an­deren Neuen hätte, ist ihm nicht verborgen geblieben. Doch Stand jetzt wird per­sonell nichts passieren.

Nach dem Traumstart mit neun Punkten aus vier Partien und der erneuten Übernahme der Tabellenspitze hat sich am großen Rahmen beim Drittligisten nichts verändert. Der Euro ist knapp, auch wenn ein Trikot­sponsor gefunden ist und zu den beiden Heimspielen 16 460 Zuschauer kamen. Das ist mehr als erwartet, bringt jedoch keinen Spielraum.

Zwei Personalien rücken in dieser frühen Saisonphase dennoch in den Vordergrund. Der Kontrakt mit Trainer Marco Antwerpen läuft im Sommer 2019 aus, Gleiches gilt auch für den des vierfachen Torschützen und neuen Anführers René Klingenburg. Metzelder: „Wir sind superhappy, dass er sich so gut macht.“ Klingenburg, der vom FC Schalke 04 II kam, hält bisher Wort und überzeugt auf ganzer Linie.

Antwerpen führte den SCP in der zweiten Saisonhälfte der Vorsaison nicht nur zum sicheren Klassenerhalt, sondern drückte dem Team seinen Stempel auf. Dadurch, dass der 46-Jährige offenbar weiter auf der Erfolgswelle schwimmt, wird er auto­matisch auch interessant für höherklassige Teams. Das sieht sogar nach einem stabilen Aufschwung aus, Antwerpen und Metzelder gelten als die Macher.

Der Coach und Klingenburg sind dabei zwei von vielen Gewinnern der Startphase beim SCP. „Das Trainerteam leistet gute Arbeit. Aber es ist noch zu früh, um mit Statements nach außen zu gehen“, so Metzelder. Wenn die Kaderplanung für das neue Jahr Fahrt aufnimmt, dürften gerade Vertragsgespräche mit Antwerpen erste Priorität genießen.

Geduld fordert der SCP-Sportchef bei Moritz Heinrich und Dominik Lanius, die bisher im Kader noch gar keine Rolle spielten, ein. Der Angreifer verfüge zwar über großes Talent, müsse aber „im Training zeigen, dass er unbedingt ins Team will“. ­Lanius, ebenfalls erst 21 Jahre alt, stecke noch „voll im Anpassungsprozess“.



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