Do., 13.09.2018

Fußball: 3. Liga Preußen-Verteidiger Menig im Interview: „Kleinreden müssen wir uns nicht“

Das ist das Spiel des Fabian Menig: Der Rechtsverteidiger steckt keinen Zentimeter zurück und wird dafür von Trainer Marco Antwerpen extrem geschätzt.

Das ist das Spiel des Fabian Menig: Der Rechtsverteidiger steckt keinen Zentimeter zurück und wird dafür von Trainer Marco Antwerpen extrem geschätzt. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Fabian Menig zieht es manchmal nach Süddeutschland in die Heimat. Entweder, um seine Familie zu besuchen, oder nach Aalen, um bei seinem Ex-Club drei Punkte abzuholen. Der Preußen-Verteidiger freut sich auf jeden Fall auf das Wiedersehen.

Zwei Mal innerhalb von einer Woche nimmt Fabian Menig die Reise von Westfalen bis ins tiefe Baden-Württemberg auf sich – einmal privat, einmal beruflich, aber in beiden Fällen gern. Die Länderspielpause mit dem komplett trainingsfreien Wochenende nutzte der 24-Jährige, um in seine Heimat Freiburg zu fahren. Am Freitag nun bricht er mit seinen Kollegen vom SC Preußen im Bus zum Auswärtsspiel bei seinem Ex-Club VfR Aalen (Samstag, 14 Uhr) auf. Unser Redaktionsmitglied Thomas Rellmann bat ihn zum Interview.

Mehr als 2100 Kilometer auf Deutschlands Autobahnen binnen sieben Tagen. Für Sie eine Ochsentour?

Menig: Gar nicht. Ich mache das ja freiwillig. Diesmal lohnte es sich für mich, in den Süden zu fahren. Eineinhalb Tage bei der Familie taten einfach gut.

Kam die Liga-Auszeit auch für die Mannschaft nach zwei Niederlagen passend?

Menig: Unabhängig von den Ergebnissen ist es immer mal gut, vom Fußball abzuschalten. Wir haben ein schweres Auswärtsspiel vor der Nase, danach eine hammermäßige Englische Woche gegen Cottbus, in Rostock und gegen Wiesbaden. Da hilft es, frisch und gut gerüstet zu sein.

Hatten das 0:3 in Osnabrück und das 0:1 gegen Uerdingen etwas miteinander zu tun? Ein Trend?

Menig: Man muss die Spiele eher einzeln bewerten. Im Derby haben wir 40 Minuten ein Top-Spiel gemacht, danach lief es gegen uns. Gegen Uerdingen waren wir nicht unterirdisch, aber auch nicht so, wie wir es uns vorstellen. Wir haben wieder gesehen, wie eng es zugeht und wie schnell das erste Tor das Siegtor sein kann. Kleinreden müssen wir uns aber definitiv nicht. Wir haben ja in der Saison schon bewiesen, dass wir es besser können. Nur die hundert Prozent, die brauchen wir immer.

Haben die sechs Partien bereits gezeigt, was das Spiel des SCP in diesem Jahr ist, worauf es ankommt, wofür das Team steht?

Menig: Schwierig, wir haben ja auch innerhalb der Spiele ganz unterschiedlich agiert. Mal im Angriffspressing, mal im Abwehrpressing. Hinten haben wir noch nicht die Stabilität wie in der letzten Rückserie, obwohl wir da kaum Aderlass und Veränderungen hatten. Dafür haben wir vorn gezeigt, dass wir unberechenbar sind, dass wir doch Tore ­machen können.

Nominell waren ja oft viele defensive Spieler auf dem Platz . . .

Menig: Aber nur nominell. Gerade Niklas Heidemann links und ich rechts haben außen auch immer einen klaren Auftrag, nach vorne Gas zu geben.

Zwei Mal überzeugte Ihr Vertreter Ugur Tezel zuletzt im Westfalenpokal. Ist Ihr Stammplatz in der Startelf Gefahr?

Menig: „Ulli“ ist ein guter Typ mit viel Talent. Wichtig, dass er dranbleibt. Aber ich glaube nicht, dass ich bangen muss. Dafür haben meine Leistungen bisher doch keine Argumente geliefert.

Wie steht’s um die Kontakte nach Aalen?

Menig: Das sind noch viele. Klar, einige Namen sind weg. Mit fünf, sechs Spielern bin ich aber weiter eng. Mit Betreuern, Teammanager, Pressesprecher sowieso.

Nimmt der VfR eine ähn­liche Rolle wie Preußen Münster in dieser 3. Liga ein?

Menig: Es ist vergleichbar. Gerade in Aalen sind keine Mittel für Top-Stars. Stattdessen ein guter Zusammenhalt, ein homogener Kader. Und dazu eben vorne ein paar richtig gute und schnelle Leute wie Luca Schnell­bacher oder Matthias Morys.



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