So., 09.12.2018

Fußball: A-Junioren-Bundesliga Den Favoriten düpiert – Preußen Münster schlägt den 1. FC Köln mit 3:0

Mit vereinten Kräften stemmten sich Nicolai Remberg (2.v.r.) und der später verletzt ausgeschiedene Lukas Frenkert (r.) gegen die Kölner Übermacht – und das beim 3:0 erfolgreich.

Mit vereinten Kräften stemmten sich Nicolai Remberg (2.v.r.) und der später verletzt ausgeschiedene Lukas Frenkert (r.) gegen die Kölner Übermacht – und das beim 3:0 erfolgreich. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Der Sieg war so überraschend wie wichtig: Mit dem 3:0 gegen den 1. FC Köln haben die A-Junioren des SC Preußen Münster im Abstiegskampf einen Akzent gesetzt. Dabei nutzte der Außenseiter gegen den Favoriten vom Rhein seine Überzahl in der zweiten Halbzeit konsequent.

Von Thomas Austermann

Die Sensation fand statt – in Überzahl und mit Wind im Rücken: Beim Jahreskehraus überraschten und düpierten die ungemein leidenschaftlichen und im Kollektiv zwingend agierenden A-Junioren des SC Preußen Münster im Bundesligaheimspiel den Favoriten 1. FC Köln gleich mit 3:0 (0:0). Die Adlerträger nehmen nach dem vorherigen Dreier gegen Rödinghausen den Erfolgs-Doppelschlag mit in den Winter – in der Gewissheit, 2019 im Abstiegskampf gewichtige Argumente aufbieten zu können.

Noch zwei Trainingseinheiten stehen an, dann gehen alle in die vierwöchige Pause. Eine wohl verdiente nach dem Schlussspurt und dem ersten Dreier gegen einen „Großen“. Die ersatzgeschwächte Elf raufte sich zusammen und „zeigt die Entwicklung, die wir gerne etwas früher konstatiert hätten“, wie Cihan Tasdelen sagte. „Die Jungs kämpfen füreinander und überzeugen mit einer großen Aggressivität.“ Der Coach will den knapp besetzten Kader verstärken, um die Klasse zu halten.

Gegen den auswärts zuvor ungeschlagenen FC von Trainer Stefan Ruthenbeck schied auch Kapitän Lukas Frenkert mit Hüftblessur nach der Pause aus. Die ohnehin neu formierte Fünferabwehr musste wieder umgebaut werden. Torlos blieb das Spiel vor der Pause und der FC diktierte nur die erste Viertelstunde, in der er auch oft trifft. „Es galt, die Phase zu überstehen“: Tasdelen war angetan davon, wie konzentriert und gallig die Preußen agierten. Abwehrspieler Max Michalak ging voran, außen nervte der hartnäckige Tobias Heering den zwölffachen FC-Torschützen Darko Churlinov. Die Münsteraner fanden besser ins Umschaltspiel und kamen zu mehr Torszenen – Nicolai Remberg, Jonas Schneck und Frenkert zeigten sich.

Churlinov hatte sich nicht im Griff nach einer strittigen Szene in der SCP-Abwehr, griff Finn Wortmann an den Hals und schubste ihm um – Rote Karte (47.). Die Überzahl nutzte Bajrush Osmani zum Klassepass auf Schneck, der klug in die Zentrale abspielte zum Torschützen und unablässigen „Meter-Macher“ Wortmann (53.). Der perplexe FC brauchte viel zu lange, um auf die neue Konstellation zu reagieren – die nun schnell vorziehenden Preußen überzeugten mit Vehemenz und Reaktionsschnelligkeit. Nach Standards sicherten sich Nicolai Remberg (57.) und Mick Nabrotzki (64.) die zweiten Bälle und sorgten für die nächsten Tore.

FC-Antreiber Anil Aydin traf den Pfosten, Preußenkeeper Marian Prinz reagierte stark gegen den Versuch von Oliver Schmitt – mehr kam nicht von den Gästen. „Wir haben Köln den Zahn auch deshalb gezogen, weil wir im Mittelfeld mannorientierter als sonst gearbeitet haben“, sagte Tasdelen. „Die beiden Siege und die 6:1 Tore machen uns erst mal glücklich.“ SCP: Prinz – Heering, Michalak, Nabrotzki, Stummer, Frenkert (50. Demir) – Remberg (75. Busemann), El Gourari – Osmani (79. Husha) – Schneck, Wortmann (84. Flechsig)



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