Fr., 14.12.2018

Fußball: 3. Liga Preußen brauchen gegen Zwickau die Trendwende

Nach zwei Niederlagen mit dem SC Preußen zur Trendwende bereit: Mittelfeldspieler René Klingenburg (Mitte), hier im Spiel gegen den Großaspach im Zweikampf mit Timo Röttger (links)

Nach zwei Niederlagen mit dem SC Preußen zur Trendwende bereit: Mittelfeldspieler René Klingenburg (Mitte), hier im Spiel gegen den Großaspach im Zweikampf mit Timo Röttger (links) Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Öffnet sich der SC Preußen Münster das 14. Türchen im Adventskalender und drei Punkte springen raus? Die Chance besteht, wenn der Fußball-Drittligist am Samstag um 14 Uhr die Heimpartie gegen den FSV Zwickau erfolgreich bestreiten würde. Allerdings fehlt dann Abwehrchef Ole Kittner.

Von Alexander Heflik

Eigentlich wollte Marco Antwerpen, der Trainer des SC Preußen Münster, nicht mehr über die Schiedsrichterleistung vom vergangenen Samstag sprechen, darüber nachdenken, sich damit beschäftigen. Einfach streichen aus der Erinnerung, Arbeitsspeicher leeren.

Nun ist es an diesem Samstag allerdings so, dass die Leistung von Referee Sven Jablonski, der die 0:5-Niederlage des SCP beim Karlsruher SC als 23. Mann begleitete, Folgen hat. Münsters Abwehrchef Ole Kittner fehlt nach seiner Roten Karte aus Karlsruhe im Jahresfinale gegen den FSV Zwickau (Beginn 14 Uhr) und eine Woche später im nächsten Heimspiel zum Auftakt der Rückrunde gegen Fortuna Köln.

Wer ersetzt Kittner?

Der Einspruch gegen die Drei-Spiele-Sperre durch den DFB-Kontrollausschuss hatte „etwas“ Erfolg. Kittner pausiert zwei Partien und zahlt 1500 Euro Strafe – die Weihnachtsgeschenke fallen dementsprechend deutlich kleiner aus. Vermutlich.

So gesehen wurde Antwerpen aber rein sportlich betrachtet zwangsläufig an diese Partie in Karlsruhe erinnert. Ein Ersatz für Kittner muss her, und das müsste eigentlich der Kapitän im Wartestand sein: Simon Scherder. Der 25-Jährige war einer der Garanten des Aufschwungs unter Antwerpen in der vergangenen Saison. Nun aber, seit dem zehnten Spieltag und nach seiner zweiten gelb-roten Karte in der laufenden Spielzeit, war er praktisch nur noch Teilzeitarbeiter in der Preußen-Defensive. Kittners Ausfall dürfte seine Chance sein.

„Wir haben die Option zur Dreierkette zurückzukehren und die Möglichkeit, wieder mit einer Viererkette zu spielen", verabschiedete sich der Coach bei der Nachfrage über seine Startelf ins Ungenaue. Er wolle keine Mitteilung geben, wie aufgestellt wird. Aber Scherder sollte erste Wahl sein, gerade wenn der SCP mit einer Dreierreihe agiert. Schließlich wird auch die kampfstarke und rustikale Gäste-Elf aus Zwickau so in Münster erwartet.

Weitere Ausfälle

Seit Donnerstag laufen die Vorbereitungen auf den vorletzten Auftritt im Preußenstadion im Jahr 2018 auf Hochtouren. „Seit Donnerstag beschäftigen wir uns nicht mehr mit dem Spiel in Karlsruhe, der Schiedsrichter wurde zudem nicht im Training thematisiert“, sagt Antwerpen. Neben Kittner wird auch weiterhin Stürmer Rufat Dadashov pausieren, der aber eine Perspektive für das Heimspiel gegen Köln sieht. Dagegen wird Linksverteidiger Niklas Heidemann die letzten beiden Partien nicht bestreiten können, die Wadenverletzung des 23-Jährigen ist hartnäckiger als angenommen.

Ach, noch was: Schiedsrichter am Samstag ist Frank Willenborg, 39 Jahre alt, erprobt in 24 Erstliga-Partien und 88 Einsätzen in der 2. Bundesliga. Den SCP pfiff er sechsmal seit 2005, Münster gewann vier Partien, unterlag denkbar knapp 2009 in Runde eins des DFB-Pokals nach Verlängerung gegen Hertha BSC (1:3). Willenborg dürfte das wuppen können in Münster, oder?

►  SCP: Schulze Niehues – Schweers, Scherder, Borgmann – Rodrigues Pires – Menig, Kobylanski, Klingenburg, Heinrich – Rühle, Warschewski



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