3. Liga
Kein Treffer, aber ein Punkt – hoffnungsvoller Neustart des SC Preußen

Jena -

Niederlagenserie beendet, Serie der sieglosen Spiele verlängert: Die Nullnummer des SC Preußen Münster beim FC Carl Zeiss Jena ließ am Samstag alle Bewertungen zu. Allemal begann das neue Jahr mit einem Punktgewinn und einigen guten Ansätzen, die im Preußenlager Hoffnung machen.

Samstag, 26.01.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 26.01.2019, 20:41 Uhr
3. Liga: Kein Treffer, aber ein Punkt – hoffnungsvoller Neustart des SC Preußen
Foto: Sebastian Sanders

Marco Antwerpen wartete gleich im ersten Spiel des neuen Jahres mit einigen Überraschungen auf. Die erste war bereits am Freitag aktenkundig, als Tobias Rühle zum Fernsehstudium der Partie beordert wurde und die Reise gen Osten gar nicht erst antrat. Auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena folgten dann die nächsten Unvorhersehbarkeiten – wohl auch für den Gegner aus Jena. So räumte Lion Schweers seinen Platz in der Zentrale, die dann von Sandrino Braun besetzt wurde, der als Basisstation in der Dreierkette von Ole Kittner und Simon Scherder assistiert wurde.

Im Angriff hatte Rufat Dadashov dann einiges vor sich: Etwas mehr Raum als gewohnt und gleich zwei Mitspieler. Philipp Hoffmann und Cyrill Akono, dessen Einsatz nach starken Trainingsleistungen und solidem Auftritt bei der Generalprobe gegen Fortuna Köln nicht mehr ganz überraschend kam. Kein Platz in diesem System blieb für Martin Kobylanski. Aus der Startelf, die den Jahresabschluss gegen Fortuna Köln in den Sand setzte, standen nur noch fünf Spieler zu Beginn auf dem Platz.

FC Carl Zeiss Jena – SC Preußen Münster

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  • Niederlagenserie beendet, ...

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  • ... Serie der sieglosen Spiele verlängert. Die Nullnummer des SC Preußen Münster beim FC Carl Zeiss Jena ließ am Samstag alle Bewertungen zu.

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  • Allemal begann das neue Jahr mit einem Punktgewinn und einigen guten Ansätzen.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche Impressionen vom Auswärtsspiel der Preußen in Jena.

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Die ganzen Neuerungen blieben dann auch nicht ohne Folgen, den erhofften ebenso wie den zu befürchtenden: Die Preußen begannen mit mehr Ballbesitz und kontrolliertem Spielaufbau, luden aber hinten gleichzeitig zum Tag der offenen Tür. Die Gastgeber suchten und fanden die Lücken im neuen Abwehrverbund, sodass am Ende immer wieder Münsters frisch gebackener Sportler des Jahres seine Klasse unter Beweis stellen musste. Schulze Niehues klärte in letzter Instanz gegen Florian Brügmann (13.) und riskierte Kopf und Kragen, um fünf Minuten später vor dessen Bruder Felix zu retten.

Das war eine gute Vorstellung von uns. Damit dürfen wir zufrieden sein.

Trainer Marco Antwerpen

Zwischendrin hatten die Brügmanns dann einmal den Preußen-Keeper überwunden, verpassten dann aber knapp den Ball (Felix) und knapp das Tor (Florian). In dieser Phase verdichtete sich die Partie in der Preußen-Hälfte, während Jenas Keeper Raphael Koczor zunehmend vereinsamte. Es brauchte eine gute halbe Stunde, ehe das neue System in den Drittligabetrieb implementiert werden konnte. Hoffmann und Akono hatten deutliche Tempovorteile, Druck wurde auf-, leider aber nicht final abgebaut.

