Fußball: 3. Liga
Preußen-Verteidiger Menig im Interview: „Wir wollen die Hinserie bestätigen“

Münster -

Fabian Menig ist bei den Preußen absoluter Stammspieler. Im Interview spricht er über die Negativserie vor Weihnachten, die neuen Tabellenziele und über den Umgang mit der ungewissen Zukunft, der neben ihm auch viele Kollegen betrifft.

Donnerstag, 24.01.2019, 17:14 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 17:38 Uhr
Fabian Menig war in der Hinrunde lange Zeit ein echter Leistungsträger bei den Preußen.
Fabian Menig war in der Hinrunde lange Zeit ein echter Leistungsträger bei den Preußen. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Dezember war für die Preußen ein Seuchenmonat. Auch Fabian Menig, bis dahin die Konstanz in Person, ließ nach. Passend zum Wiederbeginn nach der Winterpause sieht der 24-Jährige sich und sein Team wieder im Aufwind, wie er Thomas Rellmann im Interview erklärt.

Fühlen Sie sich nach den vier Pleiten vor Weihnachten bereit, den Schalter wieder umzulegen?

Menig: Absolut. Obwohl wir uns damit ja arg was aufgeladen haben. Die Pause war wichtig, aus der kommt man immer mit neuem Elan heraus. Die Vorbereitung war zwar kurz, aber wir mussten dadurch athletisch auch nicht viel aufholen.

Nach oben ist der Zug durch die Negativserie abgefahren, nach unten ist der Abstand ebenfalls groß genug. Welche Ziele hat sich die Mannschaft für die Rückrunde gesetzt?

Menig: Wir wollen ja uns ja sowieso von der Tabelle lösen und schauen eher auf die Punktausbeute. Da wollen wir die Hinserie bestätigen, am besten ausbauen. Wenn wir ähnlich erfolgreich sind, wird sich das in der Tabelle mit einem guten Mittelfeldplatz auswirken.

Inwiefern war es in den vergangenen Wochen möglich und auch nötig, den fatalen Negativtrend im Advent aufzuarbeiten?

Menig: Schwierig, einen klaren Grund zu benennen. Es kam ziemlich überraschend. Wir hatten vorher ja schon zwei, drei schwache Spiele, haben aber immer sofort eine Reaktion gezeigt. Dann sind wir aber zum Beispiel schlechter ins Gegenpressing gekommen, haben taktische Dinge nicht zu 100 Prozent umgesetzt, vielleicht gab es auch ein Kraftproblem. Aber all das darf keine Ausrede sein, die Dinge sind inzwischen abgehakt.

Ihr Vertrag läuft genauso aus wie ganz viele andere. Können Sie sich vorstellen, auch nächste Saison in Münster zu spielen?

Menig: Es ist kein Geheimnis, dass ich mich brutal wohlfühle in der Stadt und im Verein. Also ist das auf jeden Fall eine Option, ich kann es mir sehr gut vorstellen. Vermutlich werde ich aber auch andere Möglichkeiten bekommen. Klar ist auch, dass es immer mein Ziel ist, möglichst hoch zu spielen.

Der SCP lässt sich sehr viel Zeit mit Vertragsgesprächen. Spielt dieser Faktor auch eine Rolle?

Menig: In der Kabine ist es noch kein großes Thema, bei einzelnen Spielern höchstens. Wenn man noch nicht weiß, wo es in der nächsten Saison weitergeht, kann das auch einen positiven Effekt auf dem Platz haben.

Stopp erneut in Baunatal

Der Plan des SC Preußen Münster für den ersten Pflichtspieleinsatz bei Carl Zeiss Jena im Jahr 2019 steht. Am Freitag bricht der Drittligist um 9 Uhr auf, trainiert gegen 11 Uhr in Baunatal und fährt dann weiter nach Thüringen. Es wird zur guten Sitte, südlich von Kassel beim dortigen KSV Station zu machen.

„Der Rasenplatz ist top, der Kunstrasen auch“, freut sich Trainer Marco Antwerpen über gute Trainingsmöglichkeiten.Und offenbar sind die Preußen gern gesehene Gäste beim Verein, der von 1976 bis 1979 in der 2. Bundesliga Süd spielte und in der Saison 1977/78 mit Günter Exner einen späteren Preußen-Coach verpflichtete.

Am Samstag steht dann um 14 Uhr das Punktspiel in Jena auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld an. Die Rasenheizung läuft auf Hochtouren, was allerdings bei starkem Schneefall nicht wirklich helfen würde. Die Preußen müssten gegebenenfalls unverrichteter Dinge abreisen – wenn der Schiedsrichter den Platz für unbespielbar erklären sollte.

Personell kann Trainer Marco Antwerpen fast aus dem Vollen schöpfen. Verteidiger Jannik Borgmann ist zwar wieder im Trainingsbetrieb, muss aber nach Adduktorenproblemen noch passen. Auch Moritz Heinrich hat noch Trainingsrückstand und verpasst die erste Auswärtsfahrt des Jahres.

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