So., 23.09.2018

Fußball: A-Junioren-Bundesliga Preußen retten im wilden Spiel gegen Düsseldorf späten Punkt

Jonas Schneck (r.), der hier den Düsseldorfer Enrique Lofolomo verfolgt, erzielte den Ausgleich für die U 19 der Preußen.

Jonas Schneck (r.), der hier den Düsseldorfer Enrique Lofolomo verfolgt, erzielte den Ausgleich für die U 19 der Preußen. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

So richtig in Tritt gekommen sind die A-Junioren des SC Preußen noch nicht. Mit dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf retteten sie aber zumindest spät ihren Heimnimbus. Die Moral stimmte, das war gut ersichtlich in einem eher wilden Spiel.

Von Thomas Austermann

Beachtliche Comeback-Qualitäten bewiesen in der A-Junioren-Bundesliga der SC Preußen, der im Dauerregen auf schwer bespielbarem Stadionrasen drei Mal einen Rückstand egalisierte und ein intensives Duell gegen Fortuna Düsseldorf mit 3:3 (2:2) beendete. Alle fünf Saisonzähler holte die Mannschaft in Heimspielen. Auf etlichen Positionen zwangsweise umgestellt, sah sich die Elf von Coach Cihan Tasdelen einer selbstbewussten und flüssig kombinierenden Fortuna-Elf gegenüber, die Trainer-Dauerbrenner Sinisa Suker (13. Saison bei der U 19) gut eingestellt hatte. Nach ruhenden Bällen sollte es die Szenen des Tages geben. Die Gäste legten vor, weil sie einen von Münster nicht geklärten Eckball durch Innenverteidiger Nikell Touglo nutzen (13.).

Postwendend aber sorgte Preußens Offensiv-Plus Cyrill Akono per Kopf für den Ausgleich (14.), als Keeper Mario Zelic zögerte. Das offene Spiel fand aber weiterhin im Schlagabtausch-Rhythmus statt: Dem 2:1 von Gäste-Stürmer Timo Bornemann (32.) ließ Akono per Foulelfmeter direkt das 2:2 folgen (35.) – gefoult wurde er selbst von Torwart Zelic. Der Angreifer, der schon vier Saisontreffer in der Bilanz stehen hat, agierte auf der linken offensiven Seite sehr einsatzfreudig, ehe ihm nach dem Wechsel immer mehr zugesetzt wurde.

Tasdelen gab in der Pause den Plan aus, „mehr Raumdruck zu entfachen“, um der spielstarken Fortuna nicht mehr den Platz zu überlassen. Erst einmal mündete der Plan im Nichts – Düsseldorfs Shinta Appelkamp traf aus dem Rückraum (53.), weil die Preußen zuvor den andribbelnden Tim Potzler auf der Seite zu dritt weder irritieren oder stoppen konnten. Auch der Rückschlag aber ließ die Adler-Elf nicht einknicken. Im phasenweise wilden Spiel mit etlichen wackligen Szenen vor beiden Toren blieb die Fortuna im Konter gefährlich und war gerade auf den Außen schwer zu bremsen. Die durchweg fleißigen Preußen aber machten die Meter und hatten das Glück, dass in der 80. Minute ein Freistoß zen­tral vom schnell reagierenden Jonas Schneck zum 3:3 genutzt wurde. Diese Szene verschliefen nun wieder die Gäste komplett.

„Wir haben es geschafft, immer wieder zurückzukommen“, lobte Tasdelen die Moral und wies auf den Umstand hin, dass ein Til Busemann seit eineinhalb Jahren kaum Praxiserfahrung aufweisen konnte und Akteure wie Verteidiger Mathis Schrick oder Torschütze Schneck auf gänzlich ungewohnten Positionen zum Einsatz kamen. SCP: Prinz – Schrick, Pohl, Nabrotzki – Busemann (63. Heering), Osmani (46. Husha), Remberg, Frenkert – El Gourari (79. Demir), Schneck, Akono (90.+1 Martin)



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