Fußball: Westfalenliga
Preußen II knackt Beckums Beton beim 2:0-Erfolg erst spät

Münster -

Bis in die Schlussminuten hat es gedauert, bis der SC Preußen Münster II eine Lücke im Bollwerk der SpVg Beckum gefunden hatte. Doch mit den zwei späten Treffern belohnte sich der Spitzenreiter noch für die überlegen geführte Partie, die mit dem elften Saisonsieg endete.

Sonntag, 09.12.2018, 17:52 Uhr aktualisiert: 09.12.2018, 20:32 Uhr
Doppelter Blindflug: Julian Conze (r.) und der Beckumer Armin Mehovic verlieren kurz das Spielgerät, das zwei Mal im Gästetor landete, aus den Augen.
Doppelter Blindflug: Julian Conze (r.) und der Beckumer Armin Mehovic verlieren kurz das Spielgerät, das zwei Mal im Gästetor landete, aus den Augen. Foto: fotoideen.com

Einen ganz langen Atem brauchte der Westfalenliga-Erste SC Preußen Münster II beim Jahresfinale gegen die Spielvereinigung Beckum, ehe nach späten Toren der hoch verdiente 2:0 (0:0)-Sieg die bis zum 7. Januar währende Trainingsauszeit einläutete.

Vor dem Fest baute der hartnäckig auf den Dreier gehende Liga-Beste seine Position noch aus. „Das ist doch schön, so kurz vor Weihnachten“, sagte Trainer Sören Weinfurtner nach dem elften Dreier im 16. Spiel. Seine Elf spielte schon wesentlich ideenreicher und sorgfältiger als gegen die immer mehr Zement anrührenden Beckumer, aber sie wuppte auch diese Aufgabe, weil sie aus drückender Überlegenheit Kapital schlug und den Glauben daran auch nie verlor.

Beckums seit Ende Oktober verantwortlicher Trainer Erdal Kaleoglu coachte leidenschaftlich und unablässig den Außenseiter, der einer klaren Ansprache bedarf. Seine Energie übertrug er aufs Team, das spielerisch nie mitzuhalten vermochte, aber in Sachen Einsatz alles rausholte. Die sofort dominierenden Preußen kamen zwar zu Szenen wie durch Julian Conze (20.) oder Ali Ibraim (40.) und Fabian Kerellaj (43.), die jeweils als Solisten an Keeper Damian Liesemann scheiterten. Insgesamt aber war das Miteinander der Preußen wenig griffig und präzise.

Beckum kam durch Armin Mehovic (22.) zu einem Lattentreffer und stellte sich nach einer Stunde nur noch in der eigenen Hälfte auf, um dort zu reagieren. Oliver Cylkowski versuchte es per Fernschuss, aber ansonsten lieferten die Preußen Attacke für Attacke. Ibraim spielte inzwischen vorne und Sören Wald dahinter, ehe Ibraim dem Einwechsler Kürsat Özmen wich (61.).

Der 20-jährige Ex-Emsdettener war direkt im Bilde. „Er ist sofort da und will sein Tor“, sagte Weinfurtner lobend. Auch Ousman Touray kam als wendiger Typ, der zu dribbeln vermag. „Insgesamt war die zweite Halbzeit die klar bessere von uns“, wertete Weinfurtner, dessen Elf verlorene Bälle im Gegenpressing wiedereroberte.

Die Zeit schien aber davonzulaufen – bis Özmen im dritten Anlauf einer Torszene den Bann brach (84.), weil er aktiv blieb. In einem letzten Angriff eilte Beckums Keeper mit nach vorne, die Preußen klärten und schickten Kerellaj auf die Reise gen leeres Tor. Zu seinem achten Saisontreffer traf der Techniker in der Nachspielzeit. SCP II: Dedovic – Lackmann (88. Mustapha), Mause, Woitaschek, Conze – Klann, Burchardt – Born, Kerellaj, Ibraim (61. Özmen) – Wald (69. Touray)

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