Mo., 10.09.2018

Fußball: 3. Liga Schnitzler oder Schulze Niehues – wer steht im Preußen-Tor?

Oliver Schnitzler (2.v.r.)

Oliver Schnitzler (2.v.r.) Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Diese Entscheidung wird nicht leicht für Trainer Marco Antwerpen. Stellt er wieder Oliver Schnitzler ins Preußen-Tor oder bekommt nun der eigentliche Vertreter Max Schulze Niehues das Vertrauen. Am Samstag beim VfR Aalen wird es ernst.

Von Thomas Rellmann

In dieser Woche steht Marco Antwerpen eine schwere wie brisante Entscheidung bevor. Der Trainer des SC Preußen muss sich festlegen, wer künftig die Nummer eins im Tor des Drittligisten ist. Oliver Schnitzler hatte im Sommer nach einem ganz engen Rennen in der Vorbereitung den Zuschlag erhalten.

Dann kam das für ihn fatale Derby beim VfL Osnabrück, in dem er erst stark hielt, dann einen Schuss von den Kopf von Marco Alvarez bekam, schließlich bei einem Gegentor nicht optimal und beim zweiten schlecht aussah und zur Halbzeit mit einer später diagnostizierten Gehirnerschütterung raus musste.

„Inwiefern die Verletzung Einfluss auf das 0:2 hatte, kann man jetzt nicht mehr genau sagen“, so Antwerpen mit Blick auf das Pech seines Schlussmanns. Fakt ist, dass der 22-Jährige, der am Mittwoch im Westfalenpokal noch nicht wieder im Kader stand, wieder spielfähig ist. Eine Rückkehr zwischen die Pfosten ist damit aber noch nicht garantiert.

Fotostrecke: Vfl Osnabrück vs. Preußen Münster

Denn Vertreter Max Schulze Niehues lieferte als Ersatzmann mal wieder auf Knopfdruck eine Top-Leistung gegen den KFC Uerdingen ab. „Wir waren sehr zufrieden mit ihm“, so der Coach. „Letztlich entscheidet natürlich auch die Spielleistung. Und da hat Max einen vorgelegt.“

Einer wird enttäuscht sein

Schnitzler hatte in den ersten vier Partien wenig Anlass zu Kritik geliefert (Notenschnitt 2,9), ein paar gute Paraden und nur kleine Unsicherheiten gezeigt. Der frühere U-19-Europameister gilt als der etwas aktivere Torhüter, der etwas modernere und mutigere. Doch Schulze Niehues ist eben seit Jahren die Verlässlichkeit in Person.

Mit dem Drittliga-Aufstieg 2011 kehrte das Eigengewächs zurück zu den Preußen und pendelte seitdem immer zwischen Platz und Bank. Anfangs war er die klare Nummer zwei hinter Daniel Masuch, kam aber immer wieder zu Einsätzen.

2014/15 überholte er den Routinier dann in der Rückrunde, musste sich in der Saison darauf aber wieder hinter Niklas Lomb einsortieren. Es folgte eine Serie als Stammkeeper vor Patrick Drewes, dann die vergangene Spielzeit, in der er Nils Körber nach der Winterpause recht bald ablöste. Und nun eben das Duell mit Schnitzler. Beide legen Wert darauf, dass sie ein sehr gutes Verhältnis pflegen. Dennoch wird im Laufe der Woche, wenn Antwerpen seinen Entschluss fällt, einer sehr enttäuscht sein.

► Ole Kittner, der vor drei Wochen einen kleinen Eingriff am Knie über sich ergehen ließ, trainiert mittlerweile wieder individuell.

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