Di., 20.11.2018

Fußball: Westfalenliga Reife Vorstellung der Preußen-Reserve gegen Rödinghausen II

Preußen-Angreifer André Born (r.) lässt in dieser Szene Rödinghausens Tom Fuhrmann stehen. Am Ende gewann der SCP auch verdient.

Preußen-Angreifer André Born (r.) lässt in dieser Szene Rödinghausens Tom Fuhrmann stehen. Am Ende gewann der SCP auch verdient. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

So präsentiert sich ein Spitzenreiter! Preußen Münster II legte eine richtig starke Vorstellung hin und besiegte im Top-Spiel der Westfalenliga den SV Rödinghausen II mit 2:0. Es muss nicht immer brillant sein, sondern kann auch manchmal wehrhaft zur Sache gehen, so die Erkenntnis.

Von Thomas Austermann

Das Duell des Ersten mit dem Zweiten der Westfalenliga hielt, was es versprach. Den in jeder Sekunde herausfordernden Austausch der einzigen zweiten Mannschaften gewann Spitzenreiter Preußen Münster II mit 2:0 (0:0) gegen den SV Rödinghausen II und baute seine Führungsposition nach sehr reifer Vorstellung aus.

Trainer Sören Weinfurtner hat allen personellen Rückschlägen und Wechseln zum Trotz eine nicht nur spielstarke und taktisch flexible Truppe aufgebaut – jetzt wurde sie auch in der Defensive voll gefordert und bestand diese Prüfung mit Bravour. Dabei schied Innenverteidiger Jan Klauke (Leistenprobleme) nach 23 Minuten bereits aus. Seinen Part übernahm mit Nils Burchardt einer derjenigen, die stets Verantwortung tragen.

Rödinghausen erschreckte die Münsteraner mit einer hohen ersten Pressinglinie, die schon die Abschläge von Keeper Marko Dedovic zur verzwickten Angelegenheit werden ließ. Zunächst taten sich die Adlerträger schwer, ins Aufbauspiel zu kommen. Auch, weil die Gäste schon mal rustikal in die Zweikämpfe preschten. Den quirligen Ali Ibraim aber kontrollierte der SVR nicht immer – Preußens Offensivspieler hatte Abschlüsse ohne Trefferglück. Die Gäste suchten zwar ihren Torjäger Jonas Burke, aber die enorm aufmerksame Preußen-Kette ließ Anspiele kaum zu. Da agierte jeder hellwach und konzentriert.

Die Spielfortsetzung gelang mit der Zeit besser, weil die Gastgeber sich aufs Zustellen und Anlaufen einstellten und die Sechser besseren Kontakt fanden. Mit Marius Lackmann setzte ein Abwehrmann einen Distanzschuss an, dem nicht viel zum Treffer fehlte (56.). Nach einem Konter hob der schnelle Ibraim frei vor dem Kasten den Ball drüber (59.). Für den Gast, der seinen hohen Aufwand nun etwas dosierte, hielt nur Ilias Illig mit einer Szene mit (63.).

Von Spielleiter Lars Sielemann prallte der Ball dann in Ibraims Füße – mit Tempo und dem richtigen Überblick dribbelte der Offensive die Gegenspieler aus und traf überlegt (66.). Nachdem erneut Illig freistehend verzog (69.), „wusste ich, dass wir gewinnen würden“, sagte Burchardt später mit einem Lächeln. Mit Marius Mause kam noch ein Verteidiger, der nach Verletzungsphase langsam wieder richtig fit wird. Die Spielkontrolleure legten nach: André Borns scharf geschlagene Ecke wuchtete Abwehrmann Julius Woitaschek fulminant per Kopf ins Tor (83.).

„Manchmal geht es eben auch ums Verteidigen, manchmal wird es dreckig – da gehen wir mit“, lobte Weinfurtner. „Das war leidenschaftlich und herausfordernd. Nach dem Wechsel haben wir uns vom Pressing weniger beeindrucken lassen, sondern gute Lösungen gefunden. Gegen eine Top-Elf haben wir ja nur sehr wenig zugelassen.“ SCP: Dedovic – Lackmann, Woitaschek, Klauke (23. Wegmann), Conze – Klann, Burchardt – Born, Kerellaj, Ibraim (80. Touray) – Özmen (74. Mause)



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