Einzelkritik: FC Carl Zeiss Jena – SC Preußen Münster

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  • Max Schulze Niehues (2): In Durchgang eins Retter und Helfer in der Not, in Durchgang zwei nicht mehr so gefragt, nicht sein Fehler. Ganz starke Vorstellung von Münsters Sportler des Jahres 2018, der in Jena sein 100. Drittligaspiel bestritt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ole Kittner (3): Wackelte in der Anfangsphase und kurz vor Schluss, dazwischen grundsolide – zusammen glatt befriedigend.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sandrino Braun (2,5): Die Wiedergeburt des Kaisers? Nicht ganz, aber die Position von Sandrino Braun entsprach nicht nur dem zentralen Zerstörer, sondern auch dem geschliffenen Libero. Klärte mehrfach stark am Boden und machte auch im Aufbau einen ordentlichen Eindruck.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Simon Scherder (3,5): Ließ dem Gegner anfangs einige Schlupflöcher, die glücklicherweise nicht genutzt wurden. Nach 20 Minuten dann Herr seiner Abwehrseite.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Menig (3,5): Hinten solide, vorne zwei, drei Mal auffällig – ansonsten eher unauffällig.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kevin Pires Rodrigues (3): Wieder der Mann mit den meisten Ballkontakten – nicht alle davon waren zielführend. Dennoch als Denker und Lenker unverzichtbar.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rene Klingenburg (3,5): Ungewöhnlich unauffällig, verletzte sich nach 75 Minuten und humpelte vom Platz, ohne eine allzu große Lücke zu hinterlassen. Die wird sich aber auftun, wenn Münsters Leitstier länger ausfallen sollte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann (3): Häufig auf der linken Seite gesucht und gefunden, dann aber mit Licht und Schatten, aber irgendwie immer im Spiel. Hatte am Ende zwei Mal die Chance, Trainer, Fans und Teamkameraden restlos glücklich zu machen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rufat Dadashov (3,5): Diesmal nicht Spitze und auch nicht immer spitze, rackerte aber viel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Cyrill Akono (3): Sehr schnell, aber anfangs noch nicht effektiv genug. Torgefahr ging von dem Talent selten direkt aus, das Potenzial blitzte aber auf. Erstaunlich abgezockt für sein Alter und ein Mann mit Zukunft.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Hoffmann (3): Ähnlich wie bei Akono – nur, dass Hoffmann den Talentstatus längst hinter sich hat. Für einen arrivierten Leistungsträger anfangs etwas zu wenig, später aber gefährlichster Preuße.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Martin Kobylanski (3,5): Hatte eine Viertelstunde, um zu zeigen, dass der Trainer 75 Minuten lang daneben lag – hatte dann aber zu wenig Gelegenheit, seine Klasse zu zeigen.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Ernstzunehmende Chancen der Gäste blieben mangels Abschluss bis zum Halbzeitpfiff Mangelware. Die Zwischenbilanz für den mit 1,81 m nicht gerade mit Innenverteidiger-Gardemaß ausgestatteten Sandrino Braun fiel bis dahin gar nicht so schlecht aus. Am Boden funkte er den Gästen zwei Mal entscheidend in die Parade, im Aufbau durfte er sich das eine oder andere Mal erfolgreich um den Libero-Gedächtnis-Preis bewerben. Unter dem Strich ein starker Auftritt des Münsteraners.

Erster Wechsel nach 76 Minuten

Auch dem Trainer zumindest schien gefallen zu haben, was er 45 Minuten zu sehen bekam: Unverändert ging es in die zweite Halbzeit, in der jedoch wieder nur Feldvorteile vergeben wurden, ehe Fabian Menig aus Abseitsposition frei zum Kopfball kam (58.) und Niklas Heidemann aus 14 Metern Koczor direkt statt den freien Raum links und rechts des Keepers anvisierte (65.). Antwerpen wechselte dann zum ersten Mal nach 76 Minuten, als Rene Klingenburg verletzt vom Platz humpelte – seinen Platz nahm Martin Kobylanski ein, der jetzt 15 Minuten Zeit hatte zu beweisen, dass der Trainer 75 Minuten lang daneben lag. So ganz wollte das am Samstag nicht gelingen und weil auch der Lastminute-Schuss von Heidemann nur am Pfosten landete, blieb es beim 0:0. Kein Preußen-Tor in Jena – schade, dafür der erste Punkt seit fünf Spielen – besser als nichts.

FC Carl Zeiss Jena: Koczor - Eisenmann, Slamar, Kübler, Fl. Brügmann - Grösch (23. Böck), Eckardt, Volkmer (83. Gerlach), Wolfram - Starke, Fe. Brügmann (75. Tietz)

Preußen Münster: Schulze-Niehues - Scherder, Braun, Kittner - Heidemann, Klingenburg (76. Kobylanski). Pires Rodrigues, Menig - Akono, Dadashov, Hoffmann (91. Cueto)

Zuschauer: 3878

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