Fr., 14.12.2018

Fußball: Junioren-Bundesliga Preußen-Vorstandsmitglied Niewöhner im Interview: „Der Trend ist positiv“

U-17-Trainer Arne Barez und seine Co-Trainer David Paulus.

U-17-Trainer Arne Barez und seine Co-Trainer David Paulus. Foto: Jürgen Peperhowe

MÜNSTER - 

Die U 19 und die U 17 des SC Preußen stecken im Bundesliga-Keller. Der ältere Nachwuchs verschaffte sich zuletzt Luft, der jüngere hatte zwischendurch gute Phasen. Im Interview gibt sich Vorstandsmitglied und Jugend-Koordinator Bernhard Niewöhner daher sehr zuversichtlich.

Durchatmen bei der U 17 und der U 19 des SC Preußen Münster. Kraft tanken heißt zudem die Devise für die Winterpause, stecken doch beide Bundesliga-Teams der Adlerträger im Abstiegskampf. Die A-Junioren mit zwei Zählern vor den Kellerrängen, die B-Junioren mit nur einem Punkt Vorsprung. Aber dennoch herrscht bei beiden Zu­versicht, wie Bernhard Niewöhner, Koordinator im Nachwuchsbereich und zudem Vorstandsmitglied des Vereins, im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Uwe Niemeyer versichert.

Die U 17 und die U 19 stehen über dem Strich, schweben aber weiter in akuter Abstiegsnot. Gibt es eine Mannschaft, die Priorität in Sachen Klassenerhalt genießt?

Niewöhner: Wichtig ist immer die älteste Mannschaft, um den Übergang in den Seniorenbereich hinzubekommen. Aber da wir talentierte Spieler in der U 15 und der U 16 haben, ist die U 17 für uns nicht minder wichtig, um den Weg in die U 19 zu ebenen.

Wie schwerwiegend wäre denn ein Abstieg, gerade vor dem Hintergrund des geplanten Nachwuchsleistungszentrums?

Niewöhner: Das hat wenig miteinander zu tun. ­Sicher würden uns politisch ein paar Argumente fehlen. Ohnehin haben wir ja ein kleines Alleinstellungsmerkmal. Wir sind der einzige Verein ohne Nachwuchs­leistungszentrum, der mit der A- und B-Jugend in der Bundesliga vertreten ist.

Was machte es der U 19 vor den beiden jüngsten Siegen so schwer, konkurrenz­fähig zu sein?

Niewöhner: Im Sommer hatten wir wieder einmal einen größeren Umbruch. Zudem waren zwischenzeitlich fünf oder sechs Verletzte zu beklagen. Einer davon war Jari Polm, der nun aber wieder zurückkommt. Auch Cyrill Akono, der erst bei den Profis und dann verletzt war, sollte wieder ein Thema sein.

Die U 17 hatte einen mäßigen Start, fing sich dann aber etwas. Wo lagen hier die Probleme?

Niewöhner: Die Mannschaft hat sich entwickelt. Dazu gehört auch eine sichtbare Spielidee. Zuvor war die Umbruchphase ja noch größer als in der U 19. Nur ein Spieler ist aus der Vorsaison in der Mannschaft verblieben. Beide haben sich nun gefunden. Der Trend ist definitiv positiv.

Sind personelle Verstärkungen notwendig und auch geplant?

Niewöhner: Das ist grundsätzlich schwierig. Es sei denn, es läuft uns ein Spieler zu wie im Fall von Fadi Ait Laama Fahsi. Der ist Mittelfeldspieler und vom SC Paderborn zur U 17 gekommen und nach der Winterpause spielberechtigt. Grundsätzlich wollen wir aber ausbilden und nicht austauschen. Spieler nach einem halben Jahr wegzuschicken ist nicht unsere Welt. Für die U 19 schauen wir uns wie in jedem Jahr um. Auch hier könnte eine Verstärkung kommen. Interessant sind Spieler von Bundesligisten, denen die Praxis fehlt. Die könnten sie ein halbes oder auch eineinhalb Jahre bei uns sammeln.



